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Der Israelit · 1860-11-07 · Heft 24 (7.11.1860) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 24 (7.11.1860)
Date
1860-11-07
Page
– (sequence 4)
Language
German
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284 Das israelitische Volk, Rede, gehalten in der Synagoge zu Tyrnau von Isaak Sonnenfeld. Es scheint in Ungarn Sitte geworden zu sein, daß der Bräutigam, wie ehemals einen halachischen Vortrag, so jetzt einen homiletischen in der Synagoge hält; wenigstens verdankt die vorliegende Rede einem sülchen Brauche ihren Ursprung. Es wird in schöner fliesender Sprache den Männern der Gegenwart ein Vorbild in Barak und den Frauen in Deborah entgegen gehalten. Bei künftigen Reden mochten wir dem Redner rathen, sich mehr zu beschränken und nicht so vielerlei Ruseinandersallendes zu sagen. Der Geist, der in der Rede herrscht, charaeterisirt den begeisterten, gebildeten, echten Juden. — Rcdt, gehalten zur Eröffnung der höheren isr. Gern eindeschule in Myslowitz von Rabbiner Or. Jaffe. Wir haben über Gründung und Einrichtung ge> anitter Schule zur Zeit berichtet. In dieser Ansprache sind in überzeugender Wärme die Grundsätze ausgesprochen, die den wahren Jugendunterricht bedingen. — Die Einwirkung des Judenthums auf die Erleuchtung und Veredlung der Menschheit, eine Predigt, gehalten zu Temesvar von Julius Spiegler. Unter dem Bilde des Leuchters mit 7 Lichtern saht der Redner die isr. Religion in ihrer Einwirkung aus das Allgemeine. Die GotteSerkenntnif;, die allwaltende Vorsehung, die Bevorzugung des Menschen, die absolute Freiheit des menschlichen Willens, die Unsterblichkeit der Seele, die grenzenlose Nächstenliebe und die schrankenlose Humanität erscheinen ihm alo die 7 Lichter, die das Judenthum der Welt angcznndet hat. Die Rede zeugt von einem denkenden Geiste; doch ist der Stoff zu überwältigend, als das; er in einer einzigen Rede auch nur annäherungsweise Begründung finden könnte. Der Versager hätte bester getban einen Cyclus von 7 Predigten daraus zu verarbeiten. Worte des Dankes, gehalten von dem 18jährigen Rabbinatscandidaten SimonNascher zu B aj a, bei Gelegenheit der Erlangung der Morenu. Gottesdienstlicher Vortrag, gehalten von demselben zu Szegzard. Die erste der genannten Reden ist eine reine Gcsühlscrpeetoration; die zweite eine Ermahnung, die sich durch schöne Sprache, nicht aber durch Gedankenfülle auszeichnet — beide ein Beweis, daß der jugendliche Redner, der schon die Morenu erlangt hat, auch der deutschen Sprache mächtig ist und zu schönen Hoffnungen berechtigt. Mögen die frühen Erfolge, die in der Regel Schmeichelei im Gefolge haben, nicht zur Ucberhebung Anlas; geben; ans den vorliegenden Reden spricht ein schönes, echt jüdisches Gemüth; wir wünschen deßhalb umsomehr, daß die frühe Blüthe nicht vom Wurme angefressen werde. "ue Sammlung derjenigen Gottesdienstlichen Vorträge, die dem Ehasan unentbehrlich sind, gesammelt von AbrahamSchö nfeld, Ehasan zu Posen. Krotoschin 1860. t2. 1l5. Eine schätzenswerthe Sammlung in gefälligem Taschenformat, jedoch mehr für den polnischen Ritus geeignet Ten Reigen eröffnet der Traunngsact. Hier rindet der 'mp -^'2 Alles beisammen, dessen er bedarf: Minchah, Berachoth, Ketubah, Tischgebet rc. Irr ähnlicher Weise sind alle Gebete :c. bei allen Vorgängen des Lebens von der Geburt bis zum Tode zusammengestellt. Grürollar-illr. MelrmjM. Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln: Durch Lehrer Oppenheimer inTheilhei m: M. L. Klau 2 fl. 42 kr.; M. Freudenthal 1 fl. 45 kr.; D. Lebermnth 1 fl. 24 kr.; H. Silberthau 1 fl; S. A. Klau 1 fl.; A. L. Klau 1 fl.; L. Schasmiu t fl.; H. Schasmin t fl.; I. L. Nosenbaum 1 fl.; I. S. Rosenfelder 1 fl.; M. Nosenfelder 1 fl.; Z. Freudeuthal 1 fl.; I. Freudenthal 1 fl.; L. Baumblatt 1 fl.; S. Lebermuth 48 kr.; Läml. Gugenheim 48 kr.; M. Klau sen. 48 kr.; I. M. Nosenfelder

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