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Der Israelit · 1860-09-20 · Heft 17 (20.9.1860) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 17 (20.9.1860)
Date
1860-09-20
Page
– (sequence 10)
Language
German
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'210 Äon diesen tagen durch Frömmigkeit-nndi Gelehrsamkeit hervor. > M. S^..R.-C: - ' Oedenburg, in Ungarn. Unsre Gemeinde hat zwar in Nah und Fern ein etwas zweifelhaftes Ren- Nomäe; allein dieselbe ist bester als ihr Ruft. Ich will nicht davon sprechen, daß das, was heutzutage selbst in vielen großen Gemeinden nicht anzutre'" u ist, die Synagogenordnung die echte, altantike, -ne nv'nw überhaupt die Gemeindeleitung eine orthodoxe ist, ich will nur von den: Prinzip sprechen, von welchem aus man trotz indifferenter Elenrente den Religionsunterricht ertheilen zu lasten wünscht. Vor einiger Zeit war die Stelle eines Neligionslehters vacant; von einer ziemlich dubiösen Autorität würde ein Kandidat recommandirt, der kurz nach seiner Aufnahme öffentlich am Sabbat Cigarren rauchte. Unser ehrwürdiger Bezirksrabbiner, Herr I. Katz zu Deutsch-Kreutz, welcher solches in Erfahrung gebracht hatte, stellte dem hiesigen Vorstande die Unwürdigkeit eines solchen Subjekts vor, worauf derselbe sogleich besten Wahl annullirte. Als Curiosum berichte ich, daß sich der „Rabbiner", welcher der Sensal jenes Geschäfts war, sich damit entschuldigte, daß er die Schattenseiten der Betreffenden recht gut gekannt habe, daß ihm aber derselbe versprochen hatte „er werde es nicht mehr thun." Schweiz. ' ' Baden, 2. September. Sie berichteten vor einiger Zeit in Ihrem Blatte von einer in Baden -entstandeilen Gemeinde. Ich kann Ihnen die erfreuliche Mittheilung machen, daß dieselbe sich immermehr consolidirt und daß ein reger Sinn fürs Religiöse daselbst herrscht, wovon am vergangenen Sabbat ein sprechender Beweis geliefert ward. Die Gemeinde besitzt nur zwei nun da schlug ein Gemeindemitglied vor, eine neue schreiben zu lassen und im,Augenblick waren für diesen schönen Zweck frei-, willig 700 Frs. zusammmengesteuert. Die Gemeinde hat jetzt ein recht schönes Lokal, das als Synagoge dient und sehr zweckmäßig eingerichtet ist, nur ein Uebelstand herrscht, daß die Frauen- und Männersynagogen nichtgehörig getrennt sind. Es muß dies wohl mehraus Unkenntniß, als aus Irreligiosität geschehen sein und wird es nur dieses Hinweises bedürfen, ' daß hierin eine Aendrrmg^geschieht.- - . Auch ein Curiosum besondrer Art habe ich Ihnen zu berichten. Im Kanton Aargau ist nämlich das Schächten als Thierquälerei M verboten. Lengenau und Endingen wurde es . ausnahmsweise. erlaubt, Baden aber nicht; es muß nun der viur? jede Woche zweimal nach Zürich, um dort zu schächten und bringt er jedesmal das Fleisch, besten die Gemeinde bedarf, von da gleich mit; mit welchen Mühen und llnkosten dies verbunden, kann man sich wohl denken. Wie ich höre petitionirt Baden jetzt, daß das Verbot aufgehoben werde, und soll wirklich jüngst in Zürich im Beisein zweier Thierärzte als Experte, geschächtet worden sein. Da diese nun der Wahrheit^ gemäß bezeugen müssen, .daß die Schechita keine Thierquälerei, so wird auch hoffentlich das Verbot bald aufgehoben werden. L-. . Portugal. Lissabon. Ein ehrenmcrther und hoch angesehener Glaubensgenosse, welcher in der Hauptstadt Portugals wohnt, war so gütig, uns über die dortige israelitische Gemeinde die nachfolgende Auskunft, zu ertheilen: Einer der ersten Israeliten, welche gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts Portugal besuchten, war ein frommer und geachteter Mann aus Gibraltar, Namens Moses Levy. Seine Absicht war jedoch nicht, sich dort häuslich niederzulasten, sondern nur, Handelsgeschäfte von kurzer Dauer dort zu erledigen. Seine Geschäftsverhältniste brachten ihn mit einem edlen Portugiesen, -dem Baron von Quintela, in Verbindung, durch dessen Vermittelung es Herrn M. Levy gelang, eine königliche Ermächtigung zu erlangen, die ihn vor Belästigungen, welchen er der Religion wegen hätte ausgcsetzt sein können, sicher stellte. Bald darauf kamen von Gibraltar mehrere achtungswerthe jüdische Familien, die einen, um einer dort herrschenden Epidemie zu entgehen, die andern aus Handelsrücksichten, nach Lissabon. Unter den neuen Ankömmlingen befand sich Hr. Aaron Garoozo, Ritter der französischen Ehrenlegion, welcher dem Könige Don .Johann VI. in seinem Zwiste mit dem Bey von Tunis und dem.. von - Algier auf die uneigennützigste -Weise wichtige: Dienste leistete.. - Als im Jahre '1826. der.Kaiser .Don Pedro dem Lande

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