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Der Israelit · 1861-06-26 · Heft 26 (26.6.1861) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 26 (26.6.1861)
Date
1861-06-26
Page
– (sequence 9)
Language
German
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319 zu werteren Spenden anzuseuern, welche, wie Sie, geehrter Herr Consul, leicht ermessen können, noch in großem Maaße nöthig sind, wenn das Unternehmen seinem Zwecke entsprechen soll. 6s werden die eingehenden Gaben wöchentlich in einer deutschen Zeitung (der Israelit) veröffentlicht und lind wir dem Publikum gegenüber ebenso zur dctaillirlen Ausgabe, wie und aus welche Weise die Gelder verwendet wurden, verpflichtet; mir bedürfen aber zu diesem Ende, wie mir bereits Ihnen auscinanderzusetzen uns erlaubten, nothwendigcrweisc einer spccisicirten Aufgabe der Verwendung der nach Jerusalem gesandten Betrage, webhalb mir uns die Freiheit nehmen, Sie sreundlichst, aber recht angelegentlich um eine solche über die 25000 Piaster zu bitten; wir hegen die feste Ueberzeugung, daß deren Veröffentlichung für Biele ein Sporn zn neuen Gaben sein wird und werden Sie deßhalb gewiß unsre Bitte, sowie die Ihnen dadurch zu verursachende Mühe verzeihen. - Ihrem gütigen Nath am Schluffe Ihres geachteten Schreibens, weitere Geldbeträge dorthin gelangen zu lassen, damit die Arbeiten ungestörten Fortgang nehmen können, freut es uns durch inzwischen Ans für das Unternehmen cingegangene Zusendungen entsprechen zu können, und stellen mir Ihnen daher neuerdings bei den Herren Jacob Valero L Cie. dort die Summe von: Piaster 25000, sage Fünfundzwanzigtausend türk. Piaster zur Verfügung; wir unterrichten genannte Herren mit dieser Post davon und bitten Sie, bei Erhebung je nach dem Bedürfnisse des Baues, die betr. Quittung, wie die vorige, auch von den übrigen Mitgliedern des dortigen Comit«?s mituntcrzeichnen zu lassen. Indem wir Ihne» schließlich nochmals unfern aufrichtigen Dank für Ihr dein Unternehmen bezeigtes Wohlwollen aussprechen, bitten wir Sie die Versicherung unsrer ausgezeichneten Hochachtung zn genehmigen. Pckidim und Amarkelim der isr. Gemeinden im gelobten Lande, residirend zu Amsterdam. (w. g) I S. Cohen Lob. M. B. Rubens. IM. Goldschmidtson. -! C. H. Bing. (Beilage zu Nro. Die erwähnten 25000 Piaster (circa 2500 fl. rh.) bestehen aus folgenden, dem Comite in Amsterdam eingesandtcn Beitragen : 1100 fl. vom Comite in Frankfurt a. M., 750 fl. von der Neda ction desJsraelit, 300 fl. von Ploni Almoni in Frankfurt a. M. und anderen einzeln eingegangenen kleineren Beiträgen. Hierbei bemerken wir, daß uns neulich von unbekannter Hand von Madrid aus 25 fl. zu dem in Rede stehenden Zwecke eingesandt wurden, von Madrid, der Hauptstadt Spaniens, zur Gründung jüdischer Armenwohnungen in Jerusalem! (Tse Nedaction hat bereits wiederum, da sich gerade Gelegenheit zur kostenfreien Uebersendung bot, 170 fl. dem löbl. Comitä in Amsterdam zur Weiterbeförderung nach Jerusalem zugehen lassen, so daß die von uns gesammelten und bereits überwiesenen Spenden nunmehr die Höhe von 2000 fl. erreicht haben.) Feuilleton. Kexlrer HereMLK. (Nach dem Midrasch.) . Soeben wird die Schule geschloffen; jubelnd entströmt die frohe Kinderschaar den Räumen des Schulhauscs, um der ungern entbehrten Freiheit wieder zu genießen und den kräftigen Appetit zu befriedigen, dessen sich die Kleinen immer, aber namentlich nach den geschloffenen Schulstunden erfreuen. Noch ist der Schulhof nicht verlassen, da gewahren sie an der Pforte einen alten, ehrwürdig aüssehenden Herrn. „Nabbi Naphtali, Nabbi Naphtali!" jauchzen da einige fünfzig Helle Kinderstimmen, und alsobald ist der Greis umringt. Er scheint nicht selten die Kinder hier zu erwarten, denn begehrnngSvoll hasten sich die Augen der muntern Kleinen an seine Taschen. Nabbi Naphtali wehrt vergebens, die ihn bestürmenden Lieblinge voll sich ab; kaum gelingt es Hm, einige Fragen an sie zu richten. Die werden dann hastig beantwortet; durch einander schreiend will der Eine früher von dem Gelernten berichten als der Andere. Der weiß einen Bibelvers mit einer wundervollen Deutung, die er soeben vom 2<r des Israelit).

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