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Der Israelit · 1861-06-19 · Heft 25 (19.6.1861) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 25 (19.6.1861)
Date
1861-06-19
Page
– (sequence 4)
Language
German
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samkeit gewann, die man nicht begreifen und denen man nicht zustimmen konnte. Der Ausdruck einer begeisterten, von umfassendem Wissen unterstützten Ueberzeügung und Hingebung erhöhten diese achtungsvolle Aufmerksamkeit. Freund und Feind waren von der frappirenden Eigenthümlichkeit gleich überrascht, und alle in gleicher Weise ehrten den Muth des kühnen Kampfers, der sich allein dem Strom der Zeit entgegenzuwerfen wagte." Seite 248. „ . . . Andrerseits führte d-S offene und mutvolle Hervortreten Samson Hirsch's zur Bildung und ConstiLuirung der jungen orthodoxen Partei, deren thatsächlicher Einfluß in nächster Zeit ein sehr bedeutender geworden ist und die sich noch heute, ihren Gründer an der Spitze, auf dem Kampsplatze erhält." Im Folgenden stellt der Vers, das Verhaltniß des Herrn R. H. und seiner Richtung zu der Frankel'schen Schule ddr, behauptend, daß Frankel schon vor Jahren sich für Abschaffung des 'iw v"' ausgesprochen habe. ES kann unsre! Aufgabe nicht sein, hier noch einmal auf den Kernpunkt beS Streites, ob Frankel in seinem Werke „Darke Hamischna" dis Tradition leugne, oder, nicht, zurückzukommen, wir Haben uns über das Fr.'sche Werk in No 40, 15 u. 18 d. Bl. bereits ausführlich ausgesprochenübergehen auch aus demselben Grunde die Zurückweisung der Angriffe von Beer, Landau rc.; wir nehmen hier nun von einer Aeußerung Act, die den sichersten Beweis gibt, daß Herr Rab. Hirsch mit dem anonymen Verfasser dieserBroschüre nicht einverstanden sein kann.! Landau in Dresden hatte nämlich bei seinen Angriffen gegen H. es für gut befunden, sich erst Phlilippson zu gewinnen und gegen die «Clique" zu leisem, die gegen dessen Bibelübersetzung einen Protest Erlassen hatte. Der Vers, will nun Herrn R. H. damit verteidigen „daßH. nicht unter jener „Clique" > war." Diese „Clique" besteht aus sieben und sechzig orthodoxen Nabbinen, sie umfaßt den größten Theil der orthodoxen Nabbinen Deutschlands! Zu welcher „Clique" sollten denn H. N: H. gehöre«, wenn nicht zu dieser? S. 35 geht nun der Vers, daran, den orthodoxen Nabbinen den Text zu lesen. Es sei für Hirsch so wenig geschehen! Aber, lieber Freund, was hätte denn für Hirsch geschehen sollen? Hätten wir auf Fr. und seine Anhänger so schimpfen sollen, wie jene es auf H. gethan? Welcher vernünftige Mensch wird uns das zumuthen! „Außer einem matten und lahmen Artikel im Jsraelien, der diesen Streit mit seiner unermeßlichen Bedeutung zur Erkenntmß der religiösen Zustände der Gegenwart gar nicht in'S Auge faßte, und einigen Flugschriften sei für Hirsch Nichts gethan worden." Wir danken zuvörderst für das uns gemachte Compliment; unser Artikel in No. 10, der wahrscheinlich gemeint ist, muß doch wohl nicht gar so matt und lahm gewesen sein, da ihn ausländische Blätter gewürdigt haben, ihn Ln fremde Sprachen zu übertragen und dann wiederzugeben. Und aus diesem Streite, sollten wir erst die religiösen Zustände der Gegenwart erkennen? Ach, die liegen leider zu offen am Tage in ihrer bodenlos traurigen Beschaffenheit, als daß wir dazu erst dieses Streites bedurften! Wir sind in jenem Artikel nicht unbedingt für Hirsch aufgetreten und zwar aus dem einzigen Grunde, weil wir einzelne Stellen deS Fischer'schen Sendschreibens nicht billigen konnten und können, nämlich diejenigen, in denen Fr. der Persidie geziehen wird, seinen Schülern den Rath zu geben, in welcher Weise sie dazu gelangen können, das Jndenthmn zu untergraben, den Rath zu geben, Hochachtung vor den Talmudisten zu erheucheln. Wir haben an der Hand des Maimonides die Grundsätze des Judenthums in Bezug auf die Tradition dargelegt und haben es ausgesprochen, daß wir den, welcher in dem Hauptpunkte, in dem des göttlichen Ursprungs der Tradition, davon abweicht als für das orthodoxe Judenthum verloren betrachten müßten; und deßhalb wird dieser Artikel lahm und matt gescholten t Nun, es hat auch sein Gutes, vom Unverstände getadelt zu werden! ES ist also für Hirsch Nichts gethan worden; den Grund dafür findet der Verfasser in „H.'s rücksichtslosem Eifer für Erhaltung und Befestigung des! JudenthumS. der ihm unter der orthodoxen - Partei gar Manche entfremdet haben mag; denn wie viele gibt es, die um der heiligen Sache willen eine Zurechtweisung anuehnren?" Wir weisen diese unerhörte Anmaßung mit Entrüstung zurück; wir bestreiten das

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