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Der Israelit · 1861-01-23 · Heft 4 (23.1.1861) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 4 (23.1.1861)
Date
1861-01-23
Page
– (sequence 10)
Language
German
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süße Erinnerung an diesen Tag bleiben, die sie mit hmausnehmen in das späterenun. ernster sich gestaltende Leben. ' -!. UNd! die Knaben? - Nachdem .sie heute die wesentlichsten Pflichten des -Judenthums hergerechnet haben, von dem Geistlichen zur Gesetzestreue ermahnt, eingesegnet und geweiht worden sind- und ihrerseits dem Glauben der Väter Treue gelobt haben, verlassen sie das Gotteshaus,^ um morgen in ein Geschäft zu treten, in welchem sie den Sabbath ohne Gewiß sensscrupel entweihen werden. — 8. N. (Schluß folgt.) O e st erreich isch er Kaiserstaat. Wie«, 6. Jan. Wie der „Presse" aus Oswiecim in Galizien geschrieben wird, hat dort der stellvertretende katholische Propst das Verbotdaß christliche Dienstboten nicht bei jüdischen Familien dienen sollen, abermals feierlich von der Kanzel verkündet und im Fall des Ungehorsams mit allerlei Strafen gedrohtwie, daß sie nicht zur Beichte, zugelassen und nach ihrem Tode wie Selbstmörder außerhalb des Friedhofs beerdigt werden sollen. Aehnliches werde auch aus andern Theilen Galiziens berichtet. Ksnrrrn. In einer Zeit wo die Seulen der Ordnung zu wanken beginnen, wo der fromme Glaube und der religiöse Sinn leider nur zu sehr abnehmen und die Hydra der Intoleranz ihr Medusenhaupt zu erheben drohet: da ist es von größter Wichtigkeit, wenigstens ein harmonisches Zusammenhalten unter uns nicht außer Acht zu lassen, denn sonst würde jedes einbrechende Uebel noch viele andere tausend Leiden nach' sich ziehen rinp Mr gehören am wenigsten zu den Schwarzsehern, doch halten wir es für unausbleiblich, daß es viele der ungarischen isr. Gemeinden bald leider sehr schwer zu sühnen haben werden, so nicht der Geist, der gegenwärtig in ihnen herrschet, ein anddrerrund -zwast ein srr ed li cher e r und besserer wird: — Die Anzahl der in sich verfallenen und einander beunruhigenden Gemeinden in unserem - Lande ist keine Ä geringe -, und ^zumeist herrscht da (wäs 'noch am traurigsten ist) v'vV -Ich' erlaube lww thier Nlur - eine Mstzufiihren und zwar Ätzen die uüsrigeHier;! es will i.t rl H u'/r s § ' H H G ä"- .<r? die ewige Hetze mit dem alten, ehrwürdigen Rabbis ner durchaus kein Ende Nehmen. Dieser Hochherzige Mann, welcher wahrlich eine talmudische Celebrität genannt zu werden würdig ist, wird ein Opfen viÄer,MgheWger^ Menschen! Man will ihn zwingen, seinen Grundsätzen entgegen zu handeln, Und bedient sich dabei eines im rabbinischen Wissen unbewanderten Oberlehrers, dem man die rabbinischen Functionen überträgt, wenn der ehrwürdige Rabbiner sich nicht fügt. Was Alles muß der edle Mann bei diesem Dilemma leiden!*) Möge Gott, der Herr des Friedens, dessen Namen Friede ist, bald in den entzweiten Herzen andere Gesinnungen erwecken, auf daß sie alle das Band der Liebe und der brüderlichen Aussöhnung umschlingen möge! W. S. Sch. Preßburg, im Januar. Soeben erhielt ich aus authentischer Quelle die Nachricht, daß der ehrwürdige Herr Oberrabbiner zu St. Georgen 2^.-1 p'V .-iwO Mn einen Ruf als Rabbiner, nach der circa 200 Mitglieder zählenden Gemeinde Hirsel, im Ugocser Comitate, erhielt. Ob Herr Schick gewilligt ist, diesem Rufe Folge zu leisten, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Daß sich dort für seine religiöse und talmudische Thätigkeit ein weit ergiebigeres Feld darbietet, ist nicht in Abrede zu stellen. Allenfalls wird obige Nachricht bei den. Verehrern, deren sich Herr S. so viele im Bereiche unseres Kaiserreiches/ zu erfreuen hat,- freudige Sensation erregen. M. S .r Raah, 11. Jan. Hier, wo es am wenigsten erwartet wurde, ist es den alten Judenfeinden endlich gelungen, ein artiges Judenkramallchen in Scene zu setzen. Der dem Primas bei seinem Besuche des hiesigen Bischofs dargebrächte Fackelzug war die günstige Gelegenheit, harmlose jüdische Spaziergänger wacker durchzüprügeln und da die Begeisterung nach den Regelst aller Räusche noch 24 Stunden angehaltest hat, so sind auch gestern stoch einige Juden.bei Hellem Tage angefallest und handgreiflich insultirt worden." Heute hat sich eine Deputation *) Wir finden hierin keine Collision der Pflichten; der talmudische Grundsaß ist deutlich, daß man nicht selbst'zu sün-- digen braucht, um- Andere-vor. größeren.-Sünden zu -bewahrem 'Ost NON' - qrruarmiMe RedactioM»,-4 K i.Lr z -L H L i« H M Z ch

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