Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 12 (20.3.1861)
- Date
- 1861-03-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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141 U >! ' j — und Gott, der Allmächtige, sollte das nicht vermögen? Wohl ist die Frage thöricht; aber, weil wir kurzsichtigen Menschen einmal gewöhnt sind an den! regelmäßigen Gang der Natur, weil uns die Sonne; noch niemals ausgcblieben zur rechten Zeit, weil uns sich das Wasser noch nicht hat in Blut verwandelt, weil uns sich noch nimmer ein Fluß hat getheilt, da wir hinüber wollten, so glau den gar Manche und namentlich, die sich vorzüglich weise dünken, dem könne Nickt also sein, Gott habe die Welt erschaffen und sie sich selbst überlassen. Da werden denn die Kräfte, die Gott den Dingen hat inncwohnen lassen, als selbstständig bezeichnet; durch Attraktion und Cohaesion, durch Schwerkraft und Electricitüt u. s. w. halte die Welt sich selbst zusammen, bedürfe des schützenden, leitenden Herrn nicht mehr, der sich nach der Schöpfung von den Geschäften zurückgezogen und den Menschen als selbstständigen Statthalter auf Erden mit unbedingter Vollmacht eingesetzt Hab/. — Das ist die Weisheit, die heutzutage aus den Gassen und in den Kaffeehäusern predigt, die in unzähligen Zeitschriften und halbwisse,ssMstlichen Büchern verbreitit wird, und ebenso viele Halbwisser und Irrende macht; wir aber, alle echten Söhste 'Israels, sind gi schützt-vor solchepr Inlhnm/; wemi die Natur ^hren ^reiSlvuf von Neuem Hegniich! oa stritt uns da^P eßg ck- Frst enlgegcsi, derililunvige, ewige. Beweis, daß -^derIllhet^die'..Wtlt!.jM^Li-sich. selbst überlassen , dass er kräftig einzugreiscn! vermag! in den Lauf der Natur, wo es seinen trotzen Zwecken entspricht d-s; alle Geschöpfe der Erden seinem Wzuk^.g^ho^chen, baff die prächtige Bchirrscherin des Tages/nur Dicneiin seines Willens, die rhr Licht nickt spendet dem Lande ,' über das Et Finsternis; verhängt! bat, dost selbst die Menschen in ihrem stolzen Wahne Ahn,! nnterthan sind, Lab'ihre Erst-! geborenen dahin sinken in ewige Vernichtung, ha Er eS gebeut, i-. i! . i u ,,/!! Das älio zeigt uns das v"p, das Ueberschrei- Inngsopser, die erste Mizwah des Festes, dem sic den Mmen verleiht, daß Gott ewig ist und bleibt Lenker und?Erhalter > der Welt, Lenker und Leiter der Mcnschinschicksale, Er, der die Erstgeborenen der Argyptcr tödtete allesammt, aber überschritt im schonungSvollen Erbarmen die Häuser Israels, seine-' Volkes. « U. Israels, seines Volkes! ja, zu Träger» seine- Namens, zu Verwirklichern seiner erhabenen Zwecke, auf Erden, zu Beglückern der ganzen.Welt hat der Allgütige uns ersehen; um uns zu befreien, hat ex die Acgnpter gestraft, denn uns hat er zu seinem, Eigenthume, ndw, erkoren. ... Im Ebenbilds Gottes wurde der Mensch erschaffen; gar bald aber fiel er der Sünde anheim, nur Wenige bewahrten sich den in ihnen schlummernden Gottcssuukcn, und als zehnmal auf Erden die Geschlechter sich erneuert hatten, da hatte die Gesammtheit Vernichtung verdient, und nur No ach war der Rettung würdig. Aber auch Noachs Nachkommen entfernten sich immermehr vom göttlichen Edenbildc, bis in Abraham wiederum ein vollkommener Mann erstand; mit ihm schloß der,Allherr seinen Bund , den itnn erthcilten Segen vererbte er auf die Nachkommen, und als in Moses Zeiten der Gcdqnke an Gott der Welt verloren, schien, da! Zeigt/Er dnrcsj die Aeiha! seiner Wunderlhqten, durch die er seist Volk sich zum Eigenthume erwarb, daß Er ollem ist Schöpfer und Herr des Weltalls,, da stMW'er'i nnsr/Elten, i und uns zu Zeugen seine- Stljöpsung ans,da ward L'-Ä'L , der Auszug ans Äegyptcrst ein! zweites Zeugnis; vom ONxn. Lnwn, der Welten sch öp f u u st, so daß Israels Wesen, all seine Feiertage, so daß der Sabbat sogar, dessen eigentliche BMinmung ja Zeugniß der Weitem schöpsung ist, bezögen werden nu,ß ans dieses, Israel als Gotteövolk begründende Ereianiff. ' i! War aber Israel/ ein kleines, verachtetes. Volk, auch geeignet, befähigt zu so hoher Bestimmung? ' War der hohe Geist der Väter im Druck der Knechll ichasl nicht! zu Grunde gegangen? Nein, gebeugt und geknickt könnte dieser Geist der Väter wohl werden, aber den Geist 'zu tödten ist keine Macht aus Erden iw Stande, und Knechtschaft und Leiden waren eben die Mittel und Wege, durch die Gott sich sein Volk erzog—j-rrn '2x n-.c-'X-. das c>n-, das Sclavenbrod und -n-.-.L, das Bitte, kraut :x 'w 'Ln und das Verbot des gesäuerten Brodcs, sie stell