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Der Israelit · 1860-10-11 · Heft 19-20 (11.10.1860) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 19-20 (11.10.1860)
Date
1860-10-11
Page
– (sequence 10)
Language
German
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?34 heißt es: .-.2 '222 i2nr irp'2x 2.^2;2.i rr2r« Nk-i-ri .122 .1212^ NIX tl'2^2 N.L'dVI '12 2^2N xv Nach dieser eitirten Auslegung des Nabbi Elieser sind nx:.i und 22.12 ^r:'2 2m"2 keine pentateuchischen Verbote und wird das ^2n x^ nur gebraucht, um anzumcrkcn, daß nur durch Kochen 22.12 -2-2 erzeugt werden kann .1^11 .iiox 2m-2 -,11. Nach Megillah Fol. 3 hat Onkelos die Textesauslegung des Nabbi Elieser als Norm für seine Bibelübersetzung acceptirt, welche Uebercinflimmnng und wörtliche Harmonie überall, mit nur geringen Ausnahmen, sich vorsindet. Auch das ^211 für ^2'2n x^ ist nach der erwähnten Tcxtesauslegung des Nabbi Elieser zu erklären. 1)r. Philipp Werner. O österreichischer Kaiser jiaat. Eisensiadt. Erklärung. Herr Löw spricht in seiner Monatsschrift Seite 293 in einer gegen mich gerichteten Erklärung, deren gänzliche Erwiederung ich unter meiner Würde halte, von einer Messira, indem er in einer auf mich Bezug nehmenden Stelle sagt: „wenn die Koryphäen der Romantik und der Meßira re." So lange mir nun Herr Löw nicht beweist, daß ich je eine .ii'22 angegeben habe, erkläre ich diesen Vorwurf als eine bodenlose Verleumdung. Hildesheimer. Debrezin- Ende Aug. II. Wir wollen den Anfang machen mit den Kindern, mit den jungen Nei- § fern, die einst zu herrlich blühenden Stämmen in! Israel heranwachsen und neue Blüten für die zu hoffende Generation treiben sollen. — Soll ein jnm gcr Baum gedeihen und für die Zukunft erstarken, so muß er gehörig umzäunt, zur Zeit der Trockniß fleißig begossen und vor jedes gefräßige Thier, vor jede äußere Beschädigung beschützt werden. — Wird dies bei unfern jungen Pflänzchen beobachtet? Wir können getrost mit: Nein! antworten. Die Erziehung der Kinder in unserem nordöstlichen Ungarn wird von Seiten der Eltern sehr vernachlässigt, und zwar von allen Klaffen unserer Israeliten. Die Kinder werden insgesammt in ungarischer Sprache, in ungarischen Sitten und in ungarischen Kleidern erzogen, und sind so manche eitle, egoistische Eltern höchst erfreuet, sich rühmen zu können: „Meine Kinder reden kein Deutsch!" lachen ins Fäustchen, wenn der achtjährige Knabe, der noch nicht im iii'O beten kann, am zweiten Ostcrtag des christlichen Nachbars Röschen oder Tinchen nach christlicher Sitte mit Nosenwaffer bespritzt; strahlen vor Wonne, wenn der' Knabe mit den Sporen klirrt, oder wenn das Töch' tcrchen die Pürta (eine Art ungarischer, mit Perlen besetzter Kopfputz für Jungfrauen) oder einen Künaszk Hut zierlich aufsetzt. — Daß das Däumchen umzännt und vor äußere ansteckende Laster des Luxus, der Modesucht - d der das echte Judenherz abstumpfenden, fremdartigen Sitten bewahrt werden muß, darauf wird nicht gedacht. — Das arme Judeukind erhält in der Schule die Lehre, daß man früh und Abends beten muß; es wird gelehrt, über alle Speisen und Getränke eine ^-12 ZU sprechen, ein zu tragen :c., das sieht es aber in dem elterlichen Hause nicht, denn die Eltern glau-! ben: Wir zahlen ja dem Lehrer, daß er das Kind! unterrichte und in religiösen Dingen unterweise; unterläßt aber das Kind die Ausübung eines der Zeremonralgesetze, so wird gleich über den Lehrer ein Zetergeschrei erhoben; die Eltern aber bedenken nicht: das Kind muß in dem elterlichen Hause das Müssen, in der Schule das Wellen, hier die Theorie, dort die Praxis lernen. Während in der Schule über religiöse Dinge gesprochen wird, muß es im elterlichen Hause die täglich sich wiederholende Ausübung vor Augen haben. Und selbst die Gebete und die Aussprache des Hebräischen, wie fremdartig klingt es in dem Munde eines seit seiner Kindheit an die ungarische Sprache gewöhnten Knaben! — Das Bäumchen muß zur Zeit der Trockniß fleißig begossen werden! — So mancher Vater ist damit einverstanden, dort, wo es an jüdischen Schulen mangelt, oder wo in dem Herzen der Eltern gegen dieselben ein Vorurtheil obwaltet, sein Kind in die christlichen Schulen zu schicken; ja, mancher sucht sogar seinen Ruhm darin. Dort hört der Knabe Gebete und Oe-! säuge, Moral und Lehre nach christlichen Dogmen, und wahrlich, da wird das bischen Schreiben und. Lesen auf Kosten unserer heil. Religion. zu theuereingetrödelt! — Das Bäumchen muß vor äußern Beschädigungen geschützt werden! W. Schönsetd.

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