Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 1 (2.1.1861)
- Date
- 1861-01-02
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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7 Liner M eklen bürg und sein Freünd, Literat vr. M Freystadt, widmeri dieser Sammlung ihre volle Thätigkeit. — Der bisherige Conflict mit deck Prediger Saalschutz, der unheilbar schiensoll wieder ausgeglichen sein. Der 25jährige Krieg ist beendet. Nachdem Herr vr. Krüger aus Berlin die vergangenen Feiertage in der hiesigen Synagoge seine wahrhaft belehrenden biblisch-talmudischen Vorträge gehalten hat, lenkt Herr S. — der Neligionslehrer! — in die Bahn des Friedens ein. Möge der so lange vermißte Friede ein nachhaltiger sein! — Ueber die Persönlichkeit des vielgenannten vr. I. Chronik in Amsterdam sind wir im Stande , von hier aus einiges Licht zu verbreiten. Derselbe hielt sich Lei uns in den Vierziger Jahren Studirens halber auf und war. damals ein eifriges Mitglied der freievangelischen Gemeinde. Später ging er noch über vr. Nnpp hinaus und trat gegen ihn als Pamphletist unter dem Namen Kinorhc auf. Wie wir hören, soll Chr^ jetzt Aussicht haben, der Nachfolger Holdheim' s bei der Berliner Neformgemeinde *) zu werden, mit dem er übrigens nicht nur die destructiven Grundsätze, sondern auch das gemein hat, daß er, wie jener, der. eigentlichen Gymnasial- und Universitätsbildung entbehrt und ebenfalls aus der Provinz Posen gebürtig ist. Almoni. Oesterreichischtzr Kaiserstaat. PreßSurgim Monate Kißlew. (Aus Mangel an Raum verspätet.) Ich habe Ihnen heute von einer anscheinend unbedeutenden Feier zu belichten. Ein Knabe ist ein Bar-Mizwah geworden. -Auch ein Ereigniß, werden sie ausrufen;. gibt es -etwas Alltäglicheres? Allein, es war - dieses eine Bär-Mizwah-Feier, in der sich das gesammte jüdische Leben in Preß bürg in seinem vollen- -lebenskräftigen Pulsschlage, in strahlendem Glanze zeigte. Es ist der Sohn des Hochverehrten Rabbi Chajim Brüll, der. .den Tag -seiner religiösen Mündigkeit -feierte. Ich: will Nicht von der-gehaltvollen deutschen Rede sprechen, die der talentvolle Knabe. Vormittags vortrug, ich will nur des geistvollen talmudischen Vortrages erwähnen, dem beizuwohnen sich die Elite Wir-erhaltm ,soeben -die Nachricht/ -aß CH. m-B.mit < Glanz^- ^rchgefällen; in der nächsten Äümmer darüber Nabeder Preßburger Gemeinde, den allverehrten Herr« Oberrabbiner an der Spitze, versammelt hatten Leider ist es heutzutage ein seltenes Ereigniß, wenn ein dreizehnjähriger Knabe bedeutende talmudffche Kenntnisse besitzt; möge diese öffentliche Erwähnung viele« Eltern ein Sporn sein, Gleiches zu erstreben. L. G. Lowasbereny, im Dezember. Es dürste Ihnen und den geehrten Lesern Ihres geschätzten Blattes nicht unbekannt sein, daß in unferm Lheuern Vaterlands, Ungarn, durch das kaiserliche Diplom vom 20. Oktober l. I. — wenngleich bis jetzt nur noch im Principe, so doch — guasi die alten, vor dem Jahre 1648 stattgehabten Dinge, mithin auch das Institut der Obergespäne, anstatt der im letzten Dezennium an der Spitze der ungarischen Comitate gestandenen Fönokök (Komitatsvorstände) wieder eingeführt wurde. — Für das SLuhlweißenbnrger Comitat, in welchem sich auch unser Wohnort, der Marktflecken Lowasbereny befindet, wurde von Sr. Majestät, unserm allergnädigsten Kaiser, der Patron dieses Fleckens, der hier residirende k. k. wirkliche geheime Rath Und Kämmerer, Gras JohaN Ziraky de Zirak und Denesfaloa zum Obergespan (und in Folge einer spätem allerhöchsten Entschließung auch zum Judex Curiae für Ungarn) ernannt. — Unter den zahlreichen Deputationen der hiesigen Confessionett und Stände, die sich, denselben zu begrüßen beeitten, befand sich auch die der hiesigen Israeliten, geführt von ihrem Oberlehrer Herrn Nathan Fischer, der Seine Excellenz im Namen der hierortigen Kultusgemeinde und öffentlicher Hauptschule in einer nach dem Urtheile Sach- und Fachkundiger, sehr, ja äußerst gelungenen nn g arischen Ansprache begrüßte, in welcher er unter Anderem auch -den Herrn Grafen bat, gleich feinem gottseligen Vater, welcher ebenfalls diese hohen Ehrenämter Lüne hatte, die Israeliten des Landes im Mgeckeinm, die dieses Comitates überhaupt und die dieses seines Wohnortes aber insbesondere stets schützen -und gegen etwaige Angriffe des mittelalterlichen Bomrtheiles And. blinden Fanatismus, -die von der RohhM des Pöbels in manchen Orten dieses LatlM Noch MHt M erwarten find ^gnädigst ner- HeidiM M wolle«. — - -Der Herr Graf war von dieser Anrede mm so