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Der Israelit · 1861-08-14 · Heft 33 (14.8.1861) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 33 (14.8.1861)
Date
1861-08-14
Page
– (sequence 10)
Language
German
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aber ihr Fett, ihre Milch und ihre Wolle verlangt, ' nein, die Gemeinde in Kollin ist auf dem Wege des! Jrrthums noch nicht so weit vorwärts; die gewaltigen Wogen des Zweikelns und des GrübelnS haben sich bisher noch immer an der Felsenfeftigkeit ihres Glaubens zerschlagen, der reißende Strom, einer falschen Aufklärung, der täglich ganze Gemeinden, > kleine und große, mit sich fortreißt, floß bis jetzt - noch immer ruhigl und unschädlich an ihren Ufern! vorüber. Nur die tobten Fische werden von den Wellen sortgcriffen und schwimmen abwärts mit dem - Strome, der lebendige Fisch hingegen erzwingt seine Bahn und schwimmt aufwärts gegen den Strom; so hat meine geliebte Gemeinde zu Kollin ^xs.ix .12 iox es immer verstanden, gegen den Strom zu schwimmen, und ließ sich nie von den rauschenden Wellen der Zeit, Lobten Fischen gleich, fortreiße». Von den . schönsten Hoffnungen beseelt, können!wir der Zukunft dieser Gemeinde unter der sorgfältigste^ Leitung eines so würdigen Lehrers wie Herr, G< ent- ' gegen sehen, dieser, obgleich noch jung, hat sichMon durch harte Prüfungen, schwere Kämpfe und brttere Erfahrungen als den Mann, den Furcht nicht ent- . muthigen, Gold nicht verblenden, Ehrgeiz nicht wankend machen und Trübsal nicht erschüttern kann, vielfach bewährt; man darf von Herrn vr. G. rühmen, er sei der Mann loxi ^» 7^' xi> '772S XL-2^ x^ nwzn Ich wünsche darum meiner geliebten Gemeinde in Kollin, zu der ich noch einst zurück zu kehren hoffe, viel Glück zu ihrer glücklichen Wahl und dem würdigen Lehrer rufe ich zu: v'rn -02; -;2p '1/ Or. Ilowy. Feuilleto ir. Jedensbiläer aus äer Vergsttgendeit Israels. (Rack Talmud, Midrasch und andern (hagadischen) Schrift«,.) I. Abraham. i (Fortsetzung.) - -j.!' Um diese Zeit nahmen sich Abraiü und sein Bruder Nachor Frauen, die Tochter ihres verstorbenen Bruders Haran; Nachors Frau hieß Milla uüd die AbramS Sarai; Sarai aber war unsmchtbar. Zwei Jahre nachdem Abram so wunderbar aus dem Feuer errettet worden mar, hatte Nimrod «ine» seltsamen Traum: Es kam ihm vor, als stünde er an der Spitze seines Heeres vor dem Feuerofen; da trat ein Mann in der Gestalt Abrams aus demselben hervor und lies mit gezücktem Schwerte aus de» König zu; dieser entfloh; aber die Gestalt warf ei» Ei nach dem König; das Ei zerbrach und ward z» einem mächtigen Strome , in dem das Heer des Königs ertrank. Nur der König entkam mit drei Männern, die gleichfalls das Aussehen von Königen hatten. Ms sie weiter flohen, ward plötzlich der Strom wieder znm Eie, und aus dem Ei ging ein kleiner Vogel hervor. Dieser flog auf das Haupt des Königs und hackte ihm ei» Auge aus. Ms der König erwachte, war er ob heS Traumbildes sehr erschrocken; er berief am frühes Morgen schon seine Weisen und Traumdeuter und erzählte ihnen den Traum. Daß diese den Traum zum Verderben Abrams deuteten, war wohl nicht zu verwundern; sie reizten den König, daß er znm dritten Male dem Abram nach dem Leben trachtete; aber Abram erfuhr dieses Mal die Gefahr, in der er schwebte, und entfloh; im Hause NoachS fand er Gelegenheit, sich vor den Nachstellungen Nimrods - zu' verbergen. Hier besuchte ihn sein Vater Lherach^ und Abram, unterstützt von Noach und Schem, überredete seine« Vater, mit ihm und feiner ganzen Familie Las Land zu verlassen, in welchem das Leben des Sohnes in ständiger Gefahr schwebte. So zogen sie den» fort, Therach und seine Söhne und Schwiegertöchter und sein Enkelsohn Lot, der Sohn des verstorbene» Haran, und gelangten bis zum Lande Charan. Da gefiel es ihnen, denn das Land war gut und geräumig und sie. ließe» sich daselbst nieder. Die Bewohner Charans gewännen den Abram bald lieb, den» sie sahen, wir gut und gerecht er war; viele schlöffe» sich chm an; sie Alle lebrte Abram die Künde vom einzigen, allmächtigen, unsichtbare« Gott, und sei» treues Weib Sarai stand chm getreulich zur Seite und belehrte die Frauen. Rach Verruf von drei Jahren erschie» Gott dem Abram und sprach zu chm: »Ich bi» best Ewigem der ich dich herausgesührt habe aus Ur Kaßdim und dich errettet habe aus der Hand aller deiner Feinde; und jetzt, wen» du gehorche» wirst meiner Stimme und beobachten meine Gebote, meine Gesetze und

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