Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 24 (7.11.1860)
- Date
- 1860-11-07
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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285 48 kr.; L. M. Klau 48 kr.; S. Nosenbaum 86 kr.; M. Nosenbaum 3(i kr.: S. Baumblait 30 kr.; I. Baumblatt 30 kr.; I. Federleicht 30 kr.; W. Kleemann 30 kr.; I. L. Baumblatt 30 kr.; L. Fink 30 kr.; I. Fink 30 kr.; I. Schalmann 30 kr.; S. Klau sen. 30 kr.; A. M. Klan 30 kr.; W. Klau 30 kr.; zusammen 27 fl. 30 kr. Durch Lehrer Moses Seligmann Sonn zu Steinach a. S.: von ihm selbst 1 fl-; sein Sohn Raphael 27 kr.; Jacob Mayer 1 fl.; Jac. Sonn 30 kr; Marx Siegel 3t! kr.; Leo David Stern 1 fl. 45 kr.; Nbrah. Lion 1 fl.; Salomon Strauß 1 fl.; Leo Joseph Stern 30 kr.; Salomon W'ols 1 fl.; Lukas Treu hold 18 kr.; Frida Led ermann 30 kr.; Hcyman Treuhold 30 kr.; Juda Wolf 1 fl.; eine Ungenannte 30 kr.; Moses Straus; 1 fl.; Daniel Licp m ann l 8 kr.; Marx Frank l 8 kr.; Gabriel Mayer 30 kr; Leo Frank's Familie 1 fl. 45 kr.; David Frey 2 fl.; Veit Nußbaum 18 kr.; Salomon Geßner 18 kr.; David Stern 1 fl. 45 kr.; Mayer JonaS Mayer 18 kr.; zusammen 20 fl. Nobbiner i)r. Fcilbogen zu Hermaumiestich in Böhmen 2 fl. oft. W. Gesa mm tsumme 4589 fl. 26 Lr kr. Zeltrurgsnachrichten. Deutschland. Mainz. 2. November. Herr Lehrer E. Sander au § Biblis bei Worms glaubt sich durch unsere Darstellung im Feuilleton Nro. 22 getroffen und hat deßhalb einen Brief an uns gerichtet, in welchem er sich damit tröstet, daß sein berühmter Leidensbrudcr (Philippson) sich seiner annehmen wird. Er meint, es gebe mehrere Sander in Deutschland und brauche nicht gerade er in Galizien gewesen zu sein; wenn wir das auch nicht bestreiten wollen, so trifft eS sich doch sonderbar, daß er vor einigen Wochen uns eine (nicht ausgenommene) Anzeige einsandte, die an einen Mann in Andrichau in Galizien gerichtet war, demselben Orte, von welchem uns jene Nachrichten zugekommen sind. Wenn also die israelitcnseindlichen Eorrcspondcnzen in Ph's. Blatt sich um eine neue vermehren werden, so kennen wir die herrliche Quelle im Voraus. Als Curiosum sögen wir noch bei, daß Herr 2. uns mittheilt, er habe die von ihm (freiwillig, ohne irgend welche Aufmunterung unsrerseits) eingesaudten Arbeiten (?) derart eingerichtet, daß sie von uns nicht ausgenommen werden, damit sein 'Name nicht öffentlich florire; in diesem Falle hätte er füglich gleich Feder, Dinte, Papier, und Porto sparen können. Der Leser mag aber daraus die Geistesanlagen des Genannten benrtheilen. Soeben halten wir Steins (Fs. a. M.) isr. Volkslehrer, in welchem uns beim ersten Blick ein perfider Artikel gegen den hochverehrten Rabbiner Hirsch in Frankfurt a. M. anffällt. Herr Rabbiner Hirsch hat nämlich in der von ihm redigirten Monatsschrift „Jeschurnn" ebenfalls für Stuhlweißenburg das Wort ergriffen und in völlig objektiver 'Weise nachgewiesen, wo das Recht sich befindet. Von dem zufälligen Umstande, daß Herr Rabb. vr. Guggcnheim der Schwiegersohn des Herrn N. H. ist, wird nun Anlaß zur Verdächtigung genommen und Herrn N. H. Schuld gegeben, daß er wahrscheinlich wegen seine Principien umgekehrt habe; früher habe er nämlich immer darauf gedrungen, dm; die Gemeinden sich nicht von ihren Geistlichen tyrannisiren lasten, und jetzt sollten sie ihrem Rabbiner folgen. Was nun die Verdächtigung betrifft, so sieht Herr Rabb. Hirsch viel zu hoch und ist sein biederer und edler Eharacter in der weiten Welt viel zu bekannt, als daß dieselbe irgendwie und irgendwo Glauben finden könnte; die behauptete Umkehr der Principien ist geradezu unwahr. Der Jeschurnn wird nach wie vor daraus dringen, das; sich die Gemeinden nicht von ihrem Geistlichen tyrannisiren lasten; ein orthodoxer Rabbiner tyrannisirt aber gar nicht. Denn Gesetzmäßigkeit, die unbedingte Herrschaft des Ge setze 2, des jüdischen Neligionsgesetzcs, ist keine Tyrannei. Tyrannei schließt den Begriff der Willkür ein, und diese findet sich nur bei den jüdischen Resormgeistlichen und bei den Neformvorständcn — wir wollen und sollen uns aber bei Ausübung heiliger Neligionsgebote von keines Menschen Willkür tyrannisiren lasten. Was Herr Stein sonst noch vorbringt, ist mehr als lächerlich. — Wrth, Ende Oetober. Bei der unlängst stattgehabten Ersatzwahl für Magistrat und Gemeinderath