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Der Israelit · 1860-08-15 · Heft 12 (15.8.1860) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 12 (15.8.1860)
Date
1860-08-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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würden .es, Licht? gerecht? finden;MM Gunsten ber 23 jüdischen Petenten ejnen Zwang gegen 1,300,000 Christen auszuüben. Weßhalbckämen - über - diese Petitionen aus so -vielen Orten?;-Weilalle: diese Gemeinden sich weigerten, Israeliten als. Mitbürgev^auWnehmen. Sonlangdk solche Abgeneigtheid'-noch bei der Bevölkerung Och kund gebe^ würde man. mit einer Aenderuntz im- Sinne des-Minoritätsantrags nur Zwietracht und Unzufriedenheit aussäen. -Falberchält.die! Beschränkung mchd lediglich? für eine Folge des Religionsunterschiedes.'«Nicht .überall, sei das Bestreben bei ihnen wahrnehmbar, .bessere Bildung und gleicheNahrungsart mit j den? Christen « anzunehmen, i Man könne sie in. verschiedene Klassen abtheilen, den Israeliten erster Masse .volles Bürgerrecht gewähren, und für die übrigen das Vorrücken in diese Klasse vonder Erreichung der entsprechenden Stufe abhängig machen. Solches würde wohl durch ein? Gesetzzu erreichen sein. Hauß: Der von den Juden häufig geübte spekulative Geschäftsbetriebdie Spekulation namentlich rauf die Leichtgläubigkeit minder bemittelter Landwirthe sei nicht geeignet, Sympathieen für ihre Emanzipation hervorzurufen. Artaria und Knittel sind ftir volle bürgerliche Gleichstellung-der Israeliten und ftir den Minderheitsantrag. Küß wieder deßgleichen. Die Juden hätten nicht die Freiheit des Gewerbsbetriebes, weil dieser bei. uns: ein ausschließliches Recht der Gemeindebürger sei.- Durch die bisherige -Gesetzgebung! seien sie-auf den- Handel hingewiesen. Die Gerechttgkeit fordere, Laß diese Schranken endlich fallen; nicht die Zulassung, sondern die Nichtzulassung der Juden zu den Gewerben gefährde die Gemeinden. Auch-Pre stinari ist für derr Minoritätsantrag.' Durch den Z. 58 des Bürgerrechts sei allerdings der §. 7 der Vers. verletzt. Es sei rechtlich und-politisch unmöglich, ihn festzuhalten. Der Grund der bisherigen Beschränkung sei doch wohl in dem konfessionellen Moment zu suchen. Sie höre auf, sobaldder Israelit seine.Religion ändere- Man bes chwere sich beständig darüber, Laß die Juden keine bürgerlichen Gewerbe - treiben wollten, und doch wolle man ihnen die Gele gen he it dazu -ni cht-geben, iAuch Achenbach ist nicht gegen den Minderheitsantrag- und ftagt an, ob-sich nicht.etwa auch? der - Bundestag 'Mit dieser Frage beschäftige. - «F ed er er wie Walli und Faller. Värrvon Eichstetteu-:' Esl-Müsse-etwäs' für die^ sZuden geschehen, doch sei jetztwdhl nicht-Ml geei'gnete Zeitpunkt.' 'Man habe aüf diesem Ländtag schon so viel beschlossen und möge dem folgenden auch noch etwas übrig lassen. Kirsner. Die Stimmung im Lande sei wohl nicht durchweg so schlimm. Gegen die'Emanzipation sei keine einzige? Petition eingelaüfen, für dieselbe christlicherseits wenigstens die "eine aus Mannheim. Die Konkurrenz der Juden im Gewerbebetrieb würde v ielleich t ein nützliches Ferment abgeben: Er ist für den Minderheitsanttag, Fröhlich für den der Majorität, weil derselbe den Israeliten günstiger: Dahmen für den Minderheisantrag als eine Art einstweiliger Abschlagszahlung. Er habe auf dem Lande vielfach Gelegenheit' zu der Wahrnehmung gehabtdaß die Judenwenn man ihnen Vertrauen zeige, solches dankbar zu rechtfertigen wüßten. Er hofft, daß die Regierung bald ein Gesetz vorkege, das den Gewerbebetrieb vom Ortsbürgerrecht unabhängig macht. Dann aber müsse man auch den ß. 17 des Bürgerrechtsgesetzes aufheben und den Gemeinden das Recht lassen, nach Gutfinden Jeden aufzunehmen oder nicht, fei er Jude oder Ehr i st. Sch aafs gleichfalls' für den Minoritätsantrag, insbesondere für dessen beschränkenden Zusatz. Bezüglich der Armenunterstützung könnten die Juden deßhalb nicht gemeinsame Sache machen, weil nach ihrem Religionsgesetz bei jedem- Sterbfall ein Theil des Nachlasses Behufs der Armenunterstützung abgegeben werde Müsse. Auch auf den Allmandgenuß würden sie wohl keineswegs erpicht fein. Das Vorurt-Heil, Namentlich auch gegen die Landjuden im altern Sinn' gebe es wenig mehr i m Lande. W a s ab er die an g eb k i ch e ök o nomisch eBenachtheilignng der christlichenBevölkerung durch die Juden angehe, so sei diese Behauptung einArmüthszeugniß für Ersterel Trage sie nicht ötwä selbst die Schuld daran, und werde ihr vorgebeügt durch Nichtgewährung der Gleichberechtigung? Ihm seien Fälle großartiger Betrügereien bekannt, wobei' sich kein Jude bekheiligt, Fälle, wo durch „Judenwucher" manchem Christen äufgehöbfen wordenden seine christlichen Brüder ruhig hätten zu Grunde gehen lassen; Fälkr endlich, wo Juden von Christen tüchtig ge-

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