Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1861-04-10 · Heft 15 (10.4.1861) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 15 (10.4.1861)
Date
1861-04-10
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2446951-2446984-2446999--00613-2455804
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

isr Machen,' er Lehärrte aus seinem guten Rechte und Drsterreichischet' Kaiserstaat: wandte sich Beschwerde führend an die Bezklsregk- ' rung, resp. an den Minister des Innern, und es hat Wien, 22. März. Die „Oesterr. Ztg." bericht nun seitdem auf Anweisung des letzten die k. Regie- - ket folgendes interessante Factum: „In einem Artikel rüng angeordnet,' daß dem Schulzen Boelke sofort! des „Volkssrcund" über confessionelle Parität das Echulzeuamt zwangsweise wieder abgenonrmen! kömmt unter Anderem die Behauptung vor, daß „in und dem rc. Lewy übertragen werde. Gegen diese I der medicinischen Facnltät seit de,« Concordate eben Maßregel wendet sich jetzt der :c. Boelke „für sich so wenig etwas verändert, als seit 1848 überhaupt und im Namen der Gemeinde Löblau" mit einer ' eine definitive Neguliruug der Studien erfolgt ist: Beschwerde an das Herrenhaus. Es ist nun zuvor- - Alle und jede Bestimmungen, welche erslossen sind, derft zu bemerken, daß der rc. Boelke weder bevollständen absolut in gar keinem Zusammenhänge mit mächtigt, noch überhaupt auch berechtigt ist, die Geirgend einem kirchlichen Gegenstände.- Diese Angabe meinde Löblau in einer Petition an eines der beiden ist unrichtig, wie wir aus einer Thatsache Nachweisen Häuser zu vertreten. Es ist dies ein Formfehler,' wollen. Bekanntlich unterlag die Ausnahme der Zögwenn man die betreffende Anmaßung anders noch : linge in das Josephinum weder vor noch nach 1848 so nennen will, welcher sonst den Uebergang zur ' irgend einem cousesstonellen Bedenken; aus diesem Tagesordnung schon a priori ohne Weiteres vorwissenschaftlichen Institute kamen zahlreiche Israeliten schreiben müßte. Im Petitionsben'chte ist dieser i in den Dienst der Armee und fanden dort ihre Der- Punkt gänzlich übergangen. Wir wollen indessen, da Wendung. Aber seit dem Concordate wurde die Anfder rc. Boelke ja auch „für sich" bittet , auf die - nähme israelitischer Zöglinge bloß aus dem Grunds Sache ebenfalls keine Bedeutung legen) wie wir die- - ihrer Confession verweigert, nud dcr oberste Leiter selbe denn überhaupt nur zu dem Zwecke erwähnten, der Anstalt berief sich zu wiederholten Malen bei um zu jcörislatiren) daß es nicht die Gemeinde, limseiner Entscheidung aus die Bestimmungen des Sondern lediglich nur die Person des rc. Boelke ist, die - cordats. Roch mehr! Als bei Beginn des italienisich gegen die Amtsführung durch einen Juden erschen Krieges ein Ausruf an die Aerzte erging, in heben möchte. Die Gründe, die er verbringt, sind * den Militärdienst zu treten, wurden Anfangs die sich die oft gehörten; insbesondere legt er Gewicht auf meldenden Israeliten unter mannigfachen Forme« den Umstand, daß ein Jude doch nicht MgliA Miti abgewiese«, und man cugagirte eher Ausländer als glied Mes christlichen Schulvorstandes! sein ko^nne. Einheimische; erst als Mangel an genügend Quali- Die Minister desJfinern und der geiMchen ri. An- : sicirten eintrat, kamen auch diese an die Reihe. Eine gelegensten haben' in dieser BezichuM nun ^ercits andere thatsache ist, daß einer Celebrität im medi-' in eineck gcmnnschaftlichen Nescripte! Äm W i cinischen Fache die Lehrkanzel an der medicinischen 1860 ungeordnet, ).daß dem Lchiüzen »Lewtz^ Während!, Facnltät vorcnthalten wurde, weil er Israelit ist seiner Amtsdancr in der EPcnschaft!äls! iPitglicd r und den Uebertritt verweigerte. Derselbe Fall war des Löblauer Schulvorstandes einer der beiden Sckiöp- . bei der hiesigen Sternwarte, deren Aufgabe doch M snbs^iülirt werde; auch i besindct siä^dir Sache 'i kaum mit irgend einer Religionslehre in Collision dlso bereits längst factisch geordnet und än! der besten; geräth, wenn man nicht wieder das Stillestehen der Lage. 'Der> rc^ Boelke findet aber hierin; eine Be- , Sonne in DiscMion^ ziehen will; der Aspirant wurde vvrzugüng^der Juden vor den Christeri: i (!)! Es ist M Paris angestellt. Die Verfechter des Concordatenatürlich, daß die; Staatsregierung bei Men Grund- - scheinen es sonach selbst nicht zu wissen, bis in welche sätzen verharrt, eben so natürlich aber a«ch, daß die Fugen die, Bestimmungen oder Andeutungen oder Kommission dcS Herrenhauses sich des Petenten aufs Auslegungen desselben eingedrungen sind, denn wir Wärmste annimmt und daß das hohe Haus die Gemögen nich^ glauben, daß sie Thatsächliches leugnen.^ lcgenheit zr^ einem neuen Votum gegen die Staats- , Tucap, 3. April. Geehrter Herr Redakteur! regierung nicht unbenutzt lassen dürste.Humane Gesinnungen und edle Handlungen der (FI) i Israeliten verdienen im „Israelit" veröffentlicht und

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.