Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 15 (10.4.1861)
- Date
- 1861-04-10
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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180 gönnt sein, über unsre Wissenschaftlichkeit" ein Wort zu sagen; eS wird uns von dieser Coterie so oft der Vorwurf (?) der Schulchan-Aruch-Gelehrsamkeit gemacht. ES werden dabei aber zwei Dinge verwechselt. Es ist nämlich talmudischer Grundsatz, daß seit 82-, die Halacha meistens wie der spätere Lehrer endgültig angenommen wird. Kömmt nun eine kasuistische Frage an uns, so entscheiden wir natürlich nach dem Schulchan-Aruch oder den noch späteren Gesetzeslehrern. Um nun die Ansicht dieser richtig aufzufassen, ist eS nothwendig auf die Quellen, d. h. auf Mischna, Gemara, Niph, Rambam rc. zurückzugehen und so eine klare genetische Uebersicht in Bezug auf den vorliegenden pi zu gewinnen. Das aber berechtigt durchaus nicht die vereinzelte Ansicht eines Rischon den Acharonim gegenüber als maßgebend anzuerkennen und z. B. v"p2 s>vn pV2 wie der Baal Hamaor zu entscheiden. Für die Entscheidung' sind die Acharonim maßgebend, aber zu ihrem Verständnisse und zur Ermessung und Erwägung des vorlieliegenden Falles ist das Studium der Quellen erforderlich. Weil wir also nach den Acharonim entscheiden, wie es uns heilige Pflicht ist, deßhalb wirft man uns vor auf die Quelle nicht zurückzugehen und nennt den Glauben „faul und unwissend." Ist das ehrlich, ist das wissenschaftlich? Es ist das nichts als sich übechcbcnde Anmaßung, die wir selbst an einem Gelehrten wie Frankel nicht dulden werden, denn größere Gelehrte als -er stehen und, st a nden in den Reihen derech die 'er eines faulen und unwissenden Glaubenbezüchtkgt. Eure luftigen Hypothesen und willkürlichen Interpretationen*)— wir haben bis zu einem gewissen Punkte nichts gegen, dieselben.' aber ein trauriges Zeichen Eurer Wissenschaftlichkeit ift'S, daß Ihr den-!,jHerr Vr.Rähmer, ein Hörer des,ÄreSlau«r: Stcki, narS, t^ill^ weil Hi eponhmu S jüdische Lehrer jdurch drffm Werke die rTrsdition erklärt^ ergänzt und berichtigt wist«, t«, I sogar den massoretischm Bibeltcxt (D. hcbr. Trad. in de» Werken des HteronymuS von I)r. M. Ä«hmrr; sieh»! iS. K4.) Welk Hieronymus 1'rov. 23. 10. mit über«! sktzt^E Heise s. 2^ jles.nl -7 . . ., '!jHtpe vr. N^dein«nn, ebenfalls «in Hörer deS Vreskalter Seminars, übersetzt im Lemberger Jeschurun: (Aiddusöhkn 7^^) 'Wl H 'ä'UV .-,VU .Jeder, der eine! Frau ohne Neigung helratbet. Da S Heist Vljsmschastlichkeit l*— jenigen, der sich nicht in ihnen bewegt, der Nuwiffenschastlichkeit, der Unwissenheit und der Faulheit zeiht. Ist doch Eure ganze Wissenschaft Nichts als rubnrnv NQvrHt — Grtkoäor-iür. IrdelsHsU. Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln: Ein Ungenannter 15 fl. Gesammtsnmme 6545 fl. 18 kr. Au MWrr Armenimck Dilgmrolmmyeir l» Jerusalem. Durch Rabbiner Roth in Nng.-Brod bei Gelegenheit eines cv'O gesammelt: von S. Birnbaum 20 Nkr.; D. Frankel 20 Nkr.; A. Winterberg 20 Nkr.; Groß 12 Nkr.; P. Winterstein 19 Nkr. H. Br a mm er 10 Nkr.; I. Brunn 10 Nkr.; W. Gnittner 30 Nkr.; Figdor 50 Nkr.; Diamant 50 Nkr.; Pollach 50Nkr.; Sabel30Rkr.; W. Brammer 20 Nkr.; S. Schnur 3V Nkr.; B. Schindler 20 Nkr.; N. Schön 20 Nkr.; Z. Reiß 10 Nkr.; Rabbiner M. Roth 50 Nkr; I. Thorz 8 Nkr.; zusammen 4 fl. 70 kr. oft. W. Durch Rabbiner Liebermann in Torna bei Gelegenheit! einer Trauung gesammelt: Herr Samuel Fürti Roth 2 fl. öster. W.; Jacob Salzmann Pvder 1 fl.; Leopold Schäfer 1 ff.; Daniel Roth Almäs 50 kr.; Jsak Schäfer 60 kr.; p*n- Mmäs 2 ff. 52 k.; von Diversen 2 ff.; vom Gefertigten 1 ff. 48 kr.; zusammen 11 ff. öst. W. Durch Rabbiner vr. Austerlitz zu EperieS: I. Jan0witz daselbst 3 fl. öst. W. '! - ' ' / ' v ZettuNgssrachrichte». Deutschland. Baierrr. Die tzZ. 12, 13 und 18 Abs. 1 de- Edikts von 1813 über dir Verhältnisse der