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Der Israelit · 1861-06-26 · Heft 26 (26.6.1861) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 26 (26.6.1861)
Date
1861-06-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
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314 Deutung der Erzählung im kV. B. M. cap. 17, v. 11. > Im ersten Capitel Wrt der Vers. in gründlicher und überzeugender Weise aus, wie groß die Sunde, wenn , wir unfern Gottesdienst nach dem Muster fremder Eulte einrichten; er rechnet heraus, daß ein solcher Nachahmer s Verbote und 3 Gebote Übertritt. Er tritt auch mit schlagenden Gründen jenen Behauptungen gegenüber, daß die in unserer Zeit modern gewordenen Reformen, nicht aus Nachahmung fremder Eulte geschahen. Wie käme es denn, fragt er, daß wenn einzig Mangel au Raunt den Almemmor verdrängt hätte, diese Verdrängung erst seit 40 Jahren beliebt worden? Es ist wohl auch ehedem vorgekommen, daß hier und da der Raum einer Synagoge zu enge; geworden, ist es aber Jemandem eingefallen, den Almemmor deshalb zu verdrängen?— d Der Räum dieser Blätter gestattet uns nicht, den reichen Inhalt des gesammten Werkes auch nur andeutungsweise mitzutheilen; es genüge, darauf aufmerksam gemacht zu haben. Jeder der hebräischen Sprache Kundige wird reichen Genuß und reiche Belehrung darin finden. Wir haben uns schon lauge vorgesetzt, wenn Zeit und Raum cs erlauben, die Tagcsfragen : Orgel, deutsche Gebete rc. ausführlich zu besprechen und werden dabei auf das vorliegende Werk zurücktomjnen. Gehen wir nun zu dem andern über. Einige im Mecholath Hamachanajim besprochene! Punkte haben, wie sich das erwarten ließ, von neo-! auch schwer verdaulich sein werden. Herr vr. M. glaubte, einige rnx'no in den Poßkim gefunden zn haben, die einigen Reformen (scheinbar) das Wort reden. Der Verfasser weist ihm nun überzeugend (ja, schlagend, denn es fallen nicht wenig Schläge dabei aus Herrn Meisels Haupt) nach, daß er die bereiten Stellen total mißverstanden. Da Herr M. es gewagt hatte, die orthodoxen Nabbmen, die sich den Reformen widersetzen, als Unruhstifter und Volksaufwiegler anzuklagen, so ist die Härte des Versagers vollkommen gerechtfertigt. Sehr ergötzlich ist, wie derselbe zuerst De. M. des todeswürdigen Verbrechens eines '122 bezüchtigt, um ihn nachher in Schutz zu nehmen; nachdem er nämlich die Schülerhastigkeit des Gegners nachgewiesen, ergibt es sich, daß dieser nur ein Talmid Mamre, und ein solcher ist ja nicht des Todes schuldig. Wir bezweifeln, daß sich Herr M. einem so gewichtigen Gegner gegenüber wieder auf das halachische Gebiet Mgen wird. Beiden Werken wünschen wir die größte Verbreitung; das letztgenannte ist für 50 kr. 0. W. (7*/i Sgr. oder 26 kr. rh.) vom Verfasser zu beziehen. ."ur Mricktigimg. Im „Ersten Bericht rc." heißt es: „Es ist keineswegs zu leugnen, daß es dergleichen Talmudisten logischer Seite aus Widerspruch gesunden. Herr! gibt, (d. h. Talmudisten die mit Verachtung aus die vr. Meisel, Oberrabbiner zu Pesth, Nedacteur! Resultate anderer Wissenschaften herabsehen nnd sie einer Wochenschrift, Karmel genannt, die, wenn wir - als unnütz von sich zurückweisen), dies ist aber noch nicht irren, seitdem eingegangen oder mit einer an- ' kein Beweis, daß das Talmud-Studium daran dem Zeitschrift verschmolzen ist (uns ist nicht eine! Schuld habe; lernen ja auf dem Gymnasium alle einzige Nummer derselben zu Gesicht gekommen), hat Schüler Mathematik, und nur sehr wenige haben es gewagt, andrer Meinung zu sein als der ihm bei weitem überlegene Verfasser und hat in äußerst; schülerhafter Weise eine durchaus mißrathene Wider¬ Idee von dieser Wissenschaft." Die Ausführung des Vergleiches ist dem Leser überlassen worden, weil er unzweideutig ist. Wer jedoch noch im Zweifel ist. legung versucht^? In unerschrockener Weise fordert! was er aus der angeführten Stelle zu folgern habe, ihn nun der Verfasser zum Zweikampfe heraus, er! dem sei mit Folgendem Ausschluß gegeben: „Wie setzt dem „Karmel" einen Tabor gegenüber, und er schont seinen Gegner nicht; Herr l)r. Meisel bedas Gymnasium den mathematischen Unterricht Alle» ertheilt. und doch nicht Alle Mathematik lernen. kömmt einige Pillen zu verschlucken, die nicht allein w lehrt der Talmud alle anderen Wissenschaften ach äußerst bitter geschmeckt haben müssen, sondern die ten und schätzen, aber nicht alle Talmudisten Ihne»

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