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Der Israelit · 1860-11-14 · Heft 25 (14.11.1860) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 25 (14.11.1860)
Date
1860-11-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
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296 tbätigkeit unserer Brüder in Europa richten, w lebt i Zimmer hat die englische Mission, die unsere Noch in uns das Bewußtsein, daß ia Ein Band der! kennt, in Bereitschaft gesetzt und ladet Arme, ladet Liebe und des Glaubens uns Alle umschlingt und , Reisende in ihrer Verlegenheit zur Ausnahme, und nah und fern alle jüdische Herzen noch mit den Ge-! diese Aufnahme bildet den ersten Schritt zum Befühlen der innigsten Anhänglichkeit dem Lande ihrer ' kehrnngsversuche. Väter, der Stadt ihres Heiligthums, dem Boden ihrer vergangenen und künftigen Herrlichkeit zugethan und! gerne bereit sind, diese Gefühle durch gottgefällige . Werke hilfespendender Liebe zu bethätigcn.! Wieder ist uns die Noth nahe gerückt und wie-! der ergeht unser Hilferuf an unsere Brüder, deren thätige Liebe allein uns nächst Gott aus einen: 'Noth-! stand zu retten vermag, der in gleich dringender Weise unser leibliches und sittliches Heil bedroht. Es fehlt uns Obdach, Obdach für unsere hiesigen armen und unbemittelten Familien, Obdach für die Glaubensbrüder aus der Fremde, deren frommer Sinn sie zum Besuche des Landes ihrer Väter herj zieht.! Die allgemeine Theuerung, nochmehr aber die jährlich wachsende Menge uichtjüdischer Pilger, die für ihren zeitweiligen Aufenthalt einen höhern Mieth- ' zins zahlen als der jüdische Familienvater für die > Dauer eines ganzen Jahres zu leisten im Stande ist, hat den Preis der Wohnungen zu einer für uns ' unerschwinglichen Hohe gesteigert. Die türkischen Hauseigenthümer bisheriger jüdischer Quartiere ver-! sagen dieselben der: bisherigen Bewohnern, weil ihnen andererseits größerer Gewinnst geboten ist, und eine immer größere Anzahl armer jüdischer Familien wird im buchstäblichen Sinne obdachlos. Ebenso sind wir > völlig außer Stande dem jüdischen Reisenden dessen Pilgerfuß unsere heilige Stadt betritt, auch nur irgendwie ein jüdisches Unterkommen zu eröffnen. > Wir unterlassen es, die verderblichen Folgen zu schildern, die uns fort und fort in der leiblichen Verkümmerung unserer Armen aus diesem schreienden Rothstaud vor Augen sind. Unsere Brüder in Europa wissen zu ermessen, was Obdachlosigkeit und enge, ungesunde Zufluchtsörter für das physiche Wohl der darin zusammengepferchten Männer und Frauen, Greise und Kinder bedeuten. Allein auch den: Seelenheil unserer Armen droht Gefahr. Begierig wird ihre Noth von Denjenigen ergriffen, die in dem Elend und der Verzweiflung des Armen eine willkommene Gelegenheit zu seiner Bekehrung begrüßen. Siebzig - Dieser, das physische und geistige Heil gleich hart bedrohenden Noth kann unsererseits nur durch die Herstellung eigener jüdischer Armen- und Pilger-Wohnungen begegnet werden. Schon haben wir den Anfang dazu gemacht. Wir haben in einer durchaus entsprechenden Lage, auf dem Berge Zion, den Ruinen des heiligen Tempels gegenüber, ein geräumiges Grundstück gekauft, um darauf allgemeinejüdische Armenwohnnngen und ein jndischesPilgerhaus zu erbauen. Allein es fehlen uns die Mittel zur völligen Tilgung-des Kaufgeldes, nochmehr zum Ausfuhren der entsprechenden Gebäude. Und diese Drittel erbitten, erflehen wir uns von der wohlthätigen Hilfe unserer Brüder in Europa. Mögen sie unserer schreiende,: Noth ihre Theilnahme nicht versagen. Mögen sie diele Theilnahme durch reichliche und baldige Spenden für diesen so menschenfreundlichen, gottgefälligen Zweck betätigen, auf daß wir bald in den Stand gesetzt werden, unser Vorhaben auszuführen, und das Gebet der ans leiblicher und geistiger Noth geretteten Armen, das Gebet des jüdischer Gastlichkeit sich erfreuenden Reiselchen Heil für alle Diejenigen erflehe, die mit dem Segen, den der Allgütige ihnen verliehen, die Noth ihrer fernen Brüder bedacht. Jerusalem im Adar 6619. Die Vertreter der deutsch-holländischen jüdischen Gemeinde zu Jerusalem. Wir haben nur noch hinzuzufügen, daß in den verflossenen zwei Fahren die Spenden für diesen hochheiligen Zweck reichlich eingegangen sind, jedoch noch immer nicht so, daß zum Baue geschritten werden könnte. Das Unternehmen ist so außerordentlich wichtig, — handelt es sich doch um Leben und Gesundheit vieler unsrer Brüder im heiligen Lande - — daß an die Förderung desselben nicht oft genug gemahnt werden kann. Wir sind gern bereit, Spen-

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