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Der Israelit · 1861-07-10 · Heft 28 (10.7.1861) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 28 (10.7.1861)
Date
1861-07-10
Page
– (sequence 8)
Language
German
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fahre. Werden die Ungarn so fortfahren, und nicht! endlich das schreiende Unrecht mittelalterlicher Gesetze! aufheben? — Desth, im Tamus. Auch in unsrer materielle»! Zeit gibt es doch noch schöne, ideale, echt jüdische! Züge. Ich werde Ihnen mit wenigen Wort« ein! derartiges Factum mittheilen und darf mich um so mehr auf die bloße Notiz beschränken, als dieselbe beredter spricht als jede Anpreisung. In Duna Földmar verweilt schon seit längerer Zeit ei» sehr bedeutender Talmudist, welcher jahrelang Rabbiner in Nostop war. Derselbe konnte sich aber dort, als jene kleine arme Gemeinde sich fast ganz auflöste, nicht erhalten und zog als Privatmann nach Duna Földwar, wo derselbe von echten 'pmw rnim» ein Wochengeld von 4 fl. oft. W. echält und zwar wird diese Gabe durch die ehrenvolle Diskretion, mit der sie gereicht wird, erhöht. Ganz besonders ist es den Bemühungen deS höchst verdienstliche» Herr» Oberrabbiner- H. Fischer >daselbst, zu verdanken, daß solch' eine lobenswert^ Wohlthat ermöglicht wurde. j pAu re- Me Krbille äer Väter «sck äer KkHpnmg lies keMgrn Tempels. ,! . (Rach-drm Midrasch.)*) , Das schrecklichste Ereigniß, das Israel wiederholt hat erleben müssen, war geschehen. Gott hatte den Abglanz seiner Majestät von seinem heiligen Hause hinweggenommen, und der Farad war hmeürgedrungen und hatte es zerstört. „Und es rief der allmächtige Gott, der Herr der Heerschaaven, am selbigen Tage zum Weinen und zum WehNazes." (Jes. 22. 12.) Und es sprach der Heilige,! gelobt sei er, zu den Engeln dcS Lichts: kommt, wir wollen geben, ich und ihr, und wollen sehen, was die Feinde mrt meinem Hause gethan habe». Da zog *) Wir gebe» die nachstehende allegorische ErzLchbrrrz m ihrer erhabenen Linfallbeit, ohne «in Wort der? Deutung hinzu» jnsüzrn. Jeder Wort derselben enthalt einen -tiefen Sinn und di« kruchrbrivZrndpen Gcdankrn. Davon vielleicht rin arckreS Mal. er HL», Gott und die Engel, und Zirmija vor ihm her. Da sprach der Heilige, gelobt sei er: Wahrlich^ das ist mein Haus und daS ist meine Ruhestätte — die Feinde sind damit verfahre» nach ihrem Willen. Wehe, ob meines HaufeS! Meine Kinder, wo seid ihr? meine Priester, wo seid ihr? meine Freunde, wo seid ihr? WaS soll ich euch thun, ich habe euch gewarnt und ihr seid nicht zurückgekehrt zu mir. Und Gott sprach zu Jirmija: Ich gleiche heute einem Manne, der einen einzigen Sohn hatte. Die Hochzeitsseier ist bereitet und der Sohn stirbt während der Hochzeit — und du fühlst keinen Schmerz, nicht um de» trauernden Vater, nicht um den verlorene» Sohn? Gehe, rufe Abraham, Jizchak, Jakobund Moscheh ans ihren Gräbern; die verstehen zu weinen." „Herr der Welt, spricht Jirmija, nicht weist ich das Grab Moscheh's zu finden * „Geh, spricht Gott, stelle dich an das Ufer des JardeuS und rufe: Sohr: Amrams, Sohn Amrams, stehe aus und sich* deine Heerde 7— der Feind verschlingt sie!" Alsogleich eilte Jirmija an die Höhle Machpekah und sprach zu den Baker» der Welt: ^Steht auf, die Zeit ist da, da ihr verlangt werdet zu erscheine» vor dem Heiligen, gelobt sei er!" Und sie sprachen: „wchhalb^ Er aber Mach : ^ch Heiß nicht," den» er 1 fürchtete, sie würden sprechen: „In Hei«e» Ä»N» ist es unser» hindern also ergangen." Und er eilte fort an das! Ufer des Jardeus und ries: „Sohn Amrams, Sohn Amrams, die Zeit ist da, da du erscheinen sollst vor dem Heilige», gelobt sei er." »Warum gerade heute?" fragt Moscheh erstaunt. „Ich weiß eS nichtantwortet Jirmija auch ihm; da laßt ihn Moscheh und eilt zu de». Esge!s, die er noch kannte von der Zeit der Gesetzgebang her. „Ihr höchsten Diener, spn'cht er zu ihnen, wißt ihr nicht, warum ich heute vorgefordert «erde vor den Heiligm, gelobt sei er?" „Du weißt nW, entgegnen die Engel, daß daS Heiligthum zerstört und Israel vertriebe» ist?" Ta beginnt Moscheh zu weinen und Hu wehklagen, bis er die Vater mttrifst ruck alsogleich zerreißen auch sie ihre Kleider und schlagen die Hände zusammen und weinen und wehklagen; gemeinsam ziehe» sie zum Heiligthum und umziehen die Brandstätte von einem Thore zum andern, wie ein Mensch, vor dem der tiefbe- UagZe Lodte liegt.— (Hierbei eis» Nett«-« )

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