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Der Israelit · 1861-02-20 · Heft 8 (20.2.1861) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 8 (20.2.1861)
Date
1861-02-20
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Anschrift-ÄkLgtrß -MemLHöchwürdigen Herrn; iOber- MLbbinerÄbrahLmSu1rd;:zü Seinem-fünfzigjährigen HMl-Wn uls Andenkens gewidmetnvon der; israeli- WchM? GrmeindesHwß Münster:» Zttn» 30. Januar N86MrünMni'r?dersÄbeN'nnltyA seine » Gehaltszulage LerZhiesitzenäSynaKogen-Gememde und die von den «uswärtigeniGemeindeNübersandten Geschenke.! Kürze rAM ÄiächhÄl! statteten Mei Leiden Würgerm eisters d er SWtt -d emi Jubilar 7 ihre r Grätülättons-Visite'' ab/ und ^erreichten ein Schreiben' des) ganzen-Magistrats, /folgenden-Inhalts: 1 .? 'H. »» ) 7 »- K»,Mer Jubeltag/ den Sie am morgigen Tage zü/feiern LasElück» haben,' ist ein Ehrentag, an dem HrW wir-»ünsre herzlichen» Glückwünsche-»Namens unsrer Stadt und unsrer Mitbürger Ihnen?darzudringev/uns/verpflichtet chatten»»» - »»Ar In - füntzigjähriger»-srgensreicher Thatigkeit für Zhre»GlaübeNsgenoffen, wären Sie stets ein Biedermann, geachtet und geehrt als» Mitbürger unsrer StMr! ' » »» - -ü Möge der -Allwaltende. Sie in rübiger Thätig- Eeit: und dauernder Gesundheit noch lange zunr Wohle /Ihrer;/Glaubensgenossen,»zur. Freude» Ihrer Familie imck» der Bürgerschaft I erhatten.^ -7— .;-5 »»»/»Demnächst überreichte der.De'putirte der Synagogen- Gemeinde Steinfurt ein Geschenk demselben, bestehend Ln eurem großen silbernen Pokal. Oben auf dem Deckel desselben zsteht her Löwe Juda's, der die Gesetzestafeln halt. Der Pokal selbst trägt hebräische Inschrift. - » < » » » .» »» »Ein ähnliches Geschenk, einen sehr geschmackvol- Ln-Pokal, chatte die Gemeinde in Lünen geschenkt mit der Inschrift: Seiner Hochwürden, dem Herrn Oberrabbiner. Sutro, ein Zeichen der Verehrung von der israelitischen »Gemeinde zu Lünen, am 30. Januar 1L61." » »/"' - ^.-7--u < Von den vielen Geschenken von Privaten will ich nur eines schönen Bechers erwähnen, welchen eine hiesige christliche Dame dem Jubilar verehrte. Nachdem der Jubilar noch imLaufe des Vormittags noch viele Gratulationen, auchvon christlichen Seiten, entgegen genommen hatte,- vereinigte man sich gegen 2 Uhr im .Saale des Schloßgartens zu einem Festmahle, an -dem auch auf ergangene; Einladung die Heiden Bürgermeister: der Städtt Theil nahmen. Es Herrschte wahrend des Festes die heiterste, fröhlichste Stimmung: Der -Saal »war» geschmackvoll/decorirt. In» demselben 7iMrde»der- Jubilar »noch/wit» einem schönen, bequemen Sessel überraschtein Geschenk einiger Gemeinden s? Außerdem langtesnoch während der-Tafel,-die bis zum Abend währte/»ein Geschenk derkleinen Synagogengemeinde-Wester-Cappelnan, ein. zierlicher Becher mit ehrender Inschrift. Selbstverständlich /wurden in dem . großen Kreise während des Festessens der. Tischreden sehr vielegehalten. Die erste galt Sr. Majestät dem Könige Wilhelm dem Ersten. Demnächst brachte der Herr Oberbürgermeister Offenberg (Mitglied des Herrenhauses) den Toast auf den Herrn Oberrabbiner Sutro aus. Er, sprach von seiner langjährigen, eifrigen Wirksamkeit für seine Glaubensgenossen, von der Verehrung und Achtung, deren er in der ganzen- Stadt genieße rc. — Alsdann verlas der Vorsteher der hiesigen Gemeinde/ Herr Ems, eine Adresse des Vorstandes, welche also lautet: »' . . » - : „Hochwürdiger - Herr Oberrabbiner! Geehrtester Herr! Eine seltene Begebenheit, - Ihre fünfzigjährige Amtsdaüer, geehrtester. Herr Oberrabbiner > hat zu dem heutigen - Feste - Veranlassung gegeben , welches die israelitischeuGemeinde zu Münster mit mehreren Gemeinden Ihres Rabbinats-Sprengels, die sich Lurch uns? vertreten?' lassen, Ihnen --zu - Ehren veranstaltet haben. Wir danken Ihnen, .Herr Ober-Rabbiner, daß Sie unsrer' Einladung»bereitwillig gefolgt: und in unsrer Mitte erschienen sind. —? »»» Es sind»jetzt fünfzig-Jahre,» verehrtester Herr Oberrabbiner, daß Sie Ihrem hohen Amte vorstehen, wovon Sie fast den ganzen Zeitraum Ln unserer Gemeinde verlebt haben.» ) » » -» Unter schweren^ kriegerischen Zeitverhältniffen haben Sie Ihr Amt übernommen, und bei Ihrem Einzüge in Münster wären kaum erst» zehn Jahre zuvor die Thore - dieser Stadt für unsre Glaubensgenoffen geöffnet. .: Die- Gemeinde bestand damals noch aus wenigen» Familien. Jetzt» ist sie fast um das Zehnfache größer) Und- Ihrem»Einflüsse haben wir es mit zu verdanken/ -daß Duldsamkeit und.Eintracht in unsrer Stadl bestehen. Fünfzig »Jahre» lang haben Sie. als Lehrer und Seelsorger - in» Ihren / Gemeinden gewirkt, und » Ihr nicht immer beneidenswerthes Amt mit Berufstreue erfüllt:: Manche: Sorge und mancher Kummer, sowie (Hierbei zwei Beilagen.)

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