Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 12 (20.3.1861)
- Date
- 1861-03-20
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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2. Jahrgang. M 12. ZsrL § l L t.' Ein C<MtraloVgE für das sVthodsM ZssZeNthAM. HerauSgczrben vo» LSr. Lehmann in Mainz. Mainz, den 20. März 5621. (1 861.) Dtej» Zeitunz m'chrint wöchrntlich einmal, MittwoLs, in mindrstcns 1'/, Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. p. 8. cdcr st. 3. 36 kr. rb. Halbjähn'g 1 TLlr. p. C. oder fl. 1. -15 kr. rb. Vierteljäbrig 15 Sgr. p. 8. oder 53 kr. rk>.; etwaige Stemrelgebvbr re. ungerechnet. Inserate werden mit 1 Cgr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Alle Vuchbandlunzea und Postämter nebencn Bestellungen an. ^esterreikbisrbe Banknoten laut Cours. Sollte direkte Frankozuiendung unter Streifband gewünscht werden, so sind an die Expedition pro Jahrgang 3 Tblw. v. 2- oder 5 st. 15 kr. rd. oder 6 fl. öflrrr. franco rinzusendkn. Da mit dem ersten April ein neues Quartal beginnt, so ersuchen wir nm gefällige frühzeitige Abünnementsernenerung, damit die Zusendung keine Unterbrechung erleide. DZ27 DeS Pefiachfeftev halber erscheint in nächster Woche keine Zeitmrg; dagegen wird Donnerstag, den April, eine Doppelnttmmer anSgegebe». . I U h a l t. Leitende Artikel : Das Fest der Bcfreiung. Ortl^dori^r. BiLLapstalt. — Mau jüdischer Armen* -nchjM'geflvph.- , «Mge»H'Jenkfalemsir-! ' - -M' s ' Zeitnngsnächrichtenr Deutschland:München! Pr<h!K>n: , > iO e sterreickischrr Kaiierstaatr Wien.!? Wien. Ans Ungarn. Eomorn.! Aba-pj Szünt/».!FsaukreiL: Paris. Paris. Aus;! and: Warschau. Amerika: New- Aork. -s-! Feuilleton': DassFreiheitsftst. — zZur SLulfrage. tSLluß., 'I!! .!>>! I!! '!! Lprten-e Artikel Drs Mt Lcr Zefteiung. -l! Peßach, das Fest der Befreiung, nahet heran. »Freiheit," wer kennt nicht den Zauberklang dieses Wortes, das da der Menschheit höchstes und edelstes Gut uns gezeichnet? „Knechtschaft," wer ist so niedrig gesinnt, daß er nicht erblasse bei diesepr Schrcckensilaut? „Kerker/ „Sclavenhans!" Hört ihr, wie dumpf die Kette klirrtseht ihr, wie der leibeigene Knecht schreckensbleich sich von seinem harten Läger erhebt, denm schon grants im Osten'der Morgen, und der Fr^hnvogt!naht, umihn ranh an die harte Arbeit ''zu treiben,. Der Willkür^ verthierter Menschen ist der Arme! preishegcben. mihhandelt wird er Tag sür Tag, nicht einmal die Klage ist ihm erlaubt, für ihn gibts kein Recht, sein Herz erstickt vor Wuth, vffd seine Hand! muh schaffen, was ihm nicht gehört, muh säen, wasscr nicht erntet; kein Augenblick der Aast wird ihm vergönnt — ihm darf nicht nahen, das liebende Weib, das zarte Kind wird ans seinem Arme gerissen, um in des Flusses Fluchen ertränkt zu werden, wilden Krokodilen zur Speise. Horch, da erschallet! plötzlichjder Freiheitsruf, gesprengt find die Pforten des Kerkers, die Dränger ereilet daS Nachegericht, befreit sind von Kettenlast die Hände, verwandelt ist das gebeugte Sclavenvolk in ein Heer gewaltiger Männer, das da herauszieht auS der Knechtschaft Haus mit emporgehobener Hand --