Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 13-14 (4.4.1861)
- Date
- 1861-04-04
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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dieser überaus herrlichen Acquifition zu beglückwünschen. Herr Oberr. Simon Schreiber ni ist ein Mann von tiefem und ausgebreitetem Wissen, ernstem edlem Streben, großer, eingreifender Energie und zugleich eine höchst liebenswürdige Persönlichkeit; er wird sich die Herzen seiner großen Gemeinde gewinnen und wird i"O2 für unsre heilige Religion dort Großes zu wirken die Gelegenheit eiftigst ergreifen. Dp '-.brr 'n! Die Redaction). Feuilleton. SonntzlltznkrsnL. (Zum Theil nack trni Midrasch.) I. HimmelSscttlen irud Gottestafcln. Als Jakobs Kinder einst der Herr befreit' Von Schmach Egyptens, und zum Volk erhoben, Daß gegen sie Tyrannen nicht mehr toben; Zwei Seulen gab er ihnen zum Geleit': Die Wolkenseule durch die Wüste breit, Voran. sie zog dein Volk, vorn Himmel droben. Die andre Scul', aus Feuerglanz gewoben, Gar hell bei Nacht hat sie geleuchtet weit.. Und wie die HimmelSseulen wunderbar Gedient zu Führern einst so sicher treu: So gab der Herr dem Volk für immerdar , Auch sein Gesetz, auf heil'gen Tafeln zwei.. O, dieses Tafelpaar, von Pol zu Pol ES leuchtet hell zur Menschheit Heil und Wohl! H. Schrift m»- Tradition. Und wie die Seulen und das Tafelpaar: So Schrift und Tradition, beid eng verwandt. Palladium sei uns dies Doppelband! Es macht uns diese jene licht und klar. Es har dies Zwiegesetz gar wunderbar Geschützt uns treu vor deS Verderbens Rand; Wie Brüder gehen Beide Hand in Hand Und ein'gen herrlich JSra'ls Glaubensschaar. Es schwanket der, der Beide trennen will. Dem Schisse gleich, geht hohl und hoch das Meer Loch ruhig wandelt der und sicher still: Wer liebt dies Zwillingspaar, so mild und hehr. Ja, Schrift und Tradition so eng verbunden: Wer fest dran hält, hat Trost und Heil gefunden. NI. Wissen und Gottesfurcht. Wohl ziemt es sich, stets weiter vorzudringen In Wissenschaft, die Heil gar viel gebracht, Dem Forschergeist weicht immer mehr die Nacht, Der Wahrheit endlich muß der Sieg gelingen. Wohl bringt es Frucht, mit aller Kraft zu ringe» Nach Wissenschaft, sie krönt mit Ruhm und Pracht; Wohl lohnt sich» sehr, aus ihrem tiefen Schacht Gediegnes mehr und mehr an's Licht zu bringen. Doch mit dem Wissen, sei auch eng vereint Die Gottesfurcht, der wahre Lebensbanm! Denn ohne sie, ist Wissen leerer Traum; Ist gleich dem Mond, der hell doch kalt nur scheint; Ist gleich der Blum', die reich an Farbenpracht: Doch ohne Duft, das Herz nur traurig macht. Neichmannsdorf im Fcbr. S. Maas, Neligionslehrer. Am äer «K^ikcit. Als die Väter nach Mizrann zogen Durch des Schilfmeers ansgethnrmte Wogen, Als, geleitet von der Hand des Herrn, MoseS brach das Sclcwenjoch der Seinen, Mochte mild in Jnda's Hütten scheinen Wohl zuerst der Freiheit Himmelsstern k Ja, in Freiheit war das Volk erstanden. War erlöset aus Egyptens Bande», Und noch höher hat uns Gott geweiht; Ans deS Wahnes dumpfen Sklavenketten Sollte Moses seine Brüder retten; Erst am Horeb ward das Volk befreit! Hier entsprang die hehre Gottesflamme, Die geglüht im frommen Dulderstamme,