Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 1 (2.1.1861)
- Date
- 1861-01-02
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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mane Beschluß gefaßt, für die leidenden Glaubensgenossen ein Spital zu errichten. Augenblicklich würden an Spenden und jährlichen Beiträgen Hunderte gezeichnet, und sind nur die Verdüsterung des politischen Horizontes und die durch die Geldkrisis entstandenen Verlegenheiten Schuld daran, daß dieses löbliche Unternehmen bisher noch nicht zur Ausführung kam. — Ferner hat die hiesige Gemeinde die Errichtung einer Volksschule im Jahre 1855 beschlossen und zur Ausführung gebracht. Wie überall, mußte auch hier diese Anstalt die Feuerprobe bestehen, und da in der Wahl der Lehrer ein Mißgriff geschehen war, kam sie in Verfall. Die Reorganisirung derselben wurde im November 1858 durchgeführt, die Lehrerstellen würden neu besetzt und wird nun diesem Institute von allen Seilen der größte Beifall gezollt. Unser Rabbiner unterstützt dieses mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln, und waren, bei der am 12. September l. I. abgehaltenen zweiten Jahresprüfung alle Hönorationen der Stadt und Komitatsbehörde gegenwärtig, die sich über die Leistungen allgemein sehr lobend ausgesprochen. . Bei der Revision unserer Gemeindeangelegenheilen dürfen wir eines Mannes nicht vergessen, der den Impuls zu allem Schönen und Löblichen, zu allem Nützlichen und Humanen gibt, und der als Centralpuukt alles Schaffens und Wirkens im Kleinen und Großen überall glänzt. Unser allgemein hoch geachteter, von allen Seiten hoch verehrter, als .Capacität und als Mensch gleich geliebter Herr vr. A. Popper verbindet bei einer strengen Charakterfestigkeit zugleich alle Eigenschaften, die ihn allgemein als das belebende Princip unserer Gemeinde hervorheben. Die Gemeindeangelegenheiten, durch das. in ihn: gesetzte Zutrauen lenkend, vergißt er dabei nicht, jedem Hilfesuchenden thätig beizustehen, besucht die Hütten der . Armen, gönnt sich nicht Rast und nicht Ruhe, um der leidenden Menschheit als Arzt heizustehen, und macht, fein bloßes Erscheinen am Krankenlager eines leidenden Glaubensgenossen schon die > beste Wirkung. Das Aufblühen der Gemeinde Ln der Zukunft wird an ihm die größte Stütze haben, und wünschen wir von Herzen,^ daß. ihm der Beistand Gottes in feinem humanen Wirken nie fehlen möge. W. SchönM ^Beilage zrr Nro Schweiz.. Endürgen (Schweiz). Es wurde unlängst, in der a. Z. d. I. behauptet, Herr Rabbiner Adler aus Aschaffenburg sei von der Bewerbung um unsere: erledigte Rabbinatsstelle zurückgewiesen, weil er den Protest der orthodoxen Nabbinen gegen PH. mit unterzeichnet. Der Unterzeichnete befindet sich in der Lage, diese Nachricht als eine tendenziöse Erfindung zu bezeichnen. In den beiden vereinigten Gemeinden Lengenau und Endingen bildet die sogenannte Reformpartei eine verschwindend kleine Minorität; wir werden nicht allein keinen Rabbineu im Ph.'schen Sinne und Geiste, sondern auch keinen nur indifferenten erhalten; der Wunsch der beiden Gemeinden, fünf oder sechs Glieder derselben abgerechnet, geht vielmehr dahin, einen Mann an die Spitze ihrer religiösen Angelegenheiten zu berufen, dem. es heiliger Ernst um die unverkürzte Erhaltung unseres väterlichen Gesetzes ist; ja, es ist mit Gewißheit vorauszusehen, daß selbst in dem Falle, daß wir getäuscht werden sollten, ein Neologe oder ein Indifferenter sich weder hier noch in Lengenau wird halten können. *) Benedikt Dreifuß. Feuilleton Die Mlstlie Bevölkerung in Marokko unä Algerien. Der spanische Krieg gegen Marokko hatte im Jahre 1859 den Fanatismus der marokkanischen Moslemin auch gegen die jüdische Bevölkerung er- *) Durch obige Mittheilung sind selbstverständlich die verschiedenen Jnvectiven widerlegt, die erst unlängst wiederum „aus sond ernnur eh reuw erthe Männer! So steht's schwarz auf weiß in der Zeitung des Judenthums Nr. 52, Seite 771^ Damit läßt sich Philippson und seine ganze Clique (lauter Neo* 1 -es Israelit.)