Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 26 (26.6.1861)
- Date
- 1861-06-26
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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315 es." Dies der Peschat; den Derasch überlassen wir Andern. Was das Seciren betrifft so habe ich weder an Chulliu 4 D, noch an 21'^.ix 1, 3. gedacht, sondern an die Stelle, in welcher vom Seciren wirklich die Rede ist; nämlich 211122 45, 1. In Betreff des Schulvlans muss bemerkt werden, dass in diesem Semester für die I. Kl. die Gemarastunden um 2 St. vernlehrt worden sind, ohne den andern Gegenständen Etwas zu entziehen; dasselbe ist in der II. Kl. geschehen. De. Frikdländer. Vir erhalten über den beregten Gegenstand noch folgende Zuschrift: Krotoschin, Mitte Juni. ' In No. 21 d. Bl. citirt ein Recensent, Hr. S., ans einem Berichte des Hrn. Dr. Fricdlander in Berlin über die dortige Talmudschule nachstehende Stelle: „Der Talmud liefert uns ans dem Alterthumc wohl das einzige Beispiel, dass ein menschlicher Körper einzig um der Wissenschaft willen secirt wurde." Hr. S. rügt diesen Ausspruch, da es nach dem jüdischen Neligionsgesetze nicht gestattet sei, einen menschlichen Körper lediglich zu wissenschaftlichen Zwecken zu seciren, und schließt mit den Worten: „Wenn der Verf. gesagt hatte, dass im Talmud sich schon eine Stelle finde, die auf das Seciren hindente, so wäre er im Rechte gewesen, die Handhabung des Secirens aber dem Talmud zu vindiciren. ist unrichtig." Mit Recht bemerken Sie, Herr Aedacteur, hierzu, das; der Verf. wohl 2'2X2 .12 1X-21. Es lässt sich das ganz einfach erklären. Die Untersuchungen der Talmudjünger wurden keineswegs zu dein Zwecke unternommen, um die von den Lehrern überkommenen Traditionen einer subjectiven Prüfung zu unterziehen, vielmehr stand ihnen die Richtigkeit derselben fest und über allen Zweifel erhaben, nur trieb sie der Wissensdrang und die Liebe zur Gotteslehre an, die in der Regel bloß allgemein gehaltenen, aus Specialitäten nicht immer eingehenden, zuweilen auch nicht bestimmt genug vorgetragenen Aussprüche der Tradition genauer und in allen ihren Details kennen zu lernen, um sonach ihre Vorträge besser präcisiren zu können. Man vergleiche z. B. die Untersuchungen Mar Samuel's zu den an der Mischnah Nidda 47a vorgetragenen Traditionen. Von dieser Art sind nun auch die anatomischen Untersuchungen der 7x>22" 'i'272> Die Mischnah Ahalot 4, 8. , gibt zwar die Zahl der im menschlichen Körper, ja der in jedem einzelnen Körpert!) eile befindlichen 2'^2x an, jedoch werden diese selbst nicht genauer . bezeichnet oder beschrieben , so daß eS möglich wäre, eine scharf begrenzte Definition derselben zu geben. ' Diesem Mangel sollte nur die gedachte Section abhelfe»;: da diese aber wider Erwarten ein der überkommenen Lehre widersprechendes Resultat zu liefern! schien (2":i statt 2'i2x .i"2i), so erbaten sie sich . von ihren; Lehrer hierüber Auskunft, die er ihnen ' auch auf's Bereitwilligste gab: ,ix?x2 X2L? 2.i> ivx ' 'w 22pi2- — Bemerkt muss noch werden, daß diese! Talmudstclle mit Nichten den in i"'i x)")2 '2"2 'ivri '"i ''2 aufgestellten p22 irgendwie alterirt, da es nicht die von Hrn. S. vermnthete Stelle gemeint, vielmehr auf die Mischnah .iir.ix 1, 8. zu recurriren scheint, woraus die genaueste anatomische Kenntniß des menschlichen Körpers bervorleuchtct. Sie bemerken ferner, daß indeß auch dies für den Vers, nichts beweise, da cs nicht »orvoh! das Secirmesser als vielmehr die Tradition ist, der besagte Mischnah ihre Kenntniß verdankt. Allein ich glaube aus einer andern Talmudstelle entnehmen zu könne»», dass auch die Handhabung des Secirens menschlicher Körper zu halachisch-wisscnschaftlichen Zwecken den Talmudlehrern nicht fremd war. So lesen »vir i 21122 45a): 'n.i' '1 -,2x -P12 ''2 IP'72'L' 7X>'2»?' '2"> "2 1'12!?22 .1VP2 7X12^ sich dort um die Frage handelt, ob die Obdnction eines 122 7xi^' zu therapeutischen Zwecken gestattet sei, während in» Talmud von einer .i2"2MV.inx -^27 .i^'i^ u»»d muthmaßlich von einer 2"2ip die Rede ist. Durch diese Auffassung erklärt sich auch, was sonst auffällig wäre, warum iwx '"212 px).i ''7 c^x x7 ri 72 der Stelle in 21122 mit . keiner Silbe erwähnt, warum er name»»rl»ch, wo er am Schl»»sse seines Gutachtens a»»f die Anatomie unserer Zeit zu reden kommt, 2'L".p ^'x 2121x1 'xvii ib'?x» e'p 221112 2X '2 22 210 212L1 N22N2 p.'vr '12 22^2, »»icht diese Gelegenheit benutzt, um ein im Alterthnme ähnliches Verfahren auch bei ^>xill" 'M nachzuweisen; 'x.12 7"? px^.ib ''22'222^xi 121b prvi