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Der Israelit · 1861-01-23 · Heft 4 (23.1.1861) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 4 (23.1.1861)
Date
1861-01-23
Page
– (sequence 4)
Language
German
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40 zwei Lieferungen erscheinen, vW chenen jede circa 12 PogM-unffassen wird.- Der. -Preis einer jeden Lieferung Wrägt einen Thaler. Wir. dürfen wohl mit Gewißheit' annehmen, daß alle Freunde derrahbinischtalnuchischM;WerMr> .zNichh . zögern werden, sich in den. Besitz;, eines so werthvollen und wichtigen Werkes zu setzen. ...! Beurtheilung Jer Geiger'scherr-Droschure: „dtothwen-! digkcit und Maaß einer Reform des jüdischen! Gottesdienstes", von Or. I. Hildesheimer, Rab-! Liner in Eisenstadt. 7 7 7 Das Werk selbst aber, das wird erst recht den! Meister loben. Meine Leser werden sich höchlichst wundern , wie man bei so albernem Zeug und bei i so hohen heiligen Dingen kaltblütig bleiben kann, ich wundere mich auch, es geht aber nicht anders, nur eisenfeste Kaltblütigkeit, nur strenge Objektivität kann solche Spiegelfechterei gründlich beurtheilen. Das Geringste, das wir als Kriterium der Wahrheit, als oouärtio SLN6 gua nowzu verlangen haben, ist doch wohl die innere Consequenz. Nun gut. Unser Reformationsheld wähnt, der 's als Beziehung zum unterbrochenen (für ihn gänzlich zu Grabe getragenen) jüdischen Staatsleben gar keine Beziehung zum Leben vindiciren zu können; die schönen, symbolischen Maximen von der Zusammengehörigkeit dem Besitze als Lösegeld d. h. als sittlich-moralische, nicht als willkürliche Macht (iws2 ssis) daß Arm und Reich gleiche Opfer bringe (r^ nss') die nicht gezahlt, sondern gewogen werden, (!?pw) daß, sowie die Natur so die Gesellschaft sich aus dem Winterschlafe zur lebendigen Thätigkeit wie- - der erheben soll (d'ss wiL Vs pwip hsi -n-rs sn^s) rc.^2c.; alles dieß ist wohl zu kleinlich , zu engherzig, zu specifisch Misch, kann nicht einmal durch die Predigt zu etwas Ordentlichem werden. Nun Ln Gottes Namen. Welchen Stoff zum oratorischen Fabrikate bietet euch nun ws-.m 's ,nss psp? Dieß hätte, nach euerm Ausdrucke, nur, im- Staatsleben seine . ^Entschuldigung", riLv und ^211^ wer wird aus einem, so zufälligen - Umstande ("vriQnriv -,vs' eines Actes, welchem .selbst „der bisherige, Vorrang Ln dHn Gebete nicht mehr zugestanden werden darf" (S. 10) so viel Federlesens machen? Warum abeu dies;ja, und.: diesn nicht,-^doch.- erkläre , mir wer kann; bis dahin aber bleibe ich dabei, daß-dies Alles, immer, ganz abgesehen-von unserm traditionellen Standpunkte, eitel Philosophie des Plaisir's d.? h. — Unsinn ist.. „pvyp ns'sx bleibt besserbei uns erloschen." Nur kalten Bluts! Wir erinnern uns gehört zu Haben , daß in den. Salomonischen Festpredigten eine Purimpredigt des Inhaltes., enthalten sei, daß Gott so wunderbar böse Anschläge vereitle, wenn diese dem göttlichen Willen zuwider laufen, wie Israel gegen Amalek gesiegt, als Moses thätig die Hand aufhob u. s. w. Die Predigt wurde vor keinem PMikum gehalten, das sich zu den Principien des bekennt, vielmehr vor einem solchen, für welches es schon vor mehreren Decennien „Störungen vom sabbatlichen Frühgottesdienste gab. Also muß auch wohl selbst für ein solches 's etwas zu denken geben, und wäre wenigstens aus diesem ar- AUEnttuo s kaoto wenigstens für eine Predigt noch etwas Hoffnung; doch Salömon und Consorten sind, wohl zu orthodox! Was aber, müssen wir fragen, bleibt denn, wenn es erlaubt ist, einen so dicken Strich durch ein biblisches Gebot zu ziehen, eigentlich noch „wahr und feststehend" an dem ganzen Testamente, warum ist pvop rn'si antiquirt, und nnD-r m!?s-r2 keine Sanitätsregel? Was bleibt vom nsw, s"n', , kurz, was bleibt uns von uns übrig? Ich weiß nun sehr wohl, daß ich mit dem Propheten der Urschrift zu thun habe und bin über die Antwort desselben durchaus außer Zweifel; ja im System der Urschrift wohl, aber in dem Religionsbegriff irgend einer Confession, und sei es auch nur eine durch das Gebetbuch vom Jahre 54 gekräftigte Gemeinde, ist es Widerspruch, Willkür — Unsinn. — nss 's endlich wäre unserm Verfasser trotz ausgesprochener Idee der Reinigung überflüssig, vom Uebel. Ja, aber die Idee der Reinigung ist doch nicht wandelbar? — o'est mon Misir. Endlich aber müssen wir noch das ganze Unwesen: Stücke der induvidüellen.'Reproduktion-'der Gemeinde zu entziehen und der Predigt zuzuwenden, (ganz abgesehen davon, daß der etwas gedächtnißschwache Verfasser in der oben am Ende des vierten Abschnittes: notirten Stelle selbst auf größere Individualität. der Gemeinde dringt), für radicalen Uiwer-

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