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Der Israelit · 1861-05-14 · Heft 20 (14.5.1861) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 20 (14.5.1861)
Date
1861-05-14
Page
– (sequence 7)
Language
German
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243 Aeußerung gefallen sein, daß das Abziehen des Hutes in solchem und ähnlichem Falle nur ein Akt der Höflichkeit sei*), wer es unterlassen, könne nicht zur Verantwortung gezogen werden. Ich werde nicht ermangeln, den Austrag der Sache seiner Zeit milzutheilen. W. Preußen. AuS der« 9tetz Distrikt. Am 19. i"X verschied der älteste Rabbiner des Großherzogthums Posen, der weit über den engern Kreis seines amtlichen Wirkungskreises hochgefeierte Rabbiner der Gemeinde Schonlanke, ppVx'12 2->i xi.- ->"22 p'isi pxrn m im achtzigsten Jahre seines so thatenreichen Lebens. Der Verewigte gehörte zu den wenigen Coryphäen, die noch aus der Vergangenheit in unsere Gegenwart hincinragen. Weit und breit wurde schne immense , tiefe Gelehrsamkeit bewundernd angestaunt, mit der er insonders eine sehr geschickte, methodische Dermittelungsgabe zur weiteren Ueberlieserung! des didactischen Stoffes verband. Er wußte daher von der frühesten Zeit 1 an eine große Schülerschaar um Thorakenntniß, sei es in Beförderung der Gottesfurcht und guter Werke. So erließ er noch jüngst im Vereine mit einigen anderen O2irck einen Ausruf an auswärtige Gemeinden, worin er die Bitte um milde Spenden zur Nenovirung des baufällig gewordenen 2112.1 ri'2 dringend an's Herz legte. Bei diesem so unausgesetzten Eifer für die göttliche Lehre und für seine Gemeinde ist es merkwürdig, daß sein so inniger Wunsch, nach dem heiligen Lande auszuwandern, ihn noch bis in's späteste Alter hinein mit der Hoffnung beseelte, einst in diesem Boden auszuruhen. Schon der Gedanke hieran mochte ihm solche Labung sein, daß er nicht einmal gerne die Hoffnung auf die Möglichkeit einer Nealisirung fahren lassen wollte. So lehrte, so wirkte, so dachte der Große, der Fürst in Israels der nun gefallen. Der Vorstand, dessen Thätigkeit und Umsicht bereits vielfache Anerkennung gesunden, hatte auch hier durch ein richtiges Arangement ein sehr würdiges Leichenbegängniß als '2221 xip' hergestellt. Der unabsehbare Zug, Menschen aus allen Ständen und! Konfessionen, zahlreiche Deputationen der besich zu sammeln und zu fesseln; ihr widmete er mit!j rastlosem Flerße seine Tage ruck seine Nachts, Herne theilt<cker von seinem unermeßlichen! Schatze, finit; '!'er lebte und webte nur in der Wahrheit jenes Aus-! spruches: ^2^ s"n-..i'vx 71211 .iicknis^QX. s ivjenn er so wifdergegeben werden darf:j ,jSo hu! viel! der Thdra: dir angeeignet, behalte dieses Hstt'. - nicht! für dich'allein."!— Es ist unmöglich)!.! in iden^ kurzen Rahmen eines!' Correspöndenz-Artikels! die . edlen hohen Vorzüge des Verklärten zu fassen.! Es i-sei daher nur hervorgehoben, daß sein nur Sanft-!l muth und W^irde. athmchrder Charakter, se^ne Ehr-1 furcht! einflößende! Persönlichkett) die! schon in: der! -! Plastischschönen Ä^enseite den schönen jHöfst! abspiegelte, ihm auch die Herzen Derer back jgewann, die, wenn auch nur vorübergehend, in sestse Nähe kamen. Um so leichter konnte es ihm gelingen; in seiner Gemeinde, die er 33 Jahre hindurch geistig und geistlich geführt und die nun den nicht zu ersetzenden Verlust tief betrauert, eine erfolgreiche Wirksamkeit zu entwickeln, sei es in Verbreitung der *) Juden und Pri:rs»nten werden diese Ansicht nicht adeptirrn. — nachbarten Gemeinden, Mitglieder der städtischen BeWden uüd! des l Krefsgericht^ in sich fassend,' bewegtst sich; nachdem im Tranerhause der p'1, Herr Jacob Gotthermer, einen ergreifenden -.22.1 gehalten, in, Kepckneten j Neiheir nach der Synagoge, in der dieBhhck ivor das Allerhjeiligste niedergsse^t nmrde, whraus! ber Schwsegersöhn des Heimgegangeney, Herr Vn.! Poper, Rabbiner zu Czarnikow, den Gefühlen >!seiner! Trauer tief ergreifende Worte lieh, die, den lichten Character des p'is darzustellen suchten. Hierauf setztp sich der Zug wieder in Bewegung und brachte die Bahre vor das 2112.1 »1-2, gleichsam damit - andeutend 2-.2' '2 Lix > .ii?n.i Oxr .iiiN i s»2 ^1x2. Hier/sprach ein;"i pus Schneide- ' mühl, worauf der nun wieder fortgesetzte Zug erst am Ende der Stadt Halt machte. Hier begann der Rabbiner der Gemeinde zu Filehne, Herr Freimann, unter sehr passender Anlehnung an eine Midräschstclle den Trauer-Vortrag, es folgte ein 2'2.ii und die Bahre wurde nun nach dem Friedhöfe getragen. Hier sprach noch der Rabbiner der Gemeinde zu Schneidemühl, Herr Brann, über c.i 'z (der Verewigte war ngMch auch x'vr

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