Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 23 (31.10.1860)
- Date
- 1860-10-31
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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274 roerthe religiöse Gesinnung kundgegeben, die für die Zukunft, wenn sie allgemeiner verbreitet werden, recht viel Gutes erwarten lassen. —6. ZertrmgSnachrrchten. Deutschland. OMüäor-iür. UdelnriMI. Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln: Durch Rabbiner Liberles in Vretten: Abraham Selz in Niederstetten tl fl.; abzüglich Porto tO fl. kr. DiuchRabbiner Or. FeilcheIlfeld in Düsseldorf: von ihm selbst 2 Thlr.; S. H. Prag 10 Thlr.; Gebrüder N ose über g 6 Thl.; M. S. 3 Thlr.; Jacob Simon 2 Thlr.; K. Simons 2 Thlr.; zusammen 25 Thlr. — 43 fl. 45 kr.; abzüglich Porto 43 fl. 25 kr. N. N. aus Ungarn 10 fl. öst. W. Durch Lehrer Schnitzler in Altena: von ihm selbst 1 Thlr.; Ungenannter 15 Sgr.; zusammen 1 Thlr. 15 Sgr. — 2 fl. 37*'» kr. Durch Joseph GallingerinBinswangen: von ihm selbst 5 fl.; JonaS Gallinger 10 fl. Jacob Gallinger 1 fl. 45 kr.; zusammen 16 fl. 45 kr. Durch Rabbiner Löwen stein zu Tanber- Di schoss heim 13 fl. 6 kr., gesammelt von N. Löw Withan zu Wenkheim, abzüglich Porto 12 fl. 50 kr. Gesammtsumme 4539 fl. 55*/s kr. Irm Mjsclmj Armennnä Dilljenrolinungen in IcnlMem. Durch Lehrer Schnitzler in Altena sind bei der Nedaction folgende Spenden eingegangen: Sand- Hofs in Limburg 1 Thlr. A. H. in Altena 20 Sgr. L. H. daselbst 7 Sgr. 6 Psg. S. Mayberg daselbst 10 Sgr. M. Herzberg daselbst 10 Sgr. Frau Grüneberg daselbst 10 Sgr. E. Dessauer in Limburg 10 Sgr. M. Feidelbe.rg in Altena 10 Sgr. L. Wei mann daselbst 5 Sgr. I. Hirsch 5 Sgr^ S. Steinberg 5 Sgr^ M. Steinberg 5 Sgr. B. Wolfs 5 Sgr. F. Löwenstein 5 Sgr. M. Löwenstein 5 Sgr. I. Friedberg 5 Sgr. F. Feidelberg 7 Sgr. 6 Psg. Summa 5 Thlr. 5 Sgr. . Mainz, 25. October. Zu unser'm und vielleicht auch zu des geehrten Lesers Leidwesen müssen wir uns schon wieder mit Herrn vr. Philipp son beschäftigen. Zu unserm Leidwesen, weil wir es satt haben, auf pure Sch impf Worte, das Einzige, was Herr PH. gegen uns vorznbringen vermag, zu antworten. Nr. 43 d. a. Z. d. I. enthält drei Angriffe gegen uns und in allen dreien Nichts als Geschimpfe. Wir haben wiederholt erklärt, daß wir nicht wieder schimpfen werden; was wir noch gegen PH. vorgebracht haben, ist immer mit Belegen erhärtet worden. Herr PH. jedoch belegt nichts, beweist nichts, er schimpft nur; lassen wir ihm sein Vergnügen. Er scheint übrigens auch bald mit seinem Latein zu Ende zu sein. Ans alle mögliche Weise hat er cs bereits versucht uns bciznkommen. Ei, ei, Herr PH., Sie, der Sie Alles sind: Dichter, Philosoph, Publicist, Theologe :c. :c. und auch — Rabbiner; wieso kömmt's, daß Sie ein so schlechter Stratege sind? Fünf Angriffe und jedesmal einen neuen Feldzugsplan! Zuerst suchte uns Herr PH. mit Androhung einer gerichtlichen Klage zu schrecken; wir batten es uns schon io schön ausgemalt, wie die Verhandlung so interessant und durch schnellfingrige Stenographen in alle Welt geschrieben werden würde, wenn wir den Beweis der Wahrheit antrcten, daß Herr PH. auf jüdisch - talmudischem Gebiete ein Ignorant sei! Wir hätten dann Herrn PH. „ein Leinen" aufgeben lassen und hätten uns köstlich amüsirt, wenn sich Herr PH. mit Unkunde des Spanischen entschuldigt hätte, denn der Talmud kömmt ihm sicherlich spanisch vor. Schade, daß sich diese Hoffnung nicht realisirt hat! Zum Andern versuchte es Herr Rabbiner vr. PH., unfern moralischen Charactcr zu verdächtigen. Schmähungen, die uns zehnfach zu einer gerichtlichen Klage berechtigten, wenn wir Derartiges liebten, wurden von uns, da aus Ph.'s Feder geflossen, als ebensoviel ehrenvolle Bezeichnungen betrachtet, und konnten uns im Angesichte des/Versöhnungstages nicht zur „reuevollen Rückkehr" bewegen, konnten