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Der Israelit · 1861-06-19 · Heft 25 (19.6.1861) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 25 (19.6.1861)
Date
1861-06-19
Page
– (sequence 8)
Language
German
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30k Verbrechens darüber machten, wie es möglich sei, daß rin Frankfurter, der doch von der eisernen Consequenz und der so strengen Uneigennützigkeit Hirsch's auf's innigste überzeugt sein müsse, solche Worte, wie die im „B. CH." No. 7, in die Welt hinein schreiben könne; ja, zufolge der nachträglichen Bemerkung der pfiffigen Redaktion, daß ihr jener Artikel von achtbarer Seite mit vier Unterschriften versehen aus Frankfurt zugekommen, und daß sie ermächtigt sei, sobald etwa das darin gesagte irgendwie in Abrede gestellt werde, was jedoch bis jetzt (aus leicht zu begreifenden Gründen) nicht geschehen sei, die Namen zu veröffentlichen — sich beeilten, Alles, theils als aus der Lust gegriffene Erfindung, theils als Verzerrung und Entstellung des Tatsächlichen zu bezeichnen, um nun allen Ernstes die erwarteten 4 Wundermanner kennen zu lernen! Da wir hier mit den Verhältnissen besser vertraute sind, so wollen wir der U^erfahrenheit der Frankfurter zu Hilfe kommen. Der Vers, jenes Artikels ist kein »anderer als Herr L^w in Szegedin, der sich das Materiale von einem durchreisenden Bettler geben ließ, und s nun vop dem eitelsten Stolze! durchweht ist, daß ihm wieder einmal etwas so meisterlich gelungen sei*).; i I. S. aus T. Lemberg, 5. Juni. Am Samstag findet zum Anm. der Red. Lprirn wir auch die Bormuthunz des Herrn Eorrrspondentm nickt thrssrn können, da jenes elende Machwerk in No. 7 des ,B. Eh.^ zu sehr das Gepräge des Fs.'r Ursprungs trug, so können wir dock nickt umhin, es hier auszüsprecktn, daß das Gebühren des Herrn Löw in der belegten Angelegenheit an Schamlosigkeit Alles überragt, was uns jemals vorgekommrn. Es wird ein lügenhafter Echandartikei sabricirt; da derselbe mit Entrüstung zurückgewlesen wird, so erklärt Herr Löw, er werde! ^le l Einsender orrvffrntNchrn, wenn ihm widersprechen (mo!) werden würde. Herr R ap p aus Ff. läßt sich dadurch verleiten, denselben in einer Beilage zum B. 6h. selbst eingänglich zu widerlegen. Jetzt erklärt Herr Löw noch einmal, er werde die Namen veröffentlichen und damit ist die Sache abgetban; ja, Herr Löw ist noch so naiv, im «Frankfurter Journals daraus aufmerksam zu machen, daß jcnrs Lügengewebe Aufsehen!rrregt hobe^ Auf welcher Stufe der Sittlichkeit müssen dir Männer stehen, die mit solch einem Blatte sich identificirr» und als Mitarbeiter oder sonstwie dabei thätig sei» können! Und wie gmngsckötzig muß Herr Löw von seinem Hublicum denken, da er Solches ihm gegenüber wagt. Es scheint, er fürchtet sich ebensowenig vor den Menschen wie vor — 'Gott. — Andenken Lelewel's im jüdischen Tempel ein Trauergottesdienst statt. Die Juden sind ihm besonders verpflichtet, weil er 1859, als die Judcnsrage in sehr gehässiger Weise von einigen polnischen Journalen verhandelt wurde, in seiner berühmten Epistel an Merzbach auf daS beredteste ihre Sache vertheidigte. — Lemberg. Mit dem 12. Juni d. I. wird hier unter der Redaktion des Herrn M. I. MenkeS eine hebräische Zeitung mit deutscher Übertragung in jüdisch-deutschen Lettern unter dem Namen „Hamwasser l'Galizien" erscheinen. DaS Programm desselben verspricht ein reichhaltiges zn werden. M. Thereffopk, 3. Juni. Unsre Gemeinde ist so glücklich, in der Person des Herrn M. L. KutLna, bisher Rabbiner in Zenta in der Woiwodine, der auch in diesen Blättern bereits vielfach genannt worden, einen tüchtigen, wissenschaftlich gebildeten und gesetzestreuen Rabbinen erworben zn Haben. Derselbe wird am 17. Juli sein neues Amt antreten; eS erwartet ihn hier ein segensreicher Wirkungskreis, und das Vertrauen, das ihm hier entgegengetragen wird, konnte durch gegnerische Bestrebungen nicht geschwächt werden. . n. Großbritannien. London, 7. Juni. Aus einem der reizendsten Punkte in der Nahe der Hauptstadt wurde gestern durch Sir Anthany Rothschild der Grundstein zu einem Erziehungs-Institut für israelitische Kinder gelegt. Grund und Boden war von einem Gemeindemitglied geschenkt worden, und die Kosten des Baues und der Einrichtung, die aus 25,OW Sterl. veranschlagt wurden, werden durch freiwillige Beiträge gedeckt. Freiwillige Schützen paradirten bei der Feier her Grundsteinlegung. Der königl. großbritannische Land- und See-Rabbiner, vr. Adler, Sir Francis Goldsmid und Andere hielten Reden. (Hierbei et»» Beilage.)

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