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Der Israelit · 1861-07-31 · Heft 31 (31.7.1861) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 31 (31.7.1861)
Date
1861-07-31
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Jahre 55 ununterbrochen Vertreten hat. Auch in den Stadtbezirken war der Hr. Rabbiner als Candidat ausgestellt, im Fall er in den Landbezirken nicht gewählt werden sollte. Ein anderer Israelit sitzt bereits seit 49 in der Bürgerschaft. Auch in dem Steuerdepartement hat seit derselben Zeit einJsraelite Sitz und Stimme. — Die öffentliche Prüfung an der hiesigen israelitischen Schule war dieses Jahr erst im Mai. Sie wurde deshalb so lange aufgeschoben, weil die Herren Senatoren, die alljährlich gegenwärtig sind, nicht eher kommen konnten. Der. Staat gibt zü unserer Schulkaffe jährlich 456> Mark und unterstützt dieselbe auch sonst, wo und wie es nur möglich ist; dieses Jahr war Herr! Syndikus von Elder gegenwärtig, ein Mann, dem daß Wohl der Schale sehr am Herzen liegt. Nach-j dem er genau zugehört und Alles aufmerksam gej prüft hatte, trat er überall ermunternd und belobend iZ auf, Hurd Heuerte durch seine Worte zu größerem ,WW^ ' Hk Ich hoffe Ihnen bald snach dem Zusammentritt der Bürgerschaft weitere Nachrichten geben'jM können!; da, wie ich gehört habe, unter den Vorlagen die derselben gemacht werdcü, auch Manches M befindet^ was für die >hiesigen Israeliten von Wichtig-/ keitiiL . . z!Sti^ Aus Lew RabbmafSbezirke Landau, l2t. Jßtli. Die Jubiläen der beiden ehrwürdigen. Nabhinen, des Herry Sutro in Münster und des' Hertn Ettlinger in Altona wurden mit Glanz ge-!! Dieses Factum, steint in andern Kreisest / LMerriheit) herporgerysen zu haben, denn es gedenkt /auch E Herr Rabbiner Or. Grünebaum in Landau eine Jubiläumsfeier in nächster Zeit für sich voran-' stallen zu lasten, und sind in einem vielgelesencn pfälzischen Blatte vor einiger Zeit schon mehrere Artikel erschienen, die als Aufforderungen zur De< . theiligung an derselbey zu betrachten sind. Daß man von Seiten der Anregung gerne sehen würde, daß die Thcilnahme eine recht große werde, wird Jeder natürlich finden, — da es stets angenehm ist, Geschenke zu empfangen und Ovationen zu erhattm. ' Es darf daher auch nicht befremden, wenn man zur Jnstandesetzung dieser Feier ein öffentliches Organ benützte, und nicht vorgezogen, öffentliche Aufrufe zu vermeiden und das Vorhaben auf Privatwegen von Freund zu Freund bekannt machen zu lasten, wodurch man dem Jubilar auch noch den Schein einer gewissen Ueberraschung Vorbehalten Hätte , da auf diese Weise der Erfolg ein zu sehr zweifelhafter gewesen wäre; denn ohne erwähnte Artikel hätte Niemand daran gedacht, daß die 25jährige Amtsdauer des Herrn Rabbiners Grünebaum in den diesjährigen Augustmonat falle und noch weniger daran, diescrhalb eine eclatante Feier zu veranstalten. Diese Gleichgiltigkeit gegen den Seelenhirten ist aber nicht dem Mangel an Intelligenz in unseren Gemeinden zuznschreiben, denn unsere Glaubensbrüder kennen sehr gut das „Ehre, wem Ehre gebührt;" sondern es findet seinen Grund lediglich darin, daß man eben von den Verdiensten unseres Herrn Rabbiners nichts kennt. Noch von Jedem, den wir über die bevorstehende Feierliäkeit zu sprechen Gelegenheit hatten, hörten wir dieselben Meüßerrrngerz: Wo sind jdie Wdienst^, die sich der Hdtf Nabbiyer um Gemeinde Wd Gcmeindeinstitutionen wäMnd seines 25jahrjgest Amtes erworben? hai. ler wählend dieses Zeitraumes! für Schule und jgewM, um auf Do^nk und öffentliche! geräuschvolle 'Kundgehrmgeir seines Sprcngels An-; sMch zu. haben? -7- Auch wir, , wir gestehen es, können uns dieser Fragen nicht entschlagen, und Mssen uns! gegen jede Effcctmacherei erklären, da auch uns keine Verdienste des Herrn Or. Grünebaum bekannt sind, die solche öffentliche Anerkennungen rechtfertigen. >! 1! Sollte,l ftber unser..Bezirk deshalb zst Dank ^gtgen den Herrn RabMex verpflichtet sein, weil dctselbe ans! Anhänglichkeit an seinen bisherigen Wirkungskreis seine Stelle in New-Aork nicht annahnl, wie in einer der oben erwähnten Correspondenzen angcdeutkt ist, so venoeisen wir dieserhalb ganz einfach ans eine in No. 2t dieses geschätzten Blattes erschienene Correspondenz aus New-d)ork, woraus hervorgeht, daß eS gerade nicht die Liebe zu den seiner geistigen Leitung anvertranten Gemeinden war, sondern daß ganz andere Motive zu Grunde lägen, die ihn abhieltcn, die alte mit der neuen Welt zu vertauschen— Möge der Herr Rabbiner sich still im Kreise seiner Freunde freuen und auch; eine Feier veranstalten, weil er das sünsundzwanzigste Jahr seiner

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