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Der Israelit · 1860-11-21 · Heft 26 (21.11.1860) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 26 (21.11.1860)
Date
1860-11-21
Page
– (sequence 6)
Language
German
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abrrßausschließlich"! dieEorstehes;der n"a: -p"nusich Ve-:- theÄWeit) hielt! Herrk'DF. Sachs -die-amtliche'Dräuerö rede. Herr -Räbbinatsassessor RoseNstein verrichtete darauf' ein Hebrä:schcs-Gebet> düs durch die' Würmer: Empfindungen, :die erdarinausdrückte, ' aller: Anwesenden Thranen - entlockte^ - namentlich' als Hr mit den Worten- -O'rvdVv- ->nn auf die Einmüthigkeit hinwies/ nrit der sie Leide durch eine sw lange- Zeit das Interesse der Gemeinde zu wahren suchtem - Von tiefen: Ernste durchdrungen, folgte Jeder dem>theuern Oberhaupte zur letzten Ruhestätte; die er neben sciner -ihm vor 1^/s Jahren-. entrissenen Gattin gefunden,' mit der er-einige 50 Jahre in glücklichster Ehe gelebt hat. Der'Gcmeinbevorstand hat ihn noch dadurch' zu ' ehren gesucht, daß er den Sitzden der Verewigte' in der Synagoge einnahm, znrückschlagen und schwarz decoriren ließ;. so daß der Platz von Niemanden: > eittgcnommen Werder: darf. l Es kann hier nicht meine Aufgabe sein,!ein treues Lebensbild des' zu entwerfen; nur wenige Züge seiner Wirksamkeit mögen genügen. Er war noch Einer , der sich würdig den -a-w, 'NM anschloß, die seit dem Bestehen unserer Gemeinde .->8-an7> Hz? saßen. So wie seine großen Vorgängerdie Erhaltung unserer altväterlichen Religion ansirebten und es sich zur Hauptaufgabe machten Tirutt die Kenntniß der Gotteslehre zu verbreiten, so hat auch der Verstorbene, der bekanntlich ein 8-Dv kdv um war, mehr als- 40 Jahre an hiesigen: Orte in gleichen: Sinne gewirkt.' In allen Gegenden unseres Vaterlandes leben seine Schüler, unter denen Viele als Rabbiner fungiren; viele namhafte Persönlichkeiten der jüngeren Generation hat er durch sein ZeugNiß in die rabbinische Laufbahn eingeführt.- Steht in Preußen auch jede Gemeinde selbstständig da, so hat doch sein Einfluß auf dieselben weit hinausgereicht; in allen wichtigen Angelegenheiten kanntest die Genieinden nur seine Autorität, und in der uneigennützigsten Weise' ertheilte er dieser seindn Rüth) gaber jener sein Gutachten und versah ganze Gegenden mit Cultusbeamten, namentlich mit OML»' Zu jeder-Stunde war er den Dürftigen zu-' Mgig gemäß dem Grundsatzunserer Weisen, die da' lehren>'>;n-2 -'ü nnn und 'es sollen die--Armen deine Hausgenossen sein.'- Wer eine Bitte Hütte) wen Unglück betroffen, die Armen, tdi e - Leidenden, die r Umherirrenden, tsiewußtet: alle -seimHaus M finden)' -und! sein n:i ldes, sanftes- Herz 'ließ - ihnen' die l Gaben, ntehr als:rreichlich zufließen; für-stenhieltuer stets offene Tafel.-' Erhebendwar es, ihn, ' eine recht'patriarchalische' Erscheinung, wie sie die früheren Tage nurhervorbrin-' gen konnten, im Kreise der Jugend'zu sehest, die seinen!-Segen erbaw Fern - von aller Heuchelei / 'allen:' Egoislnns und Ehrgeiz erfreuete er sich nicht nur der Verehrung von Seiten der Strenggläubigen, sondern auch der unbegrenzten-,-Hochachtung aller derjenigen, die auf religiösen: Gebiete seine Gegner waren. Ich sage:'.auf religiösem Gebiete;-denn - in jeder ändern Beziehung — wer vermochte' wohl anders'als mit aufrichtiger Pietät ihm zu begegnen, der nicht im Stande war, ein verletzendes Wort über seine Lippen zu: bringen? Sein Wirken war ein stilles und bescheidenes; dar::::: aber war sein einfaches Wort in entscheidenden Momenten von nicht geringeren: Einfluß und nur darum steht Berlin wohl heute noch als eine große orthodoxe Gemeinde da, die sich ihre frommen Institutionen unverletzt-erhalten hat. Mit seinen: Tode ist ein großes Stück Geschichte der Berliner Gemeinde zun: Abschluß gekommen; was weiter? ist eine Frage, die sich heute noch Niemand zu beantwortenweiß. Viele wichtige Dinge, über die noch ein Dunkel: schwebt,, müssen in nicht allzulanger 'Zeit zur Entscheidung kommen.! Die Frage, wer nun an die Spitze der Gemeinde gestellt-werden , und welche Machtvollkommenheit dein geistlichen Oberhaupt in Zukunft übertragenwerden wird, hat alle andern verdrängt; denn-mit der Lösung dieser einen Frage werden von selbst alle andern ge-: löst sein. Hoffen wir, daß unsere Vertreter nicht vergessen werden, sie seien Repräsentanten einer' orthodoxen Gemeinde und daß sie demgemäß ihre Wahl auf denjenigen lenkenl werden, der mit Geschick und Energie die Gemeinde imGeiste der Vorgänger zu leiten vermag. Höffen wir, dasichie Gemeinde^ selber zur rechten Zeit ihre Stimme in so entscheidender Angelegenheit erheben wird:? Königsberg, '6. Nov. Eine interessante principielle Entscheidung ist so eben hier angeregt/wor-. den: Bekanntlich 'hatder Minister st Bethmann-Holl^ weg! im Machest < des- „ Centralblattes für die Unterrichtsverwaltung den isogenannten -: consessionellen Charakter der"preußischen' Universität en (abgesehenvon der Akademie zu Münster)-dahin züsmumen-

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