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Der Israelit · 1860-11-28 · Heft 27 (28.11.1860) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 27 (28.11.1860)
Date
1860-11-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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1. Jahrgang. M 27. Der Israelit r n Centralorgan für das orthodoxe Judeuthum. , Ld^. Lehmann in Mainz. 3M Mainz, den 28. November 5621. (1860.)?MMviese 8eitunq erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens einem Bogm. Preis des Jahrgangs: Im Buch. H'^Handel 2 Thlr. p. C. oder fl. 3. 30. kr. rh. Halbjährig 1 Thlr. p. C. oder fl. 1. 45. kr. rh. Vierteljährig 15 Sgr. p. E. oder kr. rb. Bei der Post: 3 fl 36 kr. rb. Halbjäbri-g 1 fl. 48 kr. rh. Vierteljährig 54 kr. rh. Im Königreich Preußen ist durch 7-, :VStempelgebühr rc. der Preis des Jahrgangs um 24 Sgr. erhobt worden. Inserate werden mit 1 Sgr. für die Petitzeile oder - .äderen Raum' berechnet. -Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Oesterreichische. Banknoten laut Cours. ^Sollte direkte Frankozusendung unter Streifband gewünscht, werden, so sind an die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. E. oder - Inhalt. . Leitende Artikel: Ueber Dcnkfreiheit innerhalb der Re- - ligion. (Fortsetzung.) — Literarischer Bericht: — Orthodox- , isr.. Bjbelanstalt. — Bau jüdischer. Armen« und Mflgtt- - wohnüngeFsn"JerüsüleM^^^LAEs^-^^»^Lv-^^ - Zeitungsnachrichten: D e ü tsAIMd .. Danzig: Öesterreichischer Käiserstaat: Aus Selowitz. Bonyhad. Bonyhad. Schweden: Stockholm. Amerika: Feuilleton: Esters und Mardechais Grab. — Machsch r i f t: Frankfurt a. M. Leitende Artikel. Neder Denksreikeil innerkalb äer Keligion. (Fortsetzung.) ll. In welchem Verhältniß steht die Aeußerung unserer Gedanken zur Gedankenfreiheit? Es wird wohl Mancher sich über diese Frage wundern, daß wir dasjenige in Frage stellen - was das erste Erforderniß eines rechtschaffenen Menschen zu sein scheint, daß wir die Wahrheit und-Wahrhaftigkeit gewissen andern Zwecken unterzuord'nen gedenken , während doch -diese Tugend das höchste Gut der Menschheit genannt werden kann. Wir kennen wohl den WeÄH der Wahrheit und Wahrhaftigkeit; der Ausspruch unserer Weisen : ist uns wohl bekannt; wir müssen gewiß, wenn wir das Gebot: „du sollst in seinen (Gottes) Wegen wandeln", erfüllen wollen, ebenfalls die Wahrheit unddie Wahrhaftigkeit zu unserem Sieget ma- Und . gerade-deßhaw,^ll wind^ Wahrheit trieben; es ist schon gäng uiK gebe, einen Jeden, vorzüglich aber wenn er Theoürge ist, sobald er sich erdreistet, lästernde Worte gegen die Tradition, gegen die Lehre Israels auszustoßen, für einen braven und ehrlichen Mann zu halten; einen andern dagegen, welcher behauptet, sein Glaube an der Wahrheit der israelitischen Lehre sei noch fest und unerschüttert, mit Heuchler und Lügner zu bezeichnen. *) Daß dergleichen Urtheile größtenteils nur Folge einer gewissen Sympathie oder Antipathie, nicht einer völligen Ueberzeugung sind, wird wohl Niemand bezweifeln. Wir können es jedoch keineswegs leugnen, daß auch zuweilen, wir wollen lieber sagen oft, diese Urtheile, wenigstens die von der letztern Art, wahr und richtig sind; wir muffen es sehr schmerzlich empfinden, daß noch solche, die zu den Frommen und Gläubigen gezählt werden) bei ihren Handlungen und Reden die Wahrheit nicht immer zum Princip haben. *) Es' schmerzt uns zu erfahren, daß Solches irgendwo gäng und gebe ist; in unserer Gegend ist es G. s. D' so schlimm noch nicht; hierzulande findet die aufrichtige Frömmigkeit in allen Kreisen Anerkennung und Achtung. ' Die Redaktion.

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