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Der Israelit · 1861-08-14 · Heft 33 (14.8.1861) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 33 (14.8.1861)
Date
1861-08-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
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f die weder hinlängliche Gesetzkeuntniß, noch hinlängliche Gottesfurcht besitzen, mit einem Rabbinats-Diplome bekleidet werden? i Welches Kriterium im ersten Falle, und welcher Verweigerungsgrund im zweiten Falle standen der Autorität zu Gebote? Und welche Garantie haben die Gemeinden, daß der gewählte Rabbiner wirklich Rabbiner sei? Sind doch beide, sowohl die Casuistik, als die Orthodoxie so sehr wesentlich, daß ohne sie der Rabbiner kein Rabbiner ist. Ganz anders ist'S, wenn derjenige, der sich um ein Nabbinats-Diplom bewirbt, an der Schule unter den Augen eines Nosch-Jeschibah ausgewachsen; dieser kennt seine Fähigkeit, kennt seinen Character, kann daher mit gutem Gewissen ihm daS Diplom gewähren oder versagen.! Aber abgesehen von all diesem, ist M eine himmelschreiende Tatsache, daß im § Lande Mahren wo cs Gottlob viele w o h l g e o r d n e t e jüdische Gemeinden gibt, deren wellige, einzelne Mitglieder von der Zeit wohl nicht unangefochten geblieben sind, dmjedoch im Allgemeinen mit nur wenigen Ausnahmen, sowohl in den öffentlichen Institutionen, als im Privatleben das schöne Bild einer! echt jüdisthen Gemeinde darstellen; in Mahren, sage ich, wo fast alle Rabbiner znm orthodoxen Principe sich bekennen 4nicht eine einzige Jcfchibah zu finden ist, was fast unglaublich klingt, aber leider wahr ist. Ich schlage daher eine Rabbinats-Versammlung iu^ Lande unter dem Präsidium Sr. Hoch würden, unseres verehrten Herrn sud. Laudesrabbiners vor, wo man eine solche rabbimsche Hochschule inS Leben rufen, und überhaupt über so manche andere dringende Angelegenheiten berathen könnte. Vas übrigens das Wesen einer solchen Hochschule betrifft, so ist hier nicht der Ort darüber zu sprechen; nur bemerke ich noch, daß die Religionslehr er als solche ebensalls nur von dieser Hochschule aus autorisirt werden dürsten." Als drittes Mittel verordnet der Verfasser als gewissenhafter Arzt der kranken Zeit einen verbesserten und gründlicheren Religionsunterricht an den höheren profanen Unterrichtsanstalten, Gymnasien rc., und weist mit Recht daraus hin, welch bedeutenden Einfluß die Schüler dieser Anstalten als die vorzugsweise „Gebildeten" späterhin auf ihre Glaubensgenossen ausüben «erden; auch hier dringt er auf dar Studium unsrer heiligen Bekenntrrißquellen Ln der Ursprache. Zum Schlüsse ermahnt der Verfasser noch die Prediger, daß sie aus ihren Vorträgen das jüdisch-nationale Element nicht verbannen und sich nicht zu NachLffern fremder Culte erniedrigen Die ganze Schrift athmet einen wahrhaft jüdischen Geist; wir wünschen, daß das Gute, was sie zu säen beabsichtigt, aufgehen und zur segensvollen Frucht reifen möge. — GrtLoüür-rsr. Mbelsnjststt. Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln: Ei« Ungenannter IS st. Aron Kaufmann Baer in Neekarbischofsheim WadeO 2 st. Durch Distriktsrabbiner Dr. G. H. Lippmann Ln Kissingen bei der rurn -Q-Feier feines älteste» Sohnes gespendet: von ihm selbst t ff.; von seinem Sohne Israel 1 fl.; von seinem Sohne Simon 30 kr.; zusammen 2 ff 30 kr. A. M. Lohen Ln Altona 1 st. 45 kr. Drrrch S. LonrMrstLdter in Peitshöchheim: M. Schloß 30 kr.^ ein Ungenannter 1 fl: 10 kr.; bei einer Hochzeit ins Haßfurth gesammelt 7 st. 1 kr.; zusammen 8 ff. 4t kr. Gesammtsumme 6894 fl. 33^ kr. Mn juäijsckrr Armenunä Ailgerwoknungerr m JeruMem. Ein Ungenannter 2 pr. Friedrichsdor. Aron Kaufmann Baer in Neöarbischofsheim 2 fl. Durch Lehrer Salomon Neuburger i» O et trugen 15 fl. Durch Neligwnslehrer. M. Samfeld in Estenfeld: Maier Frank 1 st.; Nathan Frank t st.; S.Bretz selber 1 ft. 45 kr.; Neligionslehrer Samfeld 30 kr.; Jfak und Warum Frank 5 fl.; M. Biru t fl. 30 kr.; Madame Hanne Frank t fl.; ein Ungenannter 15 kr.; aus der Armenkasse für Jerusalem t fl.; zusammen 13 ff.; abz- Porto 12 fl. 44 kr. DistrMSrabb. vr. Lippmann in Kissingen 1 fl. Durch S. LonnerstLdter in

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