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Der Israelit · 1860-11-21 · Heft 26 (21.11.1860) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 26 (21.11.1860)
Date
1860-11-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
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309 tragen» welcher es laut betet. Dagegn ist den 2^2-r nichtluntersagt, dasselbe-leise mitzusprechen.. - r r 5 So gedeiht hier Großes (!) in , der Stille, und unbemerkt wächst der Bau des, Fortschrittes (?) undder Civilisation (??)! So kann' mancher - Rabbiner Deutschlands von uns noch lernen, wie man. für die Unsterblichkeitarbeitet! > V. N. Preußen. Berlin, im November. Leider habe ich Ihnen heute eine Trauerkunde zu bringen, die für unsere Gemeinde von weittragender Bedeutung ist. wnrr 2PP' 2"1Q 112^2P2 2"22 p-r)2 22.2 1W21 17112 21'2 22pri;ir222 2"2 '2 21'2 IQ^IP^ 1^.2 2pa2'22p 17'vp p' 171121 .22r '"2 'S '1. Vor Wenigen Monaten beging er seinen 80sten Geburtstag in aller Geistesfrische und körperlichem Wohlbefinden; da trat in den 212'^O Tagen plötzlich eine bedeutende Körperschwäche ein, so daß er gezwungen war, 2122 m'fastend im Bette znzubringen. Durch die außergewöhnliche, liebevolle Pflege, welche, ihm von den Seinigen zu Theilwurde, erholte er sich zwar wieder so weit, daß er das Bett gänzlich verließ; allein verschiedene Symptome ließen die Aerzte sein nahes Ende vermuthen. Er selbst kannte seinen Zustand genau; doch sanft und freundlich, wie er stets gewesen, verlebte er auch die letzten Wochen und Tage, tief gerührt von der Teilnahme, die ihm allseitig gezollt wurde und dem Allmächtigen oft unter Freudenthränen, wie er sich ausdrückte, für die ,2'2i dankend, daß er ihm die Lieber der Gemeinde bis zum letzten Augenblicke bewahrt habe. Nur eins machte ihm häufig trübe Stunden, daß er auf ärztliche Anordnung in den letzten Wochen sich nicht mehr geistig beschäftigen durfte, obwohl er bis zu seinem Ende den klaren Verstand und ein ungeschwächtes Auge behielt .22!? Or r^i. wp .271.22 rrb. — Den ganzen Tag vor seinem Tode brachte er noch auf dem Lehnstuhl zu, sprach mit seiner Umgebung wie gewöhnlich, verrichtete das 2WQ und 2'2pQ Gebet, die .222-5- 7U2w sogar stehend, trotz seiner großen Schw äche; Niemand, ahnte, daß es der. letzte seiner Tage sein werde. In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch Morgens 4 Uhr trat unerwartet die (.22127 ein uyd um 5 */s Uhr 22.222 171OM 71712', .hauchte er seinen reinen Geist aus. — Schon in den ersten Stunden, hatte sich-die betrübende Nachricht durch die ganze Gemeinde' verbreitet, alle fühlten den schmerzlichen Verlust undhatten nur das Bestreben, sowiesie im Leben-ihm eine ungeheuchelte Verehrung an den Tag legten, nuw auch den Manen ihres ersten Rabbiners ihre Pietät? zu bezeigen. Der Gemeindevorstand sowie der Vorstand der ri"7i E'2p X227I vereinigten sich noch am Sterbetage, stas Leichenbegängniß in würdiger Weise zu begehen; der letzte namentlich beschloß, Niemandem zur 2222 rc. zuzulassen, der sich 25-22 2^2 ist. Freitag Vormittag 9'/- Uhr fand das Leichenbegängniß statt. Aus der Amtswohnung des Verewigten wurde der Pix von 8 Vorstehern der 2"ai p"2 über den SyÄ nagogenhof zum Leichenwagen getragen. Als sich dev Zug in Bewegung setzte, gingen zur Seite des WageE vier Gemeindevorsteher, vier Repräsentanten und vier Vorsteher der 2"7i p"2. Als Leidtragende folgten drei, seiner Neffen, dann die Rabbinatsassefforen Rosenstein und vr. Sachs, das Repräsentanten-Collegium, die' Vorstände aller Gemeinde-Institute und Vereine, die Lehrer und Schüler der Gemeindelehranstalten, die Zöglinge des Auerbach'schen und Mendelssohn'schen Waisenhauses, die Schüler und Lehrer der Talmnd- Unterricht-Anstalt (O"L7 2222 Talmud-Verein) und der Dina Nauen'schen Stiftung, die Lehrer-Collegien und der größere Theil der Gemeinde und zwar sammtlich zu Fuß in Reihen von vier Personen» wie es indem eigens für diesen Zweck ausgegebenen Programm bestimmt worden. Die benachbarte Potsdamer Gemeinde hatte sich wie sonst bei allen freudigen Gelegenheiten^ auch hierbei durch ihren Prediger vr. Cohn, den Vorsitzenden des Vorstandes Herrn M. I. Cohn und den Cantor Heim vertreten lassen. Einen feierlichen Eindruck machte es, daß auf dem ganzen Wege, den der Leichenzug passiren mußte, alle Juden und selbst einzelne Christen ihre Läden und Geschäftslokale geschlossen hatten. Das Hauptportal anHFriedhofe war auf Anordnung der 2"ai p"2, um'die sich namentlich die Herrn Vorsteher Lewent, Mankiewitz, Schulvater und Rosenthal rc. besondere Verdienste erwarben, schwarz deeorirt, ebenso die Halle, wo der 222.2 statt» fand, in welcher außerdem noch mehrere Kronen und Kandelaber, sowie eine schwarz verhängte Kanzel, angebracht waren. Nach der 2222, bei der Viele von den achtbarsten Gemeindemitgliedern zugegen waren, an der

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