Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1861-07-10 · Heft 28 (10.7.1861) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 28 (10.7.1861)
Date
1861-07-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2446951-2446984-2447012--00785-2455989
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

241 nämlich als Berichterstatter der bayrischen Kammer der Ncichsrathe: ^Bezüglich der Klagen über die Unlust der Israeliten zum Ackerbau und Handwerk will ich auf eine Gemeinde im Landgericht Werneck verweisen, wo mehr als die Halste des Gesammtgrundbesitzcs Israeliten gehört, die ihn auch mit eignen Händen cnltiviren; einzelnen Israeliten aber zumuthen, Ackerbau unter unfern Bauern zu treiben, ist eine Idee, die gewiß Jedem, der die Natur unserer Bauern kennt, entschieden abenteuerlich erscheinen muß." - Diese Worte erklären cs gleichzeitig, w.chhalb der wohlgemeinte aber viel zu schwache Verbuch Lir Kloses Zlonteüore's mit einem kleinen ländlichen Grundstücke nahe bei Jaffa keine glänzenderen Resultate erzielte. Aber nicht nur in Oesterreich, Bayern, Rußland und Amerika beschäftigen sich Israeliten mit Ackerbau, auf welchen die Mosaische und Tälmudische Gesetzgebung vielfach hinweist , sondern auch unsere Brüder üst heftigen Lande, sehnen sich danach, ' ihn betreiben zu Hünen. Ich exhielt urüängst durch ein' ehrenwertes Mitglied unseres -Vereins die Mittheiilsng aus Erfand,, daß Herr'l)^Levy^ früher der Begleiter HlovLesioxe s einige hundert Briese aus Palästina besitze, «in welchen ganz srdmme und rüstige Leute Pr sich und die Ihrigen inständig um Land bitten und darzuthun streben^ daß sie genügende Kenntnis; dex Landwirtschaft hahen. Letzteres ist leicht Erklärlich, da ich fMisch «eiß^daß in einem Dorfe! bei Safeth von Äraeji^eir Landbau mit gutem Ersolge öetricben wfrd. Bo^ einigen Wochen erhielt ich selbst'einen; Brief direkt aus Jaffa, mit zahlreichen Naniestsunterschristcn und dem sinnigen großen Siegel cirsts ddrt in's Leben-getretenen Zweig,Vereins.' Das Siegel führt erncy in pv mit Attri- Ibuten! der Lstndimrthschaft . sind den! Inschriften 11-P' 71212 2'P1N71 sowie 2'Z2 7121 212 .12 171' 22 L'rirr 712^ und der Jahreszahl 'iii'71 drr. Der Leiter dieses Zweigvereins ist durch Hrn.Dr. Neuman, Director des Nothschild'schen Hospitals bestens empfohlen, auch dem Unterzeichneten persönlich vprthcilhast bekannt. Diese guten Leute bitten ihre Binder in Europa um balvige Unterstützung zum Ankäufe von Land, AckergerLth, Viehstand und Saat, damit sie wo möglich schon in einigen Monaten anfangen können. Ans dem bisher Gesagte» geht zur Genüge hervor, daß es an dem guten Willen der Bewohner Palastura's nicht fehlt, möge eS nur an unserem guten Willen nicht fehlen! und mögen einstußreiche Männer, wie Herr De. N. Adler und Herr 1)r. Sachs (von dein wir noch ohne Antwort sind) sich ihrer Stellung auch dieser Frage gegenüber würdig zeigen, welche so viele rvL2 in sich vereinigt, am wirksamsten der Noth unserer Brüder in Palästina abhilst und für die Zukunft deS jüdischen Volkes von größter Bedeutung ist. . . -Aber auch andere wahrhaft fromme Männer mögen sich beeilen, dieses in jeder Hinsicht gute Vorhaben zu fördern. Jeder der drei folgenden Leiter deS Vereins ist befugt und berechtigt, Gelder jeder Höhe gegen gedruckte Vereinsqniltung anzunehmen: Herr Vanquier Moritz Mende, Herr Fabrikbesitzer M. Lewy und der Unterzeichnete. Auch der geehrte Herr Redakteur dieser Zeitung ist zur Annahme von Geldern für unfern Verein befugt. Zur Stimme in der.Generalversammlung istein Beitrag von mindestens 2 Thlr. jährl. oder ein Geschenk von 10 Thlr. erforderlich^ Alljährlich stvird den. MitgNedein! Los Vereins, ajrch den Ehrenmitgliedern^ Nechnurzg gelegt. Nähere Auskunft! er theist! sehr gern das! geschästsführen^ Mitglied des Direktoriums Öest^rreichisch er, Kaiser staats! Lemberg, Juli. Vom! Hamwasser. Legali- Ziew sind bereits 3 Nummern erschienest; der reiche Inhalt desselben entspricht vollkommen dem im Programm Versprochene». Auch zu erster deutschen Zeitung mit hebräischen Lettern: „Der galizische BoHredigirt von ' David Papp oport ist^ ein Programm erschienen-; du selbe wird sich, vorwiegend auf dem Felde der Politik bewegen.! Pesth, 27. Juni. An die Erlaucr Comitats- Commisston kam aus der Stadt Matlar die Anfrage, ob die Juden nach dem ungarischen constitutioncllen Gesetz Urbarialgninde kaufen dürfen, denn es liege ein Fall vor, wo ein solcher Kauf beabsichtigt wird. Nach einer längeren Debatte j,ro und contra wurde beschlossen, dem betreffenden Stuhlrichter Auftrag zu geben, daß er nach dem Wortlaut des Gesetzes ver- " N:

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.