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Der Israelit · 1861-07-03 · Heft 27 (3.7.1861) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 27 (3.7.1861)
Date
1861-07-03
Page
– (sequence 9)
Language
German
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33! hat. klxemps» surrt ockios.i. Das Bcz. - Nabbinat des H. S. besteht aus einem Conglomerat von kleinen Gemeinden, die in ihren religiösen Ansichten weit auseinander gehen. Geleitet von dem Princip, „Achtung gegen das Publikum" gibt H. S. sehr großmüthig der Gemeinde L. — ivaS der Gemeinde ist. Beiläufig gesagt, äußert die Gemeinde L. ihren religiösen Geschmack und souveränen Willen zum arößern Theile mehr durch ihre gastronomischen Hebungen in dein nichljüdischen Gasthause, als in dem gegenübcrstehenden, die ganze Woche außer 22^ gesperrten, kleinen Tempelchen. Aber die eine halbe Stunde entfernte, von religiösen Gesinnungen getragene Gemeinde „Lütrüny," die mit ihrer Umgebung an Zahl und Wichtigkeit die Hauptgemeinde überragt — die gehört nicht zu dem achtungberechtigten Publikum. — Wie hat doch der Herr Rabbiner im Vereine mit der Hauptgemcinde, die Gemeinde m L«'»träny gehetzt — verklagt, ihre Schule behördlich sperren und abermals sperren lassen! Weiler klagt H. S. die Neuorthodorie an, ne verschulde die durch die Menge der gemachten ^22? -2 gestörte andächtige Stimmung — wie so? bleibt H. S. zu beweisen schuldig. Endlich rust H. S. pathetisch und immer denuncirend aus: „Was dem Publikum gefällt und im Geiste des SchulHan Aruch geschiehst, O. CH. 147. ALcreth Stckeuirn, die Ehrenbeglcituug der Thora beim Ein- und Ausheben, das regardirt man nicht; was dem Publ. zusagt und in Talmud und Sch. A. (Mas. Sofrim t4. t4. O. Chajim 1Al) basirt, das Emporhebcn Lcr Tbora mit dem üblichen „Wwß Hatora" vor dem Abteien der Thora, dem trägt man keine Rechnung, weil ein unschuldiges 55.251 des Nema im Wege ist." Bester, nur einen Augenblick noch Geduld, dann lasse ich Sie sür immer auf Ihren Lorbeeren ausruhen; nie, ich betheucre es, soll auch nur ein leises Wörtchen von mir. Sie aus Ihrer wohl verdienten Ruhe stören. Ich will Sie nur bitten, die eben von Ihnen zitirte Stelle des Atereth Sekemm noch einmal zu lesen, dort finden sie ja eben den ganzen Jammer des von Ihnen so tief beklagten Brauches, .22122 2x2 erst nach dem Lesen der Thora zu sagen: es sind auch nur so ganz „unschuldige" zwei Pr-cl Zeilen. Laß die Herren so erpicht ünd "'22 r-di - rar dem Leien aus der Thora LVe'.Zage zu sagen zu lassen, ist doch komisch; sie sehen nicht ein, daß '"2 sür Lm-ieo 5252 und das unschuldige 15255 des re'v2 für 5252, also auch sür unfern NiluS. maßgebend sei, und daß darum die Liturgie sich selbst für diesen vereinzelten Fall beziehungsweise ganz anders heransgebildet habe, sie könnten freilich in jedem 5.2:22 2122 einsehen und bei einigem Nachdenken sehr gut herauSsinden, daß die sonstigen liturgischen Bestimmungen beibehalten 2U52L'X 52522 und 22122 2X'2P 22'p 22252 zu veranlassen, ein Unsinn sei; doch auch daran ist rckO2 „ganz unschuldig," sie wollen einmal die 2212 ausheben bevor sie aus derselben lesen. H. S. schließt „im Geiste seiner russischen Broschüre" mit einer Stelle die „richtig für. Staat, Religion und Haus." „„Wer einen erwachsenen Sohn verletzt, den lege man in Bann"" u. s. w. Diese Notiz ge-! hört, wenn es nöthig sein sollte, für Ihren gelehrten und orthodoxen Vater — die pnblicistische Kritik hat andere Normen; aus Achtung gegen daS Publikum muß sie dem Irrthum offen entgegen treten und zwar je anmaßender der Jrrthum und die Beschränktheit sich gebordet, wie schwer es ihm auch fällt — um so entschiedener. Einer, der das Publikum achtet FeuitlsLo». KeM'r JereMtk *). l/.Vach dem Midrasch.) (Schluß.) Allmählich jedoch saßt sich R- Naphtali; er hat nicht umsonst 70 Jahre lang ein Leben der Tugend und Gottesfurcht gelebt. „Herr, mein Gott, spricht er, nut vor Thränen erstickter Stimme, du hast eS so gewollt. Du hast von mir ein Opfer verlangt wie von Abraham, unsrem Vater. Ta hast's gcgeben, du hast's genommen, dein Name sei gepriesen ewiglich!" Anm. der Aed. Die geehrten, neu einzetretenen Abonnenten »suchen wir durch Pcsr oder BuchbandUmg die Ar. 1.'6, die den Ansanz dieser srzähiung enthält, sordern zu lassen; dieselbe wird ihnen dann unentgeltlich zugrl.tcllt werden. ü? deS Israeli t).

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