Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 20 (14.5.1861)
- Date
- 1861-05-14
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Withan in Wenkheim (dritteSendung): Nathan Hermann Nenbrunn 36 kr.; Moses S. Thalmann das. 1 fl.; Salmon Träubel zu Oberaltertheim 6 kr.; Jakob Straus 18 kr.; Lemmel Straus 18 kr.; Herz Straus 9 kr.; Lob Kahn K kr.; Simon Kahn 6 kr.; Lob Grünbaum 3 kr.; Löb Träubel 6 kr.; Simon Träubel 6 kr.; Pfeufer Kahn 6 kr.; Gitel Fein 6 kr.; Löb Grünbaum jun. 13 kr.; Hänlein Frölich 30 kr.; Moses L. Bravmann 30 kr.; Wolf Bravmann 24 kr.; Salmon Bravmann 30 kr.; David Bravmann 30 kr.; Hänlein I. Frölich 6 kr.; Lehrer Hirsch Rosenfeld 24 kr.; zusammen 6 fl. 13 kr.; abz. Porto 6 fl. 2 kr. ZeiLrmgSuachrichterr. Deutschland.! Ttrrttgart, 7. Mai. Am Samstag den 4. Mai wurde hier der prachtvolle Resormtempel eingewciht; von weit und breit hatten sich die Nesormrabbiner zum „Feste" eingefunden, das man auf den Sabbat der Thochacha ('lwn?) anberaumt hatte. Nachmittags wurde tapfer gezecht und der W. St.-Anz. (Nr. 107) berichtet von der mit allgemeinem Beifalle aufgenommenen Aufforderung des Hrn. Kirchenraths Maier „ein volles Glas zu leeren." (Wir wissen nicht, was unfern Correspondenten zu dieser letzten bitteren Bemerkung veranlaßt; der Trinkspruch des Herrn M. ist vollkommen harmlos. Wir stellen den betreffenden Artikel des W. Staats- Anzeigers hierher: Stuttgart, 5. Mai. Gestern feierte die isr. Gemeinde die Einweihung ihres prachtvollen Tempels nachträglich mit einem Festmahle, das sehr zahlreich besucht war. Mrchenrath vr. Maier brachte bei demselben folgenden mit allgemeinem Beifall aufgenommenen Trinkspruch auf Seine Majestät den König aus: Von Augustus rühmt die Geschichte, daß er das hölzerne Rom, welches er angetreten, seinem Nachfolger als ein steinernes hinterlaffen habe. Ein Aehnliches kann sich unser König rühmen. Aus Stuttgart/ das, als es zum Throne gelangte, eine kleine Stadt mit meist hölzernen Häusern war, ist unter seiner Regierung eine große Stadt mit momrmentalen Gebäuden geworden, die mit den schönsten und größten anderer Städte wetteifern können. Unter den Baudenkmaken, welche unter der Herrschaft dieses Königs entstanden sind, wird das Haus, dessen Weihefest uns hier beim heitern Mahle vereinigt, zu alle» Zeiten eine hervorragende Stelle einnehmen. Nun ist zwar unsere Synagoge nicht auf Geheiß des Königs, sondern ans Befehl des Königs aller Könige entstanden; allein so ganz ohne Einfluß ist unser geliebter König doch nicht darauf geblieben. Zur Entstehung einer solchen Synagoge war vor allen Dingen unbeschrankte Gewissensfreiheit nöthig, d. h. das Recht, nicht nur die Religion ungehindert auszuüben, sondern auch alle Anstalten errichten zu dürfen, welche die Pflege und die Ehre derselben erfordert. Diese Gewissensfreiheit verdanken wir aber unserm hochverehrten Könige, welcher der Erste unter Deutschlands Fürsten die israelitische Kirche zum Range einer Staatskirche erhob und ihr alle Rechte Und Befugnisse der übrigen im Staate bestehenden Kirchen einräumte. Aber nicht nur die Gewissensfreiheit war nöthig, wenn eine solche Synagoge entstehen sollte, sondern auch die Gewerbefreiheit, das Recht, jeden ordentlichen Beruf und jedes redliche Gewerbe an jedem Orte des Landes treiben zu dürfen. Diesem Rechte verdankt die hiesige Gemeinde die numerische Größe und den Wohlstand, der eS ihr möglich machte, ein solches Gotteshaus erbaue« zu lassen. Bet den gewerblichen Beschränkungen, wie sie früher bestanden, wäre ihr ein solcher Aufwand unmöglich gewesen. Ist es aber nicht unser König, der auch diese Freiheit uns gewährte? Sie sehen, meine verehrten Festgenoffen, daß unser König ein volles Recht sich erworben und wir die volle Pflicht haben, daß wir heute Seiner in Liebe und Verehrung gedenken und auf hschstdessen Leben und Gesundheit ein volles Glas leeren. Seine Majestät, der Kön'g, lebe hoch!) München, 7. Mai. In der heutigen Sitzung der ersten Kammer wurde der Antrag bezüglich ' der Verhältnisse der Inden berathen. Eine von dem Grasen v. Ceinsheim beantragte Modifikation ' wurde mit großer Majorität verworfen. Der Bej schluß der Abgeordnetenkammer wurde angenom-