Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 27 (28.11.1860)
- Date
- 1860-11-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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318 Unsere AeußerungE Essenz in , Uebereinstimmun^^ sein mit unserer Hnerev HberMgustM) ^'Den^ mir uns dennoch- Äran^aßt ^ehemD dieKHeiheü der^ Gedankenäußerung in Frage zu stellen, so kann der Sinn nur der sein: Sind wir stets verpflichtet, wo: sich auch., HKgLscheit, dP-bisstzch, unsgA HedaMn. zu äußern, Wt "sind mir vielmehr angewieseü^ ^nnt der Sprache zurückhaltend zu sein? Wir laßen alle an-, dern Fälle außer Acht, weil die Beantwortung keinem Zweifel unterworfen ist und betrachten diese Frage in Bezug auf unser, ^viffenschaftliches Denken, und nur diejenigen Fälle, in welchen die Gründlehren unseres GlaWens 'W^KFWUMm^ünseres" Denkens im Widerspruche stehen. Wir haben bereits , gezeigt, daß solche Fälle möglicherweise cintreten können; wir haben ferner zu zeigen gesucht, daß es keineswegs eine Ketzerei ist, wenn Jemand seinen Geinten-freien-Laus läßt, und dadurch zu Resultaten kommtdie.mit der Lehre im-Widerspruch stehen. **) Mer die Wahrheit muß - unsere Regel bleiben! Wir dürfen daher nicht, dasjenige für Wahrheit ausgeben, was sich noch nicht als Wahrheit bestätigt, hat. . Was auch-immer die Vernunft über das die Grenzen des Natürlichen Ueberschreitende, über das Uebersinnliche -ausbeuten mag, es-jkann-nicht zur Evidenz gelangen, 'sondern es bleibt immer nur innerhalb der Grenzen des Wahrscheinlichen. Was ich mit Hilfe meiner Vernunft von Dingen einzusehen glaube,! für die kein schlagender, Beweis vorhanden ist, - das ist für mich ^exenI-Mrülilffe > -sind!;.. natürlichiauch da n^r) wenriUeine andere ,,.Fjigmd,gefährdet A,: So z. H. ist Mayches^rlaE: afs.^r^nd.,.^std vH d^n^Co^lmenLatoren ' angegeben:' mzz,''jnipÄ' 'und ' '222.' Annr. der Kcd., .-Drr,Herr Verfasser Hat schon in vori- .-. AerchMumm« nachgewiesen,.'„dH Ls,.in. diesem Falle Mfiicht/ ist, Ochs.-») bMeiden,:,-urch.: hi?,-Resultate -des. eignen; Derckens nach denrMWrücheMder Gotteslehre-Hv corrigiren.-^, k wahrscheinlich, und ich kann ^zv^^öchstens verlangen, z dafl^Andere es Hs Solches'" benehmen. Wenn daher^Männer d erMüssmich aftMiVdr Dinge, für die sie keinen schlagenden Beweis haben, in ihren Schriften und Vorlesungen ihre Gedanken als Wahrheiten chinstellen^ und nicht, blosals ihre subjectiveMeinung, - ^fv ist' dies ni^ts' nieniger stls wissenschaftlich. Weit . .mehr wären noch diejenigen berechtigt, ihre Gedanken ^pls Wahr^eit hinzilftellen, deren Resultate mit der heiliger: Lehre nicht im Widerspruche stehen, üls diejenigen, die die Grundsätze unserer Lehre mit ihrer Ueberzeügung nicht 'vereinigen zu können vorgeben. Auch" die GläübiMn "köMetl irren in dem, was sie selber hinznthun; die Wege, auf welchen sie zu den richtigen Resultaten gelangt sind, können dennoch Irrwege sein; einige Wahrscheinlichkeit ist freilich dafür vorhanden, daß sie die richtigen sind. Dessenungeachtet sind 'auch diese Produktionen, des Denkens nicht als absolute Wahrheiten; feil zu haben. Wir werden stets am sichersten gehen, und gewiß am wenigsten von der; Wahrheit abmeichen, wenn wir auf diesem Göbiete uns zu sagen angewöhnten: „ich ^weiß Nicht" ,' 71W2N PM' 2Q:V -piwv 22^ lehren unsere Weisen. Aber leider finden wir bei den Männern, die auf dem Gebiete der Theologie sich bewegen, wo Tugend am allerwenigsten vermißt werden sollte, daß sie nicht den ersten der jüdischen Theologen, wenn ich ihn so nennen darf, Mose ri'H nch'züin Muster' nehmen, von dem es heißt: 2x2 12p .22,2 'Die Bescheidenheit fehlt ihnenigrößtenthelts;>ste..schäm.eni'sich ln -sagen,'Saß sie nichts wissen, wo das Nichtsmissen keine Schande ist. Möchten doch die Theologen von den oft als Irrgläubige und Gottlos^ verhöhnten Naturforschern Bescheidenheit lernen! Auf dem Gebiete, der Naturwissenschaft werdensie genau unterschieden finden .Hypothesen und Sätze, deren Experimentnachgewiefen werden kann. - . Hiernach -wäre >also auch die Gedankenäußerung -frei!.vonAaller; Veschrgnkung, -in so fern die; Pflicht der. Wahrhaftigkeit^ durch dieselbe., nicht.versetzt Mftd. Mir Haben>lltzdach.Motz zu untersuchen^ pb nicht rMm - praktischen Standpunkte, -aus. .sich, reinzelne uBeschrünskungen!darbieten. - (Fortsetzungffolgt.)