Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 18 (1.5.1861)
- Date
- 1861-05-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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217 kein Synhedrion in Jerusalem gewesen; nichtsdestoweniger war Sch. ben Sch. als Schwager des Königs wobl in der Lage jenen Brief zu schrei ben. Mer cs ist in der Thai nicht ganz so, wie Fr. cs darstellt; im Ieruschalmi findet sich die Erzählung nicht buchstäblich so wieder, und es erhellt, daß beide Erzählungen ähnlich, aber jede doch ein anderes Factum berichtet. Es heißt nämlich im Jeruschalmi (Chagiga P. 2, L'rch. P. 6.): Als die Leute von Jerusalem den Ichnda b. Tals Naßi einsetzen wollten, entfloh dieser nach Alexandrien. Da schrieben die Männer von Jerusalem: von Jerusalem der großen an Alexandria die kleine: wie lange weilt mein Verlobter bei Euch und ich verbleibe verlassen; begib dich zu Schiff (und reise hierher). Es erhellt deutlich, daß es sich hier um zwei verschiedene Faeta bandelt: Fos. b. P. war bereits Naßi und emflob, nur der Verfolgung des Königs derselben zum Verständnisse unseres Heiligsten und zur Uebung desselben ebensowenig entbehren können wie der Kantischen Anschauungösormen Raum und Zeit. Es ist uns leid, daß wir Herrn t)r. Auerbach l in dieser Darstellung nicht in allen seinen Auseinardersetzungen folgen können; jeder Kundige weiß, daß! es nicht gut möglich ist, populistische Auseinandersetzungen in deutscher Sprache wiedsrzugeben; dem Kundigen empfehlen wir das Merkchen aus's Angelegentlichste; aber auch der minder Erfahrene, wird aus dieser unsrer Darstellung die Ueberzeugung gewonnen haben, daß die Frankel'sche Wissenschaft und! diese „neue Bahnen eröffnende" Methode nicht allein! vom Irrthnme nicht frei ist, sondern sogar dem Irr-! lhnmeThor und Thüre öffnet, daß sie nicht allein in religiöser, sondern namentlich auch in l wisienschastlicher Beziehung zu Irrlehren hinzu entgehen; Iehuda b. T. sollte erst Naßi werden und entsteh, um sich dem lalmndischeu (Grundsätze: „Haffe die Herrschaft" gemäß, der ihm zngcdachten Würde zu entziehen. Deßhalb schreibt Schirn. b. Sch. im ersten Falle: „mein Gatte," d. h. der Naßi, aber im zweiten Falle schrieb mau: „mein Verlobter" — d. h. der zum Naßi bestimmte, und es ist nichts ähnlich in beiden Erzählungen als die Brieffo r m.! i - Warum soll man also einem der beiden Talmude und gar dem Babli Unrecht geben? die zwingende Nothwendigkeit ist durchaus nicht! vorhanden. Herr Fr. nennt aus L. 26 als den ersten der Anordner der Tckanoth Esra; und Moses? (Megilla 4, B. K. 62 u. s. w.) und Josua? (Erubin l7.) und Salomo? (Iebamoth 2l.) und so noch Viele, Viele, die dem Esra vorangcgangen' Es ist unmöglich zu behaupten, daß Herr Fr. das Alles übern hen haben soll; aber was veranlaßt ihn, sich so... . irrig zu äußern; sollte er vielleicht den talmudischen Quellen nicht völligen Glauben schenken und sich eine Grenze gesetzt haben, das; sein beliebtes; „alt, sehr alt" nur bis Esra oder höchstens bis Jeremias hinausreicht? Wir wissen es nicht; das aber wissen wir, daß die die Brille der Gemara, wie sich Fr. auszudrücken beliebt und die ihm gar nicht recht zupaß sen scheint, uns richtig ieben lehrt, und daß wir führen muß, die das Grab alles echten Indenthlims werden können. Daß diele Befürchtungen durch die Frankel'sche Erklärung nur noch verstärkt worden sind, haben wir bereits (in No. 15. d. Bl.) nachgewiesen. So viel für dieses Mal; wir haben bereits oben bemerkt, daß Herr De. A. keine eigentliche Nceension des Fr. Werkes gegeben hat. Dasselbe in seinen Grundzügen darzulegen, behalten wir uns für ein anderes Mal vor. — Ku Minder. Armenum! ßilgerwolrnurigen! in JeruMem. Durch Distriktsrabbiner Ncckarsulmer zn Schnaitt ach: Bei der Trauung des I. Schwärjh ä n p 1 zn S u lzba ch gesammelt 3 sl. Mad. K. Elsinger 2 sl.; H. Joseph Elf in ge r Ist.; Mad. Fany- Eckstein 2 fl.; Mad. Verl Dormitzer l fl. 45 kr.; I. Holzhcimer 18 kr.; I. Sänger, Vorsänger, NO kr.; zulammen 11 st. 3 kr. Durch H. B. Salin, Vorstand der isr. Gemeinde zu Th Lügen: H. B. Salin L fl.; aus der älkere» xiI.i 1 fl.; aus der jüngeren 4 sl.; Nathan Zeno 1 sl.; Anschel Fröhlich 1 sl. 45 kr.; Lob und Sekcl Vorchhenner l fl. 30 te.; Löb und Moses Goldschmidt 2 fl.; SeligmanuSchlesinger 1 fl.