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Der Israelit · 1860-09-20 · Heft 17 (20.9.1860) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 17 (20.9.1860)
Date
1860-09-20
Page
– (sequence 6)
Language
German
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788. „Butterbrod Mt auf's Ponim." Den Armen laust die Armuth nach." 777. „Was gehen mich die Todten an! Ich halt's mit den Lebendigen!" ' „Jes. 8, 19. Für die Lebenden an die Tobten." 713. „Wie du mir, so ich dir." „Mit dem Maaße, womit ein Mensch zumißt, mißt man ihm wieder zu." Was der Titel uns verspricht, finden wir nicht, dagegen bietet uns das Werk, was im Titel gar Nicht angedeutet ist: eine Blumenlese von den Gefühlen und Gesinnungen des Verfassers: - 8. „Esew gct maaser von Stroh!" — „Der arme Esäu galt übrigens allgemein als die verkörperte Gottlosigkeit, obgleich auch nicht Alles, was uns die Schrift, offen und wahr wie sie ist, von Jacob erzählt, rein und tadellos ist." — 701. „Warum sagt man zwaamal Jekumpurkon? weil's zwaamol steht." Nach einer Erklärung des Sprichworts schließt der Verfasser den Ausdruck seiner Gefühle mit den Worten des Dichters: Es erben sich Gesetz und Recht, wie eine ewige Krankheit fort; sie schleppen von Geschlecht sich zu Geschlecht und rücken sacht von Ort zu Ort. Auch das Aeußere des Werkes dürfte wohl zur Chärakterisirung nicht wenig beitragen. Wir könnten unfern Lesern oder wohl gar dem Verfasser ein Näthsel aufgeben, nämlich das Princip der Einteilung herauszufinden. Wir geben daher die Disposition ziemlich vollständig, vielleicht will sich Jemand um die Lösung des Rathsels verdient machen. I. Sprichwörter und Redensarten mit Bezug auf , bibl. und talm. Pers. und Erzählungen. II. "Sprichwörter und Redensarten aus dem Leben des Volkes entnommen; über: a) Verstand und Unverstand. — Bescheidenheit. Wortschwall. d) Kenntniß und Unwissenheit. Geschicklichkeit u. Ungeschicklichkeit e) Fleiß und Arbeitsamkeit. Nachläßigkeit u. Trägheit. Sparsamkeit und Verschwendung. - '' Reichthum u. Armuth. ä) Macht. Ansehen. Ehre. Großartigkeit. ArM ' - seligkeit. Höffarth. Hochmuth. o) Geiz u. Habsucht. Selbstsucht. Spitzbüberei. k) Schein und ^Verstellung: Lügen. Heuchelei. ' Ernst und scherzhafte Betheurung. §) Gottlosigkeit' Jrrgläübigkeit. Abtrünnigkeit. III. Ueber Sitten und Gebräuche. IV. Spr. rc/, die sich auf Mythen, Erzählungen rc. beziehen. Bei einer solchen Eintheilung ist eine genaue Unterordnung natürlich nicht möglich. Der Verfasser blieb seiner Eintheilung selbst da nicht treu, wo es möglich ist. So verwirrten sich; lau köm in II.; Er maant, es is a Krias Jam Suf in HI. ec. Auf einen feinen Geschmack, den man doch in IV. erwartet, läßt die zum Schlüsse angeführte Erzählung schließen, die an die Worte: „Kan Glicho, kan machilo, kan kaporo" sich lehnt. —r. Ze itttngsnachrichLett» Deutschland. Frankfurt a. M.*) Soeben, beim Ausgang des Zom Hachamifchi lese ich Nro. 9 Ihres geschätzten Centralorgans, worin.wiederholt behauptet wird, daß „vor ihm ausspeien", aber nicht „ihm in's Gesicht speien heiße, wie es unfern neuern Bi-> belübersetzern beliebt, um etwa im Hinblicke auf den Usus, den Fortschritt und die sogenannte Entwickelung des Judenthums nachzuweisen, oder gar um dem alten Judenthum Ins Gesicht speien zu können. Ne-, ben mir sitzt ein Schüler, der heute Nachmittag den Churban in Gittin gelernt und . über die in unfern Ausgaben Seite 57a, vor dem p2 riv nri xn befindliche Lücke Auskunft verlangt. Da fällt nur? unwillkürlich das temxora rnntantnr et vos mntawur in illis ein. Sonst waren allerdings unsere Poscheim besser, als Nebiei und Chasidei Ummos; jetzt aber^ umgekehrt. Im Jahre 1833 hörte ich hebr.-jüdische Archäologie bei Hrn. Prof. Hupfeld in Marburg. In der Vorlesung über verbotene Heirathen und Leviratsehe bemerkte, derselbe unter Andern:, wie das mos. Gesetz einerseits dem nächsten Anverwandten die Freiheit gab, die Wittwe, welche die Pflichtehe forderte, vor Gericht Aus Mangel an Raum verspätet. Die Red7

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