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Der Israelit · 1861-03-06 · Heft 10 (6.3.1861) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 10 (6.3.1861)
Date
1861-03-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
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dem Eindrücke, den die Lectüre dieses Werker auf jeden Leser machen muß, den Verf. der Leugnung der Göttlichkeit der mündlichen Lehre anklagt; der um das Judenlhum hochverdiente, als tiefer Denker rühmlichft bekannte Herr Nabb. Hirsch zu Frankfurt a. M. hat dieses Sendschreiben in deutscher Uebersctzung in der von ihm redigirten Monatsschrift „Jeschurun" wicdergegcben und ist der Ansicht des Herrn Fischer beigetrcten. Beiden Herren gebührt das Verdienst auf das Gefährliche dieses Werkes aufmerksam gemacht zu haben; nur Hütten wir gewünscht, daß die Form des Angriffes eine andere und mildere gewesen wäre. Leider ist bereits der Streit in einen persönlichen ausgeartet; die Schüler und Freunde Frankels haben Hirsch in gehässigster Weise geschmäht. Das ist nicht der Weg, der zur Wahrheit führt. Wir haben uns bemüht, den Sachverhalt in ruhiger und besonnener Weise darzulegen; wir, als bisher unbeteiligt, richten an Herrn Or. Frankel die dringende Bittenden diM (Anstoß), den er unleugbar gegeben, durch eine einfache und offene Erklärung hinwegzuräumen und fügen noch hinzu, 'daß wir diese Bitte deßhalb gleich öffentlich anssprechen, weil man einen Privatbrief von uns als eine Falle zu betrachten vielleicht geneigt gewesen wäre; wir aber sind weit entfernt vom Hinterlist und Arglist, wir wollen und suchen nur die Wahrbeit; wir können es aber auch nicht verhehlen, daß wir nur mit tiefster Betrübniß einen Mann wie Frankel, vor dessen bedeutendem Wissen und practischreligiösem Leben wir die größte Hochachtung hegen, als für das orthodoxe Judenthum verloren betrachten müßten. — Wie ein Elm hin ln n rexliciri. (Fortsetzung.) Wir haben aber noch mit dem Ned. der Zeitschrift für jüdische „Theologie" ein ernsteres SträuSchen zu pflücken. Derselbe erfrecht sich von polygamischen Verirrungen bei unseren persischen Lehrern, den hochverehrten Amoraim, zu sprechen*); und kommt *) Eines der traurigsten Zeichen der Zelt ist es, daß jetzt gewisse Oberrabbiner die Erbschaft eines Eisenmenger und treuloser Renegaten übernommen, das antike Judenthum mit Koth zu besudeln, blos um der lieben Eitelkeit willen auf einer rrhadummdreist herausfordernd im vorliegenden Aufsatze darauf zurück. Daß wir solche freche Aeußerung gegen Misere Weisen nicht hinnehmen, versteht sich von selbst; die Apologie wird uns wieder sehr leicht gemacht. In beiden vonIL. citirten Stellen, heißt «S nämlich ausdrücklich ,.i!> 'i.i'2 .11.1 'im», was nach den meisten Interpreten, erwiesen aus der dortigen talmudifchen Controvcrse, ein bloßer mru, und zwar wie ich in der Note Nachweisen werde nur für sie, nicht mit ihnen war*). L. erhebt nun wiederum benen, nie geahnten Höhe zu sieben. Ir diese Eoiteri« übcrtrifft noch jene böswilligen Judenfeinde. Denn diese rissen nur eia« zekae Aussprüche aus dem Zusammenhänge; die Fabrikanten der jüdischen Theologie jedoch sieben nicht an, sich durch Verkleinerung von feit anderthalb Jahrtausenden hochverehrten E harakteren zn besudeln. *) Da wir nicht nur einfach zurückweisen sondern bei dies« Gelegenheit einige wie wir hoffen für Sachverständige nicht ganz unnütze, neue Gesichtspunkte für vie einschlägigen Stelle« angebe« wollen, so werden wir hier etwas genauer seka. Zur Abwendung des treulosen Vorwurfes genügt, daß wie gesagt mir von einem MN' die Rede ist; genügt, daß ebenderselbe 2"», dem unser Theologe Verlangen in dem ehrenrührigsten Punkte vor» , wirst, unter unfern gerade darin so rigorose« Weisen, denen wir unsere Praktischen Keuschheitsgesetze, die bis auf de» heutige«! Tag unser Stolz und unsere Zierde gewesen, verdanken, einer her rigorosesten war Lk'lpl s2 1'U2 21 - <j. 12. ch.; welcher sagte 1,.1'.1 >>' I'P^2 ja .12,2 -- und selbst in Anwendung auf sich und seinen Schüler «11,kl' 'l sagte:,'W.l'l .1'2?2 -spiI ^1 (das. Kt. d.s; und er sollte sich der Ermahnung des Zcphania (2. 1. vgl. Mez. 1V7. d, Bathr» 60. d. Sanh. 18'- 19»-) nicht erinnert haben? Und ebenderselbe WM '1, der in der Schule des VM22 gebildet (Der. 38. l».), und sogar mit demselben identificirt wurde (Bath. 65», vgk. rM2^»1 .l"l 2"22?l), er sollte die Keuschkeitsmarime seines Lehrers.12^2 W27IV2 (K. ä Kl. b. Ende) ganz außer Acht gelassen haben? (Ich bemerke bei dieser Gelegenheit ak« Dermuthung, daß den '«M --- 2'2'iO des s2M'l (K. ä. 33. ». unten) wohl auch Kcuschheitsrücksichten für daS durch di« 2"11 >12Zt (vgl. Sue. 3l. ». Nascht X'.l 'SM.l'l) besonder« der Vorsicht bedürfende, so belebte Haus des zu Grund« lagen). Und beide soli»rn der schönen Ethik der Mischnah, End« Kid., die doch jeder Amor» anerkennen muß, in's Gesicht schla, gen? Das glauben wir ungründlich«» Romantiker aus purer Romantik nicht. Irr., behauptet L., weiß von solcher „Verirrung' nichts; uns will aber scheinen, daß da«, wa« Irr. zn Jeb. 4. 1t alS Interpretation von Chron. I. 26. S. erzählt wird, desselben xaoro wäre und wir sagen wa« man der Bien« sagt ^L'2,12 r<^, Die Erklärung der Stelle« Jom. 13. d. und Jeb. 37. d.. bei denen wir un« vor unser« Obrnabblnern und . „jüdischen Theologen' durchaus nicht zu ge» nirnr brauchen, beruht auf folgenden Betrachtungen. De« ortho»

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