Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 29 (17.7.1861)
- Date
- 1861-07-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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waltung eine Commission erwählt, mit dem Aufträge, sich mit der Wiederbesetzung der durch die Demission des Hrn. Rabbiners Stein erledigten Stelle zu beschäftigen, und in der That soll diese Commission die dazu nöthigen Einleitungen schon getroffen, haben.' Zreudenthol (Würtemberg). Mit betrübtem Herzen Heile ich Ihnen die Nachricht mit, daß unser greiser Rabbiner, Joseph Maier »p? i"nw V'Lr -t"2»r2!7 zu den 21'L«12 2.1'.1112>', 2'2V1.1 2'P'1U vom Herrn des Lebens abberusen worden ist. Er 'war einer der Veteranen unserer deutschen orthodoxen Rabbinen und gab unter Gottes gnädigem Beistände der hiesigen Gemeinde 40 Jahre lang ein Vorbild ad für Führung eines frommjüdischen Lebens durch unermüdliches l Thorastudium und sorgfältigste Beobachtung der heiligen Lehren. Am .1'^ 's p'L'p, kurz vor Beginn des nebst seinen v'Siv 2^2, der frommen Führung seines Lebens, die alleinigen unvergeßlichen Nachkommen des Entschlafenen. . Er wurde nach seinen in einer geschriebene» .-.rinz getroffenen Bestimmungen, worin auf 2'2w bip und i"bo verwiesen, auch auf die gleichen Anordnungen seines seligen Lehrers, Rabbi Salomo» Cohen in Fürth, seiner Geburtsstadt, Bezug genommen war, am pD i"s zur Erde bestattet. Es hat die hiesige Gemeinde allen Wünschen und Anordnungen ihres geliebten frommen Führers hierbei, wie. sie es einem Lehrer und Vater glaubten schuldig zu sein, Folge geleistet. — Am Grabe sprachen 4 Redner, zuerst der Rabbiner der Gemeinde, dann Or. Salem, früher Rabbiner in Lehren, jetzt Privatgelehrter in Stuttgarts nach demselben noch der pensionirte Lehrer und Vorsänger Lev? von hier, und zuletzt der au nannten hatten eine, auch in Betreff des 122.1 in der ixiienthalten gewesene Bestimmung zu Sabbats, als von ihm alle Vorbereitungen getroffen 'j besten Stelle neuernannte Lehrer Stern. Die Gewarcn für den Heimgang 12^ 1221? 21^, ist er zur - ewigen Sabbatruhe eingekehrt.; Sie vergönnen gewiß dieser Mittheilung einen! beobachten , wornach sie ohne Uebertrcibung der Raum in Ihrem geschätzten Blatte, da in dem verj ehrlichen Lesekreise desselben zweifelsohne eine große j Zabl Verehrer des entschlafenen Frommen, wohl auch manche Schüler desselben sich befinden werden. Wahrheit, verbunden mit Ermahnungen für die Umstehenden, reden durften was von ihnen in würdiger und angemessener Weise geschah. Bei dem Lelchenbegängniß hatten sich aus der Nähe und Für diese füge ich noch bei, daß der Dahingegangene! Ferne Freunde und Verehrer des Frommen eingeein Atter von 88 Jahre» erreicht und über ein halbes Jahrhundert im hiesigen Lande als Rabbiner hochgeachtet war. Im Jahre 188.-, zur Zeit der neuen gesetzlichen Organisation wurde er von der K. Regierung iu Ruhestand versetzt, hat aber dennoch, was die Entscheidung der rituellen Fragen betraf, bis etwa vor 4 Jahren, zur Zeit der Anstellung des hiesigen Nabbmcn, Herrn Haas, diese Funktionen aufs sorgfältigste versehen. Er genoß und verdiente den Aus eines gründlichen Gelehrten im talmudischen Fache, er genoß diesen Ruf in weiteren Kreisen, und hat umfassende Arbeiten in Manuscripten hinterlasse». Noch in den letzten Wochen sprach er den Wunsch aus, es möchte der geeignetste Theil ans denselben nach seinem Ableben zum Drucke befördert werden. Mochte ein Freund dieser Literatur den Wunsch des Verstorbenen verwirklichen helfen! Es sind ja diese Resultate seines emsigen Thoralebens fnnden, um ihn zu seiner letzten Ruhestätte zu begleiten. Von zwei Rednern wurde passend auf ihn, den -,-.'12 der Spruch deS ixb x: ->2-.' 21 '2'X .-122— X2-.VX.1 angewendet. 2^' '1 .;?x 11Z'2V 112 1i;i> '1X1 112V7 Preuße n.' ütus , 2 Juli. Der heutige Staats-Anzeiger enthält die osficielle Mittheilung, daß Se. Majestät der König Allergnädigst geruht haben, dem Ober-Rabbiner Abraham Sutro zu Münster den rothen Adler-Orden vierter Clässe zu verleihen. — Die Ueberreichung des Ordens fand Anfangs der vorigen Woche durch den Hrn. Oberbürgermeister der Stadt Münster, in Gegenwart von Vertretern der dortigen Synagogen-Gemeinde statt. Am Abend desselben Tages wurde dem Hrn. Ober- Nabbiner Sutro von der jüdischen Gemeinde in