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Der Israelit · 1860-10-11 · Heft 19-20 (11.10.1860) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 19-20 (11.10.1860)
Date
1860-10-11
Page
– (sequence 14)
Language
German
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238 auch rasten und unsrem ganzen Hausgesinde und dem Arbeitsviehe mit dazu 122x1 i^2p r>2';p2v I"0t7i und dannt selbst der Sklavensohn zu Athen: komme 122X p t72^'i. Ja, auch die Küchenmagd soll einen Tag der Woche wenigstens frei sein, die Speisen für den Sabbat sollen vorher bereitet und am Sabbat soll gar kein Feuer angczündet werden. So edel hat die 2212 für alles Lebende gesorgt und damit es keinem ^2 in den Sinn komme, diesen heiligen Tag der Ruhe zu entweihen, ist er zugleich als Gedenktag an die Weltenschöpfung einerseits, andrerseits aber auch als ewiges Bundeszeichen zwischen Gott und Israel eingesetzt, damit es ja Niemandem schwer falle dieses Opfer zu bringen, da doch er selbst mit all seiner Hab' nur eine Schöpfung Gottes ist und auf daß Niemand geringschütze dieses edelste Kleinod, welches Gott den Juden gegeben, und des Weltenlenkers und Weltenrichters sich dabei erinnere. Und ist doch das Alles mit keinem eigentlichen Opfer verbunden, insofern! der Verlust an Arbeitszeit durch Erneuerung der Körpernnd Geisteskräfte reichlich ersetzt wird. Und sollen wir es Juden gegenüber hier erst hervorheben, daß diese eine Institution, schon des Großen und Erhabenen genug in sich birgt, die Menschen human und wirklich frei zu machen? Wo finden sie sonst Nt aast und Ziel für ihre Plackereien und Hetzereien? und wer es auch versucht hat Tag für Tag in gleicher Weise sich abzumühen für eigene Nechnung oder im Dienste Anderer und diese freie oder dienstbare Knechtsckmft des Alltagslebens kennt, die den Menschen zur todten Maschine entwürdigt; , wer dann aber auch kennen gelernt hat das beseligende Gefühl des wirklichen Sabbats, der dann unbedingt unter den drückendsten Umstünden sogar alle Bande löst, alle Fesseln bricht und frei macht den Geist und den ganzen Menschen über die gemeine Alltäglichkeit hinweg auf eine wirklich höhere Stufe stellt; wenn daun noch die Sabbatruhe zu theuer erkauft scheinen sollte für eine allenfallsige Beengung in der Wahl der bürgerlichen Lebensstellung, für einen etwaigen Abbruch alt Einkommen für die Entbehrung frisch bereiteter Speisen und der qualmenden Cigarre: wahrlich der rechnet noch engherziger, als wer dem Familienleben und Familienglücke entsagt, und an Niemanden, wenn auch nur durch Liebe gefesselt zu sein und für Niemanden, auch für eigene Kinder nicht, sorgen zu muffen und unser gebildeter Kansmannsstand hat doch auch solcher Rechenmeister nicht wenige. Freundet Glaubensbrüder! durch finstere Jahrtausende hindurch haben wir bloß an dem Schatze unsrer Thora gezehrt; nur die unbedingte Hingabe an dieses unser größtes Heiligthum hat uns bis zur Stunde erhalten, wie wir sind, wo wir durch das Aufgeben desselben noch nicht verkommen. Und wahrlich wir dürfen uns unserer vor keiner Nation auf Erden schämen: und nun sollen wir das Alles lassen, bloß weil mau unsere Ketten gelockert und Menschenrechte und Menschenwürde auch schon Etwas gelten? Brüder: die Ihr noch einigen Glauben in Euch tragt, bedenket doch, daß Ihr dafür mit Eurem ganzen Heile eiustehen müßt 2,2122. b2- 2-^2 2'222'y 2212 22-2; bedenket doch, daß unsre heilige 2.^2 die Sabbatschündung gleich dem Götzendienste und dein Ehebrüche durch öffentliche Steinigung strafen ließ, strenger als einen Mord selbst: 2.2P.2 ^2 222x2 ->2x 222 heißt es. Und Ihr anderen Freunde! die Ihr Philisophen sein wollt und Kritiker doch auch, bedenket doch, daß hier die wichtigste Institution der unbedingt großartigsten Erscheinung in der Menschenge'chichte, des Judenthnms nämlich, in Rede steht, und thut dieselbe nicht zu leicht ab. Rechnet einmal ehrlich! Könnt Ihr mit all Euren fingirten Schätzen dem armen Juden die Sabbatruhe zahlen? — Jie ßbiijilr ller. ulten Hebräer. Lämwtliche Bücher der heil. Schrift beschäftigen sich zu exclusive mit dem unendlich erhabenen Gedanken der Gstteseinheit und seiner Veranschaulichung, als daß man in ihnen selbst nur andeutungsweise ein oder das andere wissenschaftliche System finden soll. Die heil. Bücher sind gleichsam der brennende Horeb in der unermeßlich weiten und gotterfüllten Wüste. Wohl erleuchtet der in ihnen niedergelegte Flammengcist heute wie vor drei Jahrtausenden eine ganze Welt, und er wird noch in de:: Herzen der spätesten Geschlechter das Licht der Erkeuntniß und des Glaubens entzünden; dennoch fiele es schwerlich

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