Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 8 (20.2.1861)
- Date
- 1861-02-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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soll diese vorgeschrieben? j Festesmahlzeit in erhöhtem Grade aufdie Ne in heit unseres L eb ens wirken. Lassetuns einen Blick werfen auf eine jüdische Mahlzeit Voraus geht die- Reinigung, die Heiligung der Hände, dann folgt der Segensspruch, der auf Gott alsden Spender hinweist; auch bei Tische lehrt uns Israels h., Sitte, uns mit der Gotteslehre zu beschäftigen; beim Schlüsse der Mahlzeit tritt die Erinnerung an Jerusalem auf, und das Tischgebet erfüllet-wiederum mit den ernstesten und erhebendsten Gedanken. Es beginnt, es begleitet, es beschließt der religiöse Gedanke die jüdische Mahlzeit. Um wie Vielmehr geschieht das, soll es geschehen, wenn die Festmahlzeit - selbst eine religiöse Handlung ist! Hier hat jeder Hausvater Gelegenheit, seine Fomilienglieder zu erfüllen mit dem göttlichen Geiste, der uns keinen Augenblick verlassen soll; hier kann ein Vater seine Kinder an eine Reihe von nwv gewöhnen und sie aufmerksam machen auf die Weihe selbst der körperlichen Ernährung, auf die Reinheit des Lebens. — Kann der Jude, der sich mit solchen Gedanken zur Mahlzeit setzt,-kann er sündigen? wird er nicht vielmehr diesen und somit auch jeden körperlichem Genuß auf das Maaß zurückführen, das ihm einzig gebührt: Kräftigung des Körpers im Dienste des Geistes? . Indem wir nun zum Schluffe dem geneigten Leser eine vergnügte Purimfeier wünschen, hoffen wir, daßdie hier ausgesprochenen Gedanken zur Weihe dieser Feier das Ihrige -beitragen mögen, zur Heiligung des Lebens durch streng gesetzmäßige Ernährung, zur Erhebung des Gemüthes durch gegenseitige, brüderliche Freundschaft, zur Vervollkommnung: des Geistes : durch fleißiges Thorastudium, und hieMuriMeier -wird.sein^;was-sie seimsoll: r-ikwv."Mi« ->p'l DM Licht, Freude, Wonne, Würde! Wie ein HsrMsn WlirM - . ' ML . VlIL/. INI, O.-IU ML (SüG2 M>Mj^;>'w.'DlrrMrGeehrter HM Redasteur! Da iichrmach.Nro.,63li sdes m-J<-Jhres^ geschätzten BlattesMruNd M vermuthen habe^L daßder- Redakteur des ^verivandeltenMen tChananja die kfür -Sie bestimmte Mro. L der Metamorphose zurückbehalW habe *), was derselbe vielleicht Huch mit der meinigeu thun würde, wenn ich nicht so vorfichtig sein würde mein Exemplar: mittelbar zu beziehen); so beehre ich mich Ihnen zugleich mit Gegenwärtigem diese Prachtnummer, die uns einen so herrlichen unschätzbaren Dienst leistet, zu übersenden. Im Jntereffe der Beschleunigung nun eben übersende ich Ihnen das Folgende, obgleich eigentlich Sie der Gegenstand desselben sind und wohl noch leichter und, besser als ich ein Replik hätten schreiben können; und ersuche ich Sie dasselbe baldmöglichst aufnehmen zu wollen. Es versteht sich nun von - selbstdaß ich Bombast wie: „Füchse im Weinberge des Herrn" (wie salbungsreich!), „reaktionäre Idioten," närrischer Chasstd auf sich beruhen lasse; das gehört zum Metier; gewisse Literaten speculiren auf den Effect und Locus xveus und unmöglich kann man dieser Wochen- Schrist in den Pfuhl ihrer Gemeinheit folgen.**) Halten wir uns streng an die Sache und untersuchen den in der Rede stehenden Aufsatz „Antiromantisches" rücksichtlich seiner innern Wahrhaftigkeit, sowie seines Zweckes, Ihren herrlichen Leitartikel in Wo. 31 zu entkräften. Registriren wir zunächst alles Faktische (was sich bekanntlich nicht durch Pastoralhochmuthsondern nur durch den Beweis des Gegentheils entkräften läßt), worauf Gegner nicht einmal -einen Versuch zur Antwort gemacht hat. 1) Der Leitartikel schleuderte H. Löw die Unredlichkeit und zugleich Narrheit ins Gesicht, ein bestelltes und bezahltes Exemplar des entgegengesetzten Tendenzen verfolgenden Redakteurs offenbar aus Furcht vor einer Kritik lange Zeit zurücköehalten zu haben (ungefähr wie ein Kind nicht gesehen zu werden glaübt, wenn es sichMe;Augen zrchAt).- Wir, die wir vor Allem *) Es ist uns noch nicht eine Nummer zugekommenx d>. k. k. Post zu Wien. theilt uns mit, sie habe bereits, zweimal darum gemahnt. —. Während dies gedruckt wurde, haben wir die betreffenden Nummern erhalten. Red. ''**) 'Wie diel 'Rücksicht diese Schrift für „jüdische Theologis" aus den Anstandnimmt geht" aus dielen andeten aus Mer Stelle, (Jahrgm M. S. 620) hervorwo ein obseurer David Lhw-j OLer-i (und,i zugleich: einziger) Lehrer in Ochepburz^in einer höchst faden Opposition; gegen eine Bibelübersetzung: fürÄnhänger ^der Tradition^ einen cynischen, drastisch .sein, sollenden Witz veröffentlichte, den unsre 'Feder wiederzugebeir sich streubt; ferner in der vorliegenden Nummer, wo von den -,Biehmärkten in Frankfurt, Mainz und Würzburg" die Red»-ist. —