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Der Israelit · 1861-06-05 · Heft 23 (5.6.1861) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 23 (5.6.1861)
Date
1861-06-05
Page
– (sequence 3)
Language
German
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275 2 Thalrr. Durch Rabbiner Wißmann in Schwabach: NathanFeuchtwanger 2 fl.; L. H.Wechsler 1 fl.; M. Goldmann 2 fl.; Sal. Wechsler 2 fl.; S. Feuchtwanger 1 ff.^30 kr.; Josua BechhLfer 48 kr.; M. Strauß 1 fl.; H. Ordenflein 1 fl. 45 kr.; A. H. Bechhöfer 1 fl. 30 kr.; L. H. Löwen stein 1 fl. 18 kr.; Julius Wechsler 1 fl. 45 kr.; S.H.Herrmann 1 fl.; Heinrich Vieringer 1 fl.; Hirsch Ullmann 1 fl. 30 kr.; Mos. Löwenthal 1 fl.; K. H. Eisner 12 kr.; S. Enslein 1 fl.; Sigmund Rosenstein 48 kr.; Löb Wechsler 1 fl.; I. L. Rosenbaum 1 fl. 9 kr.; Von zwei Ungenannten 2 fl.; zusammen 27 fl. 15 kr.; abzüglich Porto 27 fl. ZeLLungsnachrLchten. Deutschland. Mainz. 29. Mai. ^2n! Soeben empfangen wir die erschütternde Nachricht, daß Herr Meyer Lehren, erster Vorsteher der isr. Gemeinde zu Amsterdam und Präses des Centralcomite's für Unterstützung der Armen im heil. Lande daselbst, vom Schauplätze seiner irdischen Thatigkeit am Dienstage den 28. d. M. abberufen worden. Er ist nunmehr seinem berühmten Bruder, R. Hirsch Lehren nachgefolgt. Was die isr. Gemeinde in Amsterdam, was die gesammte Judenheit Ln ihm verloren, das darzulegen, möge uns für heute erspart bleiben, da wir noch zu sehr erschüttert sind, um einer ruhigen Darlegung fähig zu sein; denn nicht allein das allgemeine jüdische Interesse, nicht allein die Bande naher Verwandtschaft, auch auf persönlicher Bekanntschaft beruhende innige Verehrung verknüpfte uns enge mit dem Verewigten. Der rüstige, bis an sein Ende für das Judenthum angestrengt thätige Greis ist durch den rasch aus einander folgenden Tod zweier verheirathe- Ler Söhne und eines Schwiegersohnes so tief gebeugt worden, daß der schnelle Verlauf einer Krankheit ihn ba!d dahinraffte; kaum sind die Trauertage um seinen jüngsten Sohn beendet. Möge der Allgütige Männer erwecken, die fähig sind, den Dahingegangenen in seiner vielseitigen Thatigkeit zum Heile einer der größten isr. Gemeinden Enropa'S zu ersetzen, damit der tief zu betrauernde Verlust nicht so herbe empfunden werde. — Frankfurt a. M. , 28. Mai. Herr Leopold Stein, (Reform-) Rabbiner der hiesigen isr. Gemeinde, in weiteren Kreisen bekannt durch seine Einsegnungen in den Bund des Judenthums als Ersatz für die Beschneidung, hat seine Demission eingereicht; dieselbe wurde ihm vom Vorstande der Gemeinde bereitwilligst bestätigt. Es herrschten bereits längere Zeit Differenzen zwischen dem Rabbiner und dem Vorstande, die dem Vernehmen nach durch hierarchische Gelüste deS Herrn Stein hervorgerufen waren; er wollte nämlich das Präsidium des Vorstandes als seine Prärogative beanspruchen. Einen ferneren Zankapfel bildete der sog. Eonfirmationsact. Herr St ein. beanspruchte das alleinige Recht, die Kinder zu Erwachsenen „einzusegnen," während der Vorstand dieses Recht auch den Lehrern der Gcmeindeschule zugestand. Da nun am vergangenen Wochenftste die Zahl der Consirmanden, die sich vom „Geistlichen" einsegnen lasten wollten, eine sehr geringe war, so soll der bittere Entschluß in ihm gereift sein, Frankfurt des Glückes seiner geistlichen Führerschaft zu berauben; doch das sind nur Vennulhungen; wie wir vernehmen, wird Herr Stein die Gründe seiner Amtsniederlegung in einer Broschüre veröffentlichen, die schon in den nächste» Tagen ausgcgeben werden soll. Preußen. Kö«gsb«rg, 2-!. Mai. Zuvörderst muß Ich einen Druckfehler*) berichtigen, der sich in einen meiner letzten zwei Briefe eingeschlichen hat, denen zufällig auch die gewöhnliche Unterschrift „Atmoni^ mangelt. Ich meine die Stelle, wo von 2 statt von 21, sage einundzwanzig unbeschnittenen jüdischen Knaben die. Rede ist. Man versichert sogar jetzt von zuverlässiger Seite, daß die Anzahl solcher Fülle sich schon aus dreißig (30) belaufe**). — Wie die Berliner „Preußische Zeitung" mittheilte, wird das *) Amn. des Corrector-. Schreibfehler. **) Nam. der Redaktion. Entsetzlich! Kinder, die in diesem Jahre .MLQ "7 werden, find im Jahre 4L geboren! —

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