Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 1 (2.1.1861)
- Date
- 1861-01-02
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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regt, und zahlreiche Familien derselben sahen sich dadurch zur Flucht veranlaßt. -Mehrere Tausend avmermaroKänischer^ Juden wären in Gibraltär an dass Land gestiegen', wo sie bei dem - englischen -Gouverneur Schutz'fanden-, der sich.gleichzeitige än die europäischen Glaubensgenossen der' FlWtlinM mit' der Bitte um Unterstützung - ihrer hülflosen Brüder wandte. Wiein' 'Hlchen Fallen immerging s Si r Moses Montefidre in England mit gutem Beispiele voran. - MfsilÄmten von allen- Seitens — auch von Deutschland- — zahlreiche - Liebesgaben herber, die Nacktenßitt VWm und die Hungernden zu sättigen. Vor Allem s aber nrachtesichdas Pariser Oomitä äs disukaisairoS des israelittschen. Cönsisto- Mms, an dessen Spitze der durch seine mehrfachenin jüdisch -philantropischem Interesse unternommenen Reisen nach der Türkei, nach Palästina und nach- Algerien, (wo er überall jüdische Schulen begründet hat) bekannte:Alb ert Cohn steht, durch seine menschenfreundliche - Thätigkeit verdient: Herr Cohn begab sich' selbst an Ort und Stelle und sorgte nicht dlos für die zweckmäßigste Vertheilung der eingegängenen Gaben, sondern Mch dafür > -daß': die-Flüchtlingesofern sie nicht etwa den Wunsch nnd die Mittel besaßen, in Europa zu verbleiben, wieder nach Afrika zurückkehren konnten^ wo - sieentweder unter französischem Schutz in Algerien, oder nach wieder hexgestesstem. Frieden Ln.. MaroKo-. selbst, .r einen: ihren bisherigen Lebensgewohnheiten mehr zusagenden Aufenthalt und Beruf wiederfinden konnten. Herr Albert Cohn, der bei dieser Gelegenheit von Neuem die jüdischen Niederlassungen in Algerien besuchte, von wo er sodann auch nach Marokko sich begab ,, bat. über den Zustand der Juden in diesen Gegeben ,an das Comits, dessen- Beauftragter er war, einen. Bericht abgestattet, welcher demnächst in Druck erscheinen wird , und aus dem wir in den Staph-, gefetzt sind, bereits, die nachstehenden Notizen mttzucheilen:., Nach? den. statistischen Ermittelungen des Herrn Cohn dürfte "sich die Zahl der iw den verschiedenen ' zu ^cm offenen-' Bekmntniß: VNN" 2NP1 , wer seine SchM. Ängesteht^ünt? den Lösen Pfadverläßt, findet' Erbarmen:- WrMerden sehen, obsich "Philippsön und Gmosfen künftighin - -^«M-WMWttche'--MÄ»ntt'?vder-s«ls- — Neölvgen (der aufgestellte Cegeysatz ist zu ergotzlichZ^benehmen werden: Die Redaktion. - 5 " 7. ' 7/'.« >!! ,1:77". Städten Maxokko's befindlichen.Juden. Ms 120—-- 150,000 belaufen, die etwa folgendermaßen vertheilt sind:, in Maräkko LÜOO/,:Fez 7000,. Mekinez. 6500, Tetuan 6000, Tangier. 4000, Mogador 4000, Rabboth 3000^ Säleh 3000, Laracte 1.300, Nfkasar 1500, Tarudath 1500, Asemun 1500 - Scheschwan 1000, Ouchdah 800, Masagan 800, Deir el Heid ah- (Oar-adlanLa). 800, Sofsieh 700, Ouäzzan 600,. Arselah. 500, Sauk-Am 500. Die Provinz Tafilelt,^ welche zugleich in ummauerten, thürlosen Gebäuden den Schatz des Kaiserthums Marokko enthält,, der auf tausend Millionen F r a n c s. geschätzt wird , zählt än 7000 Juden, die aber-nicht unmittelbar unter dem Schutze des Kaisers stehen, sondern, je 3—4 Familien einen Feubal-Herrn. haben, der sie gegen gewisse Dienstleistungen in Schuh nimmt und gegen. Angriffe ändere- Feudäl-Herren vertheidigt. Auf diese Weise findet sich hier , am Saume der afrikanischen Wüste, , ein Ueberbleibsel mittelalterlichen Nechtsünd Zwanges erhalten! Im Riff leben an 4000 Juden, die sich, durch Nichts, weder in der Kleidung, noch in der. Sprache, von den Arabern, unter denen sie wohnen, unterscheiden. Gleich diesen, gehen sie bewaffnet auf Expeditionen und auf Beute aus. Ein ähnliches, abenteuerndes Leben führen auch 3—400.0 in Kalat-Gad zerstreut wohnende Juden.' Finanziell sind die Juden in Marokko mehr indirecL^ 'als durch das Steuersystem' der' Regierung, bedrückt: Sö zahlen sie in Tangier, wo deren. 4000 sind, außer den Abgaben für die Wäaren, die sie' ein-oder ausführen, nur 2500 Francs'jährlich an direkter Steuer. Daneben aber müssen dort, wie überall in Marokko,fortdauernd Geschenke an Paschas, Kadi's, Kaid's und selbst Kawässen (Polizeibeamte) verabreicht werden: So bekommt z. B der Pascha von Ätuan nur 30 Dukaten von der Regierung monatlich als Gehalt, und dabei muß' er auch noch seine Garde aus eigenen Mitteln erhaften.' Dessen ungeachtet zieht er sich , nachdem er drei bis vier- Jahre das Päschalik' verwaltet hat , mit'.. einem. Vermögen von einer. halben Million Francs, in den. ^Privafftand zurück '— falls ihm'der Kaiser' sein: - Geld nicht 'abnimml. Von dem' -Zu^ände ''der'''MäroÄanLschrn Rechtst pflege,kaM folgende , uns von Herrn Albert'EohiL. E'M SL 7r Q r »