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Der Israelit · 1860-10-11 · Heft 19-20 (11.10.1860) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 19-20 (11.10.1860)
Date
1860-10-11
Page
– (sequence 16)
Language
German
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240 wandt haben, weil eben jede Naturwissenschaft nicht stille stehen läßt, sondern von Hypothese zu Hypothese drängt und von Resultat zu Resultat vorwärts bringt. Haben wir aber diese wohlthuende Erfahrung noch zu allen Zeiten, bei allen Denkern gemacht, dann wird es uns a xostoriorl zur Pflicht, sie auf die Gottesmänner der alten Hebräer ebenfalls anzuwendcn. Doch, wenn wir, aus den bereits an gedeuteten Ursachen, für die ausgestellte Ansicht nicht eben unumstößliche Belege in den heil. Büchern treffen, so finden wir in einigen Namen der hebräischen Sprache die Begründung derselben, nachdem jeder tvrmiuus tecliniou-; in einer Sprache die hiermit bezeichnte Kunst bei dem Volke testirt, das sich den wissenschaftlichen Ausdruck gebildet oder angeeignet hat. Ich bezeichne als Kunstausdrücke die Substantiven und "?XL', die auf einige Kenntniß der Lehre von der Ausdehnung durch die Wärme, nicht ohne alle Begründung schließen lasten. Dem: dürfte aus p-2 L-.ri entstanden sein, wie ^x^ aus -ux xn gebildet scheint, i-x wie Ies. 44. 16. ^x 'rrx^ rwovou das Verb. Hiph. Malach. 1, 10; Ies. 27. 11) Wärme als Ausfluß des Feuers, wie anderseits wieder ^x Licht (Genes. 1, 3 — 5) und "nx Sonne (Hiob 31, 26.). Das xr' Imp. könnte als Trope gelten oder es ist Inf. und hat das Nun verloren, in der Form wie Ps. 69, 10. Nun nimmt bekanntlich der Teig an Umfang zu, er gährt und schwillt, wenn er auf ein Paar Stunden in eine warme Atmosphäre gestellt wird, was die Wissenschaft den Gährungsprozeß nennt. Durch dieses Aufgehn des Teigen bilden sich im Innern desselben Bläschen von kohlensaurcm Gas, und er wird dadurch leicht und porös. Bei fortgesetzter Gährung, d. i. bei stärkerer Wärmeentwicklung geht die Kohlensäure in Essiggährung über und cs wird der Sauerteig. Für den heutigen Höhegrad der Chemie sind das lauter bekannte Dinge, die zu wissen keine besondere Gelehrsamkeit voraussetzt. Gehen wir aber auf jenes graue Alterthum zurück, in dem die hebr. Substantiven gebildet wurden*) dann erweckt es Bewunderung bei einem Volke so viel scharfausgeprägte Natmkenntniß anzutreffen, und wäre die Gährung durch Wärme auch rur Ahnung geblieben, während die andern Nationen noch götzendienerisch die Kräfte der 'Natur angebetet hatten. Daß obige Form der Wortbildung im Hebräischen keine ungewöhnliche ist. wird jeder gestehn, der diese Sprache nicht eben leichthin erlernt hat. Um nur drei Beispiele, ein Plus nach Deuteron. 19. 15. für eine solche Wortbildung zu geben: 'Nach Bochart's Etymologie ist eine Compositum von 2',-^ Erz und Gold — meint Gesenius sei aus chald.Ofen und Feuer entstanden. Und die Nabbinen, diese Weilen, denen man nimmer gründliche Kenntniß der hebräischon Sprache abzm'prechen vermag, lasten unter anderin auf Basis der Tradition aus entstehen. Hienach auf unsere Etymologie zurück zu kommen, so beweist Prov. 30. 31., daß Stoßen und Gähren bedeutet. Indem aber zwei Namen von so naher Bedeutung als j'Zsl und es sind, auf gleicher Grundsignisieation fußen, deßhalb stellt sich auch die Vermnthnng fest, daß mehr als Zufall bei ihrer Bildung im Spiele war, womit meine etymologische Hypothese das Recht der Wahrscheinlichkeit für sich in Anspruch nimmt. Als ml vooe-m bemerke ich noch, daß Posidorius' Ansicht über die Erfindung des Brodbackens die ist, daß man das Zermalmen der ganzen Körner mit den Zähnen beobachtete und dann fand, daß die Substanz. derart verarbeitet, mit dem Speichel angefeuchtet und mit der Zunge durchgerührt wird. — Diese Ansicht des alten Weltweisen, wie unkritisch sie immerhin sein mag, findet dennoch ihre Begründung Megila Absch. 1. (P2'V 2'>'22'2 "'-X "ich, ferner aus Mid. Nab. 38 (L'IN L'^21 L'HX L'^) nachdas bekannte 21X '^2 P2^2 riwri '">2"! als eines der writ- LLw. e Beilage.)

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