Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 12 (20.3.1861)
- Date
- 1861-03-20
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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140 nicht mehr eine ver^öhntH gedrückte, verachtete Sela-! unsre Eltern dereinst im heiliger; Hause darbrachten, vcnschaar, sonderndem Holk des .H*rrn, tzom qllge-bezeichnet uns hie Erwählung Israels und den wattigen Gotte s-lbst er?oreu zu ^Seinem Dienste, besondern Schutz, mitz welchem Gott es stets sorg- Wahrlich, es ist nicht zu verwundern, daß der faltig in Obhut genommen; Israels Erziehung zum damals erschallende Jubclruf auch noch heute einen Gottesoolke ist uns dargestellt durch den Genuß des Wicdcrhall findet jn unserrg Herzen. . Sclaveubrodes .-^"2 und der bitteren Krä »-!Ist doch der NtlSziig 'aus Mzrajim einzig in ter, die beide uns die Leidensgeschichte unserer Etter» seiner Art, wunderbar, wie nichts Anderes in der vergegenwärtigen, Hag ad ah aber, die Erzählung, Geschichte der Völker und Menschen. die dankbare Besprechung des Auszuges aus Aegyp- Ein Volk aus der Mitte eines andern Volkes ten, lehrt uns, daß wir verpflichtet sind, Alles, was hat der Allhcrr herausgerisseu. um eS zu erwählen wir besitzen als von Gott empfangene Wohlthate» zu für alle Zeiten zu Trägern Seines heiligen Namens, betrachten und in diesem Geiste unsre Binder zu cc- und nicht nur die damals Lebenden, auch ihre späziehen. Endlich vollendet die geistige Weihe die Seien Nachkommen, Htch^üns, auf daß wir seien die ph ira, das sehnsüchtige Zählen der Tage bis zum bevorzugteste unter allen Nationen immer und ewig, verannahen deS Festes der Gesetzgebung, die Sehn- Mit der Betrachtung, mit der Erforschung der sucht nach der Thora, ohne die unsre Befreiung aus Gründe, warum gerade wir, ein kleines, verachtetes dem Sclaveujoche eine unvollkommene geblieben Volk von Gott erkoren wurden, welcher Mittel Er - wäre. Sich bediente, um uns ^zu diesem hohen Berufe vorj I. zubertziten, und wie uns dieses Fest den Weg zeigt Wenn nach trüber, langer Winterszeit der zur höchsten Erhebung, möchten wir die heranuahende : Mensch hinaustritt in die auf's Nrue erstehende, er- Feier würdig begrüßen. — , wachende Natur, wenn ihn begrüßt der frühe Schlag Es ist das Große im Judenthume, daß es im- - der Lerche, wenn sein Auge wiederum erquickt das mcr Thaten sind, die des Gedankens Vollendung frische lebensvolle Grün und draußen sich Alles regt zur Darstellung bringen und deren » Ausdruck daß und bewegt, da bleibt es auch in ihm nicht träge Wort ist. Da^ .Höchste im Plden^h'ume ist^immer; und todt. Eine ^anze Fluth von Gedanken wogt die Tkqt, do<^!mnß ihr der Gedarrt zu Grutche! auf und ab in der Brust und keine Zeit des Jahres liegen lchd, das jgoltbegejstcrte Wort sis begleiten. regt also an, nach den Ursachen des Werdenden zu Wenn wir! im Folgenden ihre uns zu ^uforschcg,! nackizudenken über das Erste und Höchste, entwickeln bemühen zmerdsn, die etwa der Ausübung! über die letzten Gründe alles Gewordenen, über j der an das lPesiachfest sich knüpfenden Gottesgeboch Menschenaufgabe und Menschenbestimmnng;, und zu Grunde liecjtu tonnen, sq verwahren - wir u^rs wahrlich, m keiner Zeit im Jahre predigt die Natur ansorücklichi gegcn die 1-jeinüng, -die.von, den jüdtz so dentlich.die Schöpferkraft des allmächtigen Gottes. schcn GegüM des Iudeüthnms so /gern geltend g^ Der wolkenlose Himmel, das siecnbesäete Firmament, macht swird/!als wollten wir in eiu^r /^ymbolisinmgij^ das Frühlingswürmckm zu unfern Füßen, der hohe der Gvttesg^etze! einen neüeu , de^t Jude,tthums Eichbaum mit dersich entfaltende» mächtigen Landfremden Weg ln treten. Diese Art sind Weise der krolle — sie alle v r künden uns des erhabenen Wel- D-.utnug der Mizwoth ist so alt wie das Jullenthnm tenschöpfcrs unfaßbare Weisheit, unbegreifliche Macht, selbst, und die Ausübung ist von der Dentuna völlig > Wie aber, nachdem der Allmächtige einmal die unabhängig --die Ausübung ist bindend in jedem ' Gesetze der Natur festgestellt, ist er auch da noch Falls!und.-auch d er rrlüllt seine Wicht,-d^r jbeL chev ^Herr -her^ratur geblieben, vermag er's, die von ihm ÄusMinq nur den Gckaukeü! sefllM, däß er des > getrossem» Einrichtungen abznändern, nmzuge- Mmällltigcn LÄen zulerfüllen bereit ist.--! statten? Wenden .wir jetzt unfern Blick auf die das Tlwrichte Fraget Bleibt doch der menschliche Peßachsrst ausmachrnden und begleitenden Mizwoth. Künstler Herr seines Kunstwerks, kann hemmen und Das. dos Ueberschreitungsopser, welches ändern den von ihm beliebten Gang der Maschure