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Der Israelit · 1861-05-08 · Heft 19 (8.5.1861) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 19 (8.5.1861)
Date
1861-05-08
Page
– (sequence 9)
Language
German
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233 vor einiger Zeit eine Dampfmaschine errichtet und dadurch viele scincr bisherigen Arbeiter entbehrlich gemacht. Ferner erregte schon lange die Concnrrenz der jüdischen Einwohner Lodz's den Hab der dortigen deutschen Fabrikanten. In der Nacht nun vom 26. zum 21. übersiel eine große Zahl deutscher Einwohner ihre reicheren jüdischen Mitbürger, zerstörten eine Spinnerei bis aus den Grund; die Juden setzten sich zur Wehr, die polnischen Einwohner, so wie Bauern aus der nächsten Umgebung eilten den Juden zu Hilfe, und cS kam zu blutigen Austritten, bei denen Biele verwundet, Eitler gctüdtct wurde. Türkei. Das Laub ist stolz, das Gotteshaus zu schmücken. In das du einzieh'n willst in Heiligkeit, Froh läßt der Flora duftend Grün sich pflücken, Wenn es nur weiß, daß dir cs ist geweiht! Hier stehen wir, dich würdig zu empfangen, In heil'ger Ehrfurcht, heißem NndachtSgruß, Wie unsre Ahnen einst, in Furcht und Bangen, An Horebs heil'gem, gottgeweihtem Fuß! D'rum. haben seit dem zweiten Peßachtage Die Wochen wir entgegen dir gezählt, Seit jenem Fest, das uns aus Druck und Plage Erlöst und Israel mit Gott vermählt! dolgrod, 16. April. Durch einen Erlaß der Regierung ist verfügt worin n, daß sich sammtliche israelitische Familien in einer bestimmten Frist aus dem Innern Serbiens entfernen müssen. Die armen, noch durch die Gnade des verstorbenen Fürsten Milosch angesiedclten Familien sind daher gezwungen, mit Zersplitterung ihrer beweglichen und unbeweglichen Habe, ihre Etablissements zu! verlassen und .mit dein Beflelstab ihr Fortkommen anderwärts zu suchen.' Wie in Ungarn, stimmt also die Nebung der constimtionellen Verfassung des Landes mit den liberalen Prinzipien.!' - r l l e t o n.!,O,'sei gegrüßt, du göttlich hoLe'Feier, j''j,' Erhabnes Fest mit deinem Blsrthenkrariz,, j Dir wcihenj wir der Hymne Iubelleyer, ) z DA unsres! Achter Aeishcitsglauz!!, , ^Ä^idrHtcs r^N'lbc^ Lenzes Vlmncnkleide ' - Ün^» Ho!»!>es Frnljlijtgs Hauche qngewM Lachst, hu mis an, mit ernster Scelcnfrcude^'l > Und hüllst ANS ein in deine Majestät!? - Geschmückt sind unsre Tempel, Gotteshäuser- ./ i Mit hcit'rcm Vlnmenschmelz voll Flur, und Wies', Und Wohlgernch verbreiten Vlüth' und Äeijer, Als war' das Heiligthum ei» Paradies^ lBeLlage zu dLro. Ein göttlich Licht hast du uns angczündet Auf Siuai's geweihtem Gipfel hellt', Ein Licht, das Wahrheit aller Welt verkündet, So heute wie in jener Morgcnzeit! Was wären wir, wenn du nicht wärst geboren, Ein Volk, dem aller Werth und Glanz geraubt, Nicht wären wir als Gottesreich erkoren, Wir hätten selbst an keinen Gott geglaubt! Dir danken unsre Würde wir und Ehre, ' Dir unfern Ruhm und alle Herrlichkeit, Die wir erlangten durch des Glaubens Lehre, Durch die wir sind in alle Welt zerstreut! Durch dje die hohe Sendung wir erhalten, Verkünder Gottes^ Herrlichkeit zu sein, Und um r>i^ Wahrhcrt glanzvoll zu entfalten n Inj Völkcrhnzen -.Saaten ausznstren'n! Doch ach, die Himmelssehr/ die du gesendet. Sie findet wcn'ge srqmme Herzen nur. Der Glaube hat sich fafl von uns gewendet, . And Alles folget einer falschen Spur!! WW Viele wollenMngebunderlj leben .!^nd ok»ne Fessel sein- und' schrankenlos >rch über Gott und Judenthum erheben And reißen kühn sich von der Thora los! Ach,-Viele streben tollkühn und vennessen i- Umzugestalten noch dem Zcitengeist, Nach eignem Wohlgefallen und Ermessen Zu lehren das, was nicht die Thora preist! LS -es Israelit.)

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