Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 18 (1.5.1861)
- Date
- 1861-05-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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wohl aus Demonstration gegen die Hasmonänchen Könige dieses Fest znr Zeit des Tempels gning-? schägig behandelt habe und es an einer Erwähnung im liebet habe genügen lassen. Später, nachdem , die beiden unter den HaSmon. Königen vergessen ' waren, habe man auch das Ehanukalicht als Mi richtig aber nicht als verbindende Pflicht eingeführt. Eme solche Revolution in unsern Religions ge setzen soll aus jener Bemerkung hervorgchen, ans einer unbestrittenen '1211 '^"2 wll auf einmal ein bloßer Miirhag werden, und zwar in Folge einer Bemerkung, deren wirkliche Ursache auf der Hand liegt. Jeder, der die Mischnah auch nur oberflächlich kennt, wird wissen, daß die Mischnah niemals im Tone eines Gesetzbuches (wie eS zum Beispiel der Schulchan Aruch thut) Gesetze vorschreibt. Sie knüpft immer an Gegebenes an. Die Gernara erläutert das gleich zu Anfang, Barachot 2": 'drp x-px i'.-. Die Mischnah sagt nicht: es ist geboten, das Schema zu lesen, sondern sie sagt: von mann an lieft man das Schema des Morgens; sie ragt nicht: eS ist geboten am Sabbal zu ruhen, sie setzt vielmehr den Sabbat als bekannt voraus und geht io»'ort an die Erörterung der einzelnen Halachoth; sie befiehlt nicht zu vorderst die Ehe, sondern sie erörtert sogleich die Arten der Ehcschließttng. Dasselbe Verhältniß findet sich auch bei den Mitzwoth Derabbanan, bei Erubin, Demai, Megillah n. s. w. Ganz jo verhält es sich auch mit Ehannkah und de m E h anukahlichte; die Mischnah setzt Beides als bekannt voraus und erwähnt derselben nur, wo gerade sich die Gelegenheit bietet. Ist es nun znviel, wenn wir behaupten, das; sich die Fr.'sche Methode darin gefall:, ans lustigen Hypothesen, unhaltbare Trugschlüsse zu bilden? „Unhaltbare" sagen wir, denn die Eene'.usion ist geradezu unmöglich; denn jedes Kind rmtß, daß man über Rer Ehanukah die vorgeichricbenen Berachoth spricht; übe r e i n e n Dl inl, ag j ed o cb spricht inan keine Berachah, sogar nicht über einen Minhag, den die Propheten eingerichtet haben P2-.-2;'x L'X'2: 11:2 (Maimom. Ende Hilch. Berach.) Wir haben schon an eitler anderen Stelle gesagt, daß wir gegen jene lustigen Hypothesen bis zu einem gewissen Punkte Nichts einznwenden haben, sie sind bei allen Alterthumsforschern gäng und gebe. Da schaden sie höchstens der historischen Wahrhaftigkeit; wären nun Mischnah, Talmud rc. nichts als außer Brauch gekommene Alterthümer und Raritäten, so könnte sich immerhin der hypothetische Scharfsinn an ihnen versuchen — das sind sie aber G. s. D. noch nicht und werden es trotz aller Wissenschafterei, oder vielmehr in Folge echter Wissenschaft niemals werden. Daher ist es heilige Pflicht, ernste Verwahrung gegen ein solches Umspringen mit dem;'i einzulegen und auf diesem Felde die Hypothefeuhascherei ernstlich zurückzumeisen. Führen wir ein drittes Beispiel zur Bestätigung unsrer oben angeführten Behauptung an: Herr Fr. hat den T. Ieruschalmi in seinen brsondern Schutz genommen und liebt es diesem, wo er mit dem Babli collidirt, den Vorzug zu geben, im vollständigen Gegensätze gegen einen feststehenden und unbestrittenen Grundsatz, daß bei einer nuzulöscnden Collision dem Babli der Vorzug eingeröumt werden muß. Statt nun, wie es dem Forscher ziemt, einen Widerspruch möglichst auszngleichen, gibt er dem Babli eiinach Unrecht. So führt er die Stelle Sota (Amsterdam Vanbauaschtij an: Iosua ben Perachia entfloh nach Alexandrien in Egypten (wegen der Verfolgung des Königs Januar); als wieder Friede war, schrieb ihm Schimeon ben Schetach: „von mir Jerusalem, der heiligen Stadt, an dich Alexandria, meine Schwester; mein Gatte weilt in deiner Milte und ich weile verlassen." Da nun, argnmentirt Herr Fr., im Ieruschalmi sich die Erzählung buchstäblich so wieder findet, und nur statt F. b. P. Iehnda ben Tabbai sich dort findet, so hat der Fernschalmi Recht und der Babli Unrecht, zumal da sonst Iosua b. P. neben Schimeon b. Sch. x-»: hätte werden müssen, wovon jedoch nirgends eine Spur zu finden, während I. b. T. - und Sch. b. Sch. als „ein Paar" amgesuhrt wer- I den, denn sicherlich sei Sch. b. Sch. schon -."2x ge- , wesen, als er diesen Brief geschrieben.! Wäre nun auch Alles so, wie Fr. es behaup- > tet, so wäre die Deduction gegen den T. Babli doch - nicht maßgebend, weit zu jener Zeit, nachdem der ) König alle Rabbinen hatte erschlagen lassen, gar