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Der Israelit · 1861-06-26 · Heft 26 (26.6.1861) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 26 (26.6.1861)
Date
1861-06-26
Page
– (sequence 8)
Language
German
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318 pitalsbelrage in oprocentigen Obligationen im Nommalwerthe ausgcschieden und sofort der Verwendung für israelitische Schulzwccke zurückgegeben und von der bisherigen Forderung der Gymnasial-- und philosophischen Studien für die Rabbinats-bandidaten in Galizien abgestanden und sich mit dem Beweise der Bildung, welche das Unter-Gymnasium bieget, begnügt werde. Preßb^rg, im Thamus. Leider ist unser hochverehrter > Herr Öberrabbiner von seinen-körperlichen Leiden noch nicht der Art befreit, daß er nicht wicdcnmr genothigt wäre, aus längere Zeit die Bäder zu besuchen. Während seiner Abwesenheit wird Herr R. Michael Schlesinger die Vorträge an unsrer Nabbinerschule halten. G. B. Agram. In Ungarn werden jetzt die im letzten Dezennium eingesührten Gesetze wenig beachtet. Dieses Loos trifft nun auch die mit dem allgemeinen bürgerlichen, Gesetzbuchc eingesührten Ehegesetze. Hieraus können aber leicht große Fehler entstehen. Hiervon ein Beispiel: ' Hier kapp ein Sciteustück zu der bekannten Pesthcr HeirathSgeschichte vor. Eine Witiwe'-wollte nämlich den Schwestersohn ihres verstorbenen Gälten hcirathen. 'Natürlich wurde sie vom Nabbinake zurückgewiesen. Diese Brautleute halten aber ihre Verwandtschaft für kein Ehehinderniß, weil sie es in der nicht finden, und beabsichtigen ihr? Glück bei einem andern Nabbinen zu versuchen, dem ihre Verwandtschaft unbekannt sein dürste. Wird nun dieser keinen Ausgcbotsschein verlangen, so wird er eine verbotene Ehe sanctioniren und also, PN22 nup '-.' sein! Darum wird die geehrte Nedaction dieser Blätter ersucht, die Nabbinen aufmerksam zu machen, haß sie keine Trauung ohne Ausgcbolschcin vollziehen mögend in welchem aber die Klausel nicht fehlen darf: „daß kein Ehehinderniß obrvallet." i , HallaS, am Nemnondstage Thamus. Der heutige Tag ist für!! unsre Gemeinde ein hoher Festtag; heute wurde nämlich unsre prachtvolle, neucrbaute Synagoge eingcweiht. Wenn schon das Bewußtsein jedes Einzelnen, zu diesem Prachtbau bas Eeinige beigetragen zu haben, für alle Gemeindender erhebend war, so wurde dasselbe noch dadurch erhöht, daß bei Erbauung dieses wahrhaften Gotteshauses keinerlei Reform Platz greifen durfte, daß der Almemmor in der Mitte prangt und die Franengallerie so eingerichtet ist, wie es das Nekigionsgesetz erheischt. Den Höhepunkt der Feier bildete die Festrede unsres allverehrtcn Herrn Rabbiners S n ßma nn, anlehnend an die Worte: '>n r'Lü 2'dM2, 7rr-2" 1^:222 -,'7.-x 722 7:2 2PP'1 22"2X 22 rzx s272 -"X 722 .-.2 (Ialkut.) .277x7 L'2'P1 2-P27O „Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel! Wie Bäche in steten: Laufe nur in ihren, vom Schöpfer gegrabenen Betten vorwärts eilen, so sollen auch Abrahams Kinder auf der alten, vom großen Meister des Weltalls vorgezeichneten Bahn, auf den: Pfade der mosaischen Religion, sich fortbewegen." Hallas ist eine durch Wohlhabenheit und Intelligenz sich auszeichuende Gemeinde; ebendarum ist es doppelt erfreulich, sie der nnversäl'chten väterlichen Religion treu bleiben zu sehe::. Möge ihr das nenerbaute Gotteshaus zu einem wahrhaften 2x2 VNP22 rv2 werden. Joar' im Vogel. Holland. Amft/vdr?nr, 6. Juni. Wir er suchen Sie, unser Antwortschreiben an den Herrn Anglist Lenk von Wolfsberg, k. k. öftere. General Eonsul in Jerusalem, in Ihrem geschätzten Blatte zu ne'. öffentlichen : Hochgeehrtester Herr Gcneral-Eousnl! Ihre gcehrre Zuschritt vom 15». April d I. ist uns richtig geworden und haben wir daraus gern den Empfang der Ihnen behufs Anschaffung von Baumaterialien?». überwiesenen L5«>W türkischen Piastern ersehen. Für Ihre angelegentliche Fürsorge in Betreff des Fortgangs des Baues, der Uebcrwachung der Arbeitsleute u. s. w. sowie für den uns darüber freundlichst erstatteten Bericht sagen wir Ihnen unfern besten Dank und bitten Sie sehr, dem so wohlthätigen Unternehmen auch ferner Ihre, dasselbe so fördernde Sorgfalt angedeihcn zu lassen. Die uns mitgctheilten günstigen Umstände bei! der Aufführung des Baues werden wir uns erlau- ' den der Oeffentlichkeit zu übergeben um daZ Publikum (Hierbei eine Beilage.) ' - '

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