Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 32 (7.8.1861)
- Date
- 1861-08-07
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2446984-2447016--00836-2456044- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
388 — eigentlich das Produkt eines jüdischen Geistes sei'' Engelhardt in das Deutsche übersetzte Text, welch« — aber verstanden haben sie eS nicht» ganz gewiß nicht. GrLdockor-isr. MelsnjstM. Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln: Durch Rabbiner Adler in Lübeck: F. 5 Thlr.; A. 1 Thlr.; H. L. Thlr.; zusammen 6^Thlr. — 11 fl. 22 kr. Gesammtsumme 6872 fl. 7^ kr. Kn MiMr Armenunä Dtlzttwsknsnzen in IrruMm. Als Ergebniß einer durch Gottlieb Rosenberger, isr. Lehren zu Albersweiler bei Landau daselbst veranstalteten Sammlung 16 fl. Durch Rabbiner Adler in Lübeck: F. 5 Thlr.; A. 1 Thlr.; H. L. Thlr.; M. D. 2/5 Thlr.; S. L. L '/z Thlr.; vom Frauenverein für '"x 2 Thlr. 8 Sgr.; zusammen 9^/, Thlr. Zeitungsnachrichten und Corresporrdenzen. Deutschland. Dresden, 26. Juli. Die zweite Kammer hat den Antrag, der die Aufhebung des Verbots der Ehe zwischen Christen und Juden bezweckte, abj gelehnt. Einstimmige Annahme fand aber der > Antrag zu §. 1918, die Aushebung des Verbots! betreffend, daß Juden die Vormundschaft über Chrii sten haben können, welchem auch die Regierung durch - Minister v. Behr ihre Zustimmung gab. München, 14. Juli. Die Gesellschaft des j allgemeinen israelitischen Vereins in Paris hat bekanntlich an die bayerischen Kammern in Folge der humanen Beschlüsse derselben in der Jud.enemancrpütionssrags vor Kurzem eine Danksagungs-Adresse in französischer Sprache erlassen. Der von dem bekannten Landtagsabgeerdneten und Volksdichter Hr. an die HH. Landtagsmitglieder zur Bertheiluug kommt, lautet: Die Gesellschaft des allgemeine» israelitische« Verein i» Paris an die HH. Mitglieder beS bayer. Parlaments in Münchs«. Die französische« Israeliten, welche seit langer Zeit einer Fülle ihrer Rechte sich erfreue«, habe« mit lebhafter Befriedigung den freisinnige« Beschlutz vernommen, welcher vor Kurzem durch das bayer. Parlament in Rücksicht unserer Glaubensgenoffen gefaßt worden ist. Wir haben mit religiöser Bewegung und einem Gefühle tiefster Dankbarkeit Ihre Weisheit gesehen, mit welcher Sie die traurige« Spuren eines vergangenen Zeitalters verwischt haben, und wie Sie Ihren Landsleute», unser« Glaubensgenossen, erlaubten, in ihre Heimath das freie Zusammenwirken Ihrer Thätigkeit, Ihrer Erleuchtung und Ihrer Liebe M bringe». Wir warm überhaupt ergriffen von der würdigen Haltung, welche die ehrwürdigen Geistliche», die m Ihrer Mitte sitzen, genommen haben, und welche, indem sie die Principie» einer Religio» der Barmherzigkeit und Nächstenliebe verwirklichten, der Welt em Schauspick gegeben haben, welches um so mehr ergreift, als eS unglücklicherweise sehr selten ist. Unsere Gesellschaft des allgemeinen israelitischen Vereins wurde zu dem Zwecke gegründet, die Interessen aller unserer Glaubensgenossen zu begünstige». Erlauben Sie uns daher, uns zum Dollmetscher einer allgemeinen Empfindung zu machen, indem wir Sie bitten, de» Ausdruck unserer aufrichtigsten Dankbarkeit anzunehmen für den neuen Schritt, welchen Sie im Principe der Gewissensfreiheit gethan haben. Hoffen wir, daß das Beispiel, wekcheS Sie gegeben haben, nicht unfruchtbar bleibe und daß von dem Mittelpunkte Ihres Vaterlandes aus die Sonne der Gerechtigkeit bald strahlen möchte üb« die Israeliten aller Staaten des edelmLLhi? gen Deutschlands, . Die Erfüllung dieses Wunsches wird für Sie, das sind wir gewiß, die süßeste Belohnung für Ihre lobenswnrdigen Bemühungen zu Gunsten unser« Glaubensgenossen sein.