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Der Israelit · 1861-03-06 · Heft 10 (6.3.1861) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 10 (6.3.1861)
Date
1861-03-06
Page
– (sequence 5)
Language
German
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119 einen gräulichen Lärm, daß der Leitartikel die Mischnah zu den heiligen Schriften zähle; und beruft sich zur Rechtfertigung dieses neuen Spectakels auf Rabba zu Koheleth 12. 12. Warum citiren Sie den jungem Midrasch und nicht den alten, Ihnen und Ihrer Schule wegen größerer Kürze und vermeintlichen geringen „Intoleranz" so beliebten Jeruschalmi, der ja zu Sanhed. 10. 1. dasselbe lehrt? Haben Sie noch nicht so viel gelernt daß es viel gründlicher ist eine Stelle in Jeruschalmi als im Midrasch zu citiren? Ich werde aber Ihr ConlUengeheimniß verrathen, will -ns 1V22 >2-, sein. Sie missen ganz ebenso gut wie ich, daß es ausdrücklich im Nabba heißt: unter den Büchern der .121.1v seien verstanden rrba.1 p 'vi «i'v p 122 was nochwendig zum umgekehrtes Schlüsse führt. Wenigstens ist der Nabba aber nicht so unbequem, sogar den. 2i'vi.i -122 der ivi.iv gegenüber das Wort zu sprechen, wie cs im Jeruschalmi heißt: 12.12ZV 2122 221 vi'vi.i 122 V2x '121;rr22. Es steht dies zwar rücksichtlich des boxen Judenthumc ist cs «ln sehr wichtiges, wesentliches Postulat, daß dir Me beiligr Sittsamkeit und Keuschheit erhalte (2V' X> 711.1vd 2112 .11 2.122V .1VX X^Z Maii^ Bia Ende) die strenge Conscquenz dieser Marime (und eben in b(r Konsequenz sind! ja unser« Weisen so unübertroffen groß) gebietet, so länge Pvly» gavrie gesetzlich gestattet, Maßregeln, diese «1212 aus diesem Wege zu jeder Zeit auch während der Entfernung vom Hause zu er« halchn. - Es galt hierbei wie für alles! dfr oberste! Grundsatz ^>2N (K. S 62 oben). ^Soweit kn Allgemeinen. IkMichtlich unstrer Stellen Nun D btt K^rsckttbeNkeit der Lesarttn. 1VÜ1 l'122^ (Jeb.) 1^12.1 slho«.^ 'fttneiPrLLdrb. turn X1.1 ferner der Ausdruck St y ^?P 2^111^, welches lichtere Wort zwar in dem vorliegenden Text nur in Jeb. nack der Leriesntntion von Tos. aber auch in Jom. sieht; endlich das Won (in unsrrn Terten an beiden Stellen in Tos. sicher (n Joe».; wahrend IM' vH Op eonflruirt wird. Zweifelsohne hat Man deshalb nur die Ankunft drjs Amors; nicht aber H'Lll'b r«1,1;2;»erkündet^ dann hat nä»n für sie, nickt mit ihnen 1N'2 gewesen und zwar aus obige» allgemeinen Sittlich, keitsmottven. Hatte nun 21 und s212*2 wirttick einmal eine solch« genommen, d. b. natürlich V1P2 gewesen '"D12, so hat man dleß (zur Wahrung des Roses der betreffenden, oder auck ans dort besprochenen Gründen '12' 2PP' p Ilp'dx ^1 12«) bekannt gemacht; sonst aber war es kein Hl' mit ihnen (Op) sondern für sie ('O^P2,1.1^); 7^22 bezieht sich auf die erste sedrsmasigr '1211212X1 und '121 j21'^2,1 aus die zweite eventuelle. So weit von unserer Liest« wenn man sie mit der Gründlickkeit, mit welchcr „eia Watt Gemara" gelernt werden wist, behandelt. Wen» man aber nur Len Mond voll zu nehme» versteht; so wird man sehr leicht so lächerlich frech sein könne». .1211 andeutungsweise auch im Midrasch; aber da sind wenigstens,i"v nicht so spccisicirt, da läßt sich besser Sand in die Augen streuen; so steht eS mit der Aufrichtigkeit dieser theologischen Cotterie, das ist weit mehr als .121.12 oder närrisches Chasstdus. Das ist literarischer Betrug. Ich aber werde diesem Betrüge gegenüber daS Gcgentheil beweisen. Vor allem muß constatirt werden, daß der Ausdruck „heilige Schriften" bei unS durchaus kein dogmatisch technischer ist, wie uns der sattsam gerichtete Spott L.'s glauben machen will. In der schriftlichen Abteilung unserer Religionsbücher kommen Ausdrücke wie Viip.1'2i2 Vnpi '122 rc. niemals vor. Selbst ttipv, Nch. 8 8. bedeutet nichts ganz Spezielles, (vgl. darüber r"2 zu 1"' ,1" .i"v"p). Alle diese Ausdrücke gehören ursprünglich der nachtestamentlichen Zeit und Schriftstellern einer andern Confessio», bei denen von jüdischer Tradition keine Rede ist, an; und wir hätten rücksichtlich dieses Vorurtheils das volle Recht, auch Mischnah und Talmud, ja alle wirklich religiösen Schriften, heilige Schriften zu nennen, ohne uns von bombastischen Phrasen neuerer Dogmatiker kirren zu lassen. Entscheidendes Gewicht aber haste für uns der Umstand , daß die Ausdrücke Vip.i '2.12 und zwar Jadajim 4. 6 für vi' nxvio und Sabb. 16. 1 für,.1^.1 nur die Bedeutung der »122 habe. ES braucht aber nur v'1.1 zu 2221 r"2'.1 r"2 P12 verglichen zu werden , um den so lächerlich gefundenen Ausdruck zu rechtfertigen. Es erstreckt nämlich, nach ihm P21 und x"22i den Ausdruck Vip.i '212 auch auf 2"2Vi; mehr brauchen und wollen wir niemals, und wir sind lieber in Gesellschaft dieser Coryphäeu lächerlich, als in jeder andern das Gcgentheil.*) Hierzu kommen, noch *) ES 'st sehr wahrscheinlich, baß bezügsick O'l' OXV1V s dasselbe Derhältniß stattfmdrt, was durch die kleine Bemerkung s unterstützt werden könnte daß.1X212.1 M2X 1XV '".1 2'D 2221 j ,O'211P'2X 122 und nicht sogar 2'p2V.1 ausschließt, was nach unserem Prinrip >2X212 XI,1 f.12',1 '2^ mehr alS O'VIIP'LX 122 wäre, und diese involvlren, allerdings aber ist zu rrwieder«, daß 2221 möglichst getreu Miscknah und Gemma entlehnt. Uebrigens dünlt mich, daß man meine Vermuthung über O'l' 'X-212 auch durch Folgendes unterstützen kann. Meg. 26. d. wird der wichtige Grundsatz ausgestellt ,118V 'V'2V5> j'UZ) 1V11P 'V'VVO j'piv. Zu p'O gehören auch N1P181 denen ausdrücklich 21' .1X2D brigelegt wird. O12V aber sind auch PM), sind also auch mindestens wie p'O.

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