Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 5 (30.1.1861)
- Date
- 1861-01-30
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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54 Unsere Glaubensgenoffenaberwerden auch das Ihrige Lhun. Me seiner Zeit'unermüdlich thätig für Erzielung der Emastcipätion in politischer Hinsicht, werden sie gleiche Brthatigüng auch zur Erreichung des noch fehlenden Theils der vollkommenen Gleichstellung zu Tage treten lasten, und nicht erst abwärten, welche Brosamen im „Gefolge" einer neuen Gewerbeordnung etwa für sie abfallen könnten. Was durch nnthätiges Zusehen und Abwarten Seitens unserer Gemeinden in jüngster Zeit erreicht Mr nicht erreicht worden ist, wollen wir, um keine überflüssige Streitfrage anzuregen, mit Stillschweigen übergehen. Heinrich Weil Hauptlehrer. Literarischer Bericht Beurtheilung der Geiger'schen Broschüre: „Nothwendigkeit und Maaß einer Reform des jüdischen Gottesdienstes", von vr. I. Hildesheimer, Rabbiner in Eisenstadt. 7 (Fortsetzung.) Noch ein Punkt ernstester (?) Erwägung: die Festtage haben wohl noch viel Zugkraft, dem Sabb at ab er tr aut der H err v r., selbst bei noch so moderirter Liturgie' (wovon wir in Mckficht auf die noch so moderirte Liturgie dankbarlichst Act nehmen) so lch es nicht zu, und zwar wegen der „verhängnißvollen Störungen" für Jung und Alt. Ale- 6102111011111011: wie die Alten Nachmittagsgottesdienst für Landleute einrichteten (eine neue hier und S. 23 eingeschmuggelte Lüge und Dummheit, als wenn nodr'dv m'inv und pvmn Nachmittags nicht ebenso wie Morgens und für Landleute wie für Städter wäte) wie auch Montag und Donnerstag (was ebenfälls oben als bodenlose Lüge nachgewiesen) so sollen wir etwa alle 4 Wochen einen' feierlichen Sonntagsgottesdienst einrichten:" — „Nust bleibt übrig, läßt ShaksperW in Hamlet Polonius sagen, daß wir den Grund 'von dem Effekte' finden oder vielmehr^ den Grund vost-dem Defecte, denn dieser Defectiv-Effect hät Grund. " Der Grund unseres' vorliegenden Äefectiveffectes ist,' driß dann der Lüstz- ^wie erst Gott in Frankreich zu lebE,"''d. h. deO Storungen^ die priesterliche WDs gegeben/'daß Pnmer ganz ab'ger" sehM^'vön"dÄ-''beispiölloM^BerhdhÄüng"'nicht>'nW aller traditionellen / sondern Äuch Dtzer biblischest- Unterlage) die Reduktion der „feierlichen' Stimmung" in erstem Perhältstiß von 84:1 sänttiönirt wird, daß sich die Religion immer mehr zur Dienstmagd der Störungen herabwürdigt, daß der' bodenlosen Willkür immer mehr Thür und Thor' geöffnet' wird rc. rc. — „Auch für die Privatandacht muß das Gebetbuch sorgen." Ja das alte Gebetbuch hat bereits für bist Privatandacht gesorgt durch ,71122:1 w p2w row, dieß' dünkt aber wohl zu wenig individuell, und was setzt ihr an die Stelle? wieder Stücke, die der Gebetbuchfabrikant mit seiner individuellen Gefühls- und Gemüthsverfastung als vermeintlich aus der Stimmung des jedesmal der Gelegenheit Lebenden herausdictirt, also wieder dogmattsch. Und wo steckt der Sinn? Doch das ist, wie wir von a bis z sehen, hier eiste sehr müssige Frage. — Wir haben uns, wie wir gestehen müssen, mit großer Mühe und mit noch nie auf diese Weise auf die Probe gestellter Geduld durch diese jämmerlichste Partie der vorliegendest Karrikatur hindurchgewunden; wir haben bei den kurzen Excerpten dieses Gewebes von Lüge und Unsinn theilw eise schon Gelegenheit gehabt, den sittlichen Hintergrund der aus der Ausdrucksweise unseres Reformators, welcher lächerlicher Weise' noch immer von der Sorge, geplagt wird, der Halbheit geziehen zu werden, kennen zu lernen. Wir wollen specialiter noch einige Stellen lediglich zu diesem Zwecke ausziehen, die aber nur einen sehr kleinen Theil von diesem Wust des unerhörten Hohnes ausmachen. „Ein öffentlicher Göttesdiestst für diö Werttage ist nicht paffend . . . . wenn noch Gemüther sich darnach sehnen, so mag ihnen die Gelegenheit nicht entzogen werden . . . . . es ist eine Entweihung des Gotteshauses/ wenn am Werttage ... : . -ein-' feierlicher' Gottesdienst,'Wge-' halten würde . . wir werden diese unnütze'Aus-, zeichnüstg (r>".ip am Montag und Donnerstag) / die zur Ironie geworden, aufgeben . . . . Noch mißbräuchlicher ist die' doppelte Feier des Neumondes Sonstige Fast- und Träuertage sind^. . . : eine verwerfliche Lüge. Das - Andenken ' äst /Amälek .??dä^/bei uns/ÄbMen'Meibdn^'mag^. .W